Weite Wiesen und dichte Wälder

7 Gipfeltouren im Nürnberger Land

7 Gipfeltouren – 7 Rundwanderwege im Nürnberger Land. Diese »Seven Summits« verteilen sich über die gesamte Region, sind zwischen sieben und zwölf Kilometer lang und eignen sich für einen Urlaub ohne Auto.


Sie eignen sich für entspannte Sommertouren mit der ganzen Familie, aber auch für Wanderfreunde, die im Winter nicht auf Touren verzichten müssen. Jede Tour für sich alleine, oder in Kombination: die »Seven Summits« bieten Wanderspaß für jeden Anspruch, direkt vor den Toren der Metropolregion Nürnberg.

Wir haben die Gipfel im Sommer und auch im Winter getestet und sind zu dem Schluss gekommen: zu jeder Jahreszeit empfehlenswert! Im folgenden Beitrag stellen wir Dir die sieben verschiedenen Touren vor.

Blick über Happurg
Blick über den Happurger Stausee am Hohlen Fels

Unser Tipp: Natürlich solltest Du Dich der Jahreszeit und auch den Witterungsverhältnissen entsprechend kleiden. In der kalten Jahreszeit, bei Schneelage und eventueller Eisbildung, können Spikes von Vorteil sein.

Das sind die 7 Summits im Nürnberger Land

  1. Wanderung auf den Hohenstein
  2. Wanderung auf den Hochberg
  3. Wanderung auf die Houbirg
  4. Wanderung auf den Leitenberg
  5. Wanderung auf den Dom
  6. Wanderung auf die Windburg
  7. Wanderung auf den Arzberg
  8. Karten zum Download
  9. Infos & Tipps rund um die 7 Summits im Nürnberger Land

Transparenzhinweis: Wir haben das Nürnberger Land auf Einladung und in Kooperation mit der Tourismusregion besucht, was keinerlei Auswirkungen auf die redaktionelle Freiheit der Berichterstattung hat!
Wegmarkierung
Die Rundwanderwege über die sieben höchsten Gipfel des Nürnberger Lands sind einheitlich markiert.

Eine rote 7 mit einer gezackten Linie auf hellgrünem Grund weist den richtigen Weg und ist auch bei schlechteren Licht- und Wetterverhältnissen gut zu sehen.

Eine rote 7 mit einer gezackten Linie auf hellgrünem Grund weist den richtigen Pfad, und ist auch bei schlechteren Licht- und Wetterverhältnissen gut zu sehen
Eine rote 7 mit einer gezackten Linie auf hellgrünem Grund weist den richtigen Pfad, und ist auch bei schlechteren Licht- und Wetterverhältnissen gut zu sehen

Hohenstein (634m)

Auf dem Hohenstein thront die gleichnamige mittelalterliche Burg auf einen mächtigen Dolomitfelsen. Es geht teils entlang von Streuobst- und Blumenwiesen und auch über steile Pfade von Kirchensittenbach zum höchst bewohnten Punkt Mittelfrankens.

Abstecher zur Burg Hohenstein
Die Burg Hohenstein

Die Burg, die im 11. Jahrhundert erbaut als Verwaltungssitz erbaut wurde, ist aber nicht das Ziel, sondern der Wendepunkt der mittelschweren Wanderung. Von der Burg hat man einen herrlichen Ausblick auf das Tal und die umliegende Landschaft.

Am Sonntag, und von Mittwoch bis Samstag nach Voranmeldung, öffnen sich die Pforten der Burg und Du kannst Dich im Inneren, in der Burgkapelle oder dem Pallas umsehen. Und vom Aussichtsturm hast Du den weitesten Blick. Der bietet allerdings nur für eine Person Platz.


Länge der Tour
10,1 Kilometer

Aufstieg
etwa 400 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 3,5 Stunden

Einkehrmöglichkeit
Gleich gegenüber der Burg befindet sich das Windbeutel-Café im Hohensteiner Hof. Alternativ in Kirchensittenbach.

Hochberg (619 m)

Die Wanderung zum Hochberg beginnt ab Hartmannshof mit einem steilen Auf- und Abstieg. Über die Kirche St. Bonifatius und unterhalb einer moosbedeckten Felsgruppe geht es zur Passage des archäologischen Rundwegs.

Die Aussicht genießen
Die Aussicht genießen

Dieser informiert über das Leben der Kelten am Hochberg. Der steilste Teil des Wegs führt zu einem Plateau, auf dem Du die historische Wallmauern erkennen kannst.

400 bis 600 vor Christus befand sich hier eine keltische Siedlungs- und Befestigungsanlage, die auch als »Akropolis der Kelten« bezeichnet wird.


Länge der Tour
7,6 Kilometer

Aufstieg
270 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 2,5 Stunden

Einkehrmöglichkeit
In Hartmannshof.

Houbirg (616 m)

Der Weg auf die Houbirg gestaltet sich zu Beginn sportlich. Ab dem S-Bahnhof Happurg geht’s vorbei am Kriegerdenkmal zum langen und zunächst steilen Aufstieg. Auf einem schmalen Pfad, später deutlich breiter, geht es hinauf. Der Weg führt zu einer der bedeutendsten keltischen Höhensiedlungen Deutschlands.

Am Hohlen Fels
Am Hohlen Fels
Auf dem Ringwall an der Houbirg
Auf dem Ringwall an der Houbirg

Der zunächst dichte Laubwald gibt immer wieder den Blick über Happurg und das Nürnberger Land frei. Informationstafeln geben Aufschluss über die verschiedenen Gesteinsschichten. Andere Infotafeln beschreiben die Besiedlungsgeschichte am Houbirg. Auch die der Kelten, die hier einen 4,5km langen Ringwall zur Verteidigung errichtet haben.

Auf diesem Wall führt auch der Wanderweg in Richtung Hohler Fels, von wo man einen herrlichen Ausblick auf den Happurger Stausee hat.


Länge der Tour
9,4 Kilometer

Aufstieg
370 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 3,5 Stunden

Einkehrmöglichkeit
In Happurg.

Leitenberg (616 m)

Vom S-Bahnhof Pommelsbrunn weisen Markierungen den Weg zu mächtigen Felsblöcken. Vorbei an der Leitenberghütte geht es hinauf auf den 616 Meter hohen Gipfel.

Natur pur
Natur pur

Am Rückweg hast Du die die Möglichkeit, die Burgruine Lichtenstein zu besuchen. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick über das Pegnitz- und das Högenbachtal.

Stärkung gibt’s bei einem Abstecher zum Hotel Lindenhof, das im schattigen Biergarten viele regionale Schmankerl auftischt. Der Lindenhof ist übrigens auch ein sehr guter Ausgangspunkt für die 1000-Höhenmeter-Wanderung.


Länge der Tour
etwa 8 Kilometer

Aufstieg
300 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 3 Stunden

Einkehrmöglichkeit
Im Hotel Lindenhof oder an Sonntagen im Naturfreundehaus, entlang der Strecke, bzw. in Pommelsbrunn.

Dom (613 m)

Diese Mittelgebirgstour startet am S-Bahnhof Pommelsbrunn und hat die meisten Höhenmeter aller 7-Summit-Touren im Nürnberger Land im Gepäck.

Der Weg führt vorbei an Wäldern und größeren Felsgruppen, bis sich der Dom-Gipfel zeigt. Bis auf den Gipfel kommt man nicht, da sich der Berg in Privatbesitz befindet.

Während des Abstiegs lohnt sich ein Abstecher zur 533 Meter hohen Mühlkoppe mit toller Aussicht auf Pommelsbrunn. Ein Stopp bei der mystischen und malerischen Kapellenruine Arzlohe ist ebenfalls ein Highlight der Runde.

Durch die Getreidefelder zur Kapellenruine Arzlohe
Durch die Getreidefelder zur Kapellenruine Arzlohe

Länge der Tour
12,2 Kilometer

Aufstieg
470 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 3,5 Stunden

Einkehrmöglichkeit
Sonntags in Arzlohe (nach Voranmeldung!) im Gasthof zur Waldesruh.

Windburg (613 m)

Diese leichte Strecke ist meist eben, bietet allerdings einen etwas anspruchsvolleren Abstecher zum Gipfel. Gerade bei feuchten Bedingungen ist der schmale Pfad vom Wanderweg zum höchsten Punkt gerne etwas rutschig.

Abwechslungsreiche Trails in einer geologisch herrlichen Umgebung
Sommer wie Winter warten abwechslungsreiche Wege in einer geologisch herrlichen Umgebung

Die Tour startet am Wanderparkplatz Osternohe, folgt Wald- und Forstwegen mit vielen schönen Blicken auf den bewaldeten Windburg-Gipfel. Auf dem Hinweg passierst Du gleich einmal die Skipisten von Osternohe und einen Trailpark für Mountainbiker. Kurz darauf auch die im Winter präparierten Loipen der Region.

Der Rest ist pure Waldwanderlust. Und auf einem Teil des Weges kann man in den Bäumen »Baumbilder« entdecken. So macht diese leichte Runde für Kinder doppelt Spaß!


Länge der Tour
6,7 Kilometer

Aufstieg
210 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 2 Stunden

Einkehrmöglichkeit
Berggasthof Igelwirt in Schnaittach.

Arzberg (612 m)

Der niedrigste der sieben hohen Gipfel ist der Arzberg. Nimmst Du den Aussichtsturm dazu, kommst Du aber noch 25 Meter höher hinaus!

Vom S-Bahnhof Hersbruck (Pegnitz links) geht es zunächst durch den Ort auf den Waldweg in Richtung Arzberg und Edelweißhütte. Dann zunächst über breite Feldwege zum Wald und dort bald steiler nach oben.

Der Arzbergturm auf dem gleichnamigen Gipfel, hinten Hersbruck
Der Arzbergturm auf dem gleichnamigen Gipfel im Winter, hinten Hersbruck

Der höchste Punkt dieser mittelschweren Tour befindet sich am Arzbergturm. Wenn Du Dir einen Schlüssel organisiert hast, kannst Du bei guter Sicht bis nach Nürnberg und ins Fichtelgebirge blicken.

Der Rückweg ist etwas anspruchsvoller, weil er zwischen zwei tiefen Rinnen hindurch zurück nach Ellenbach führt. Gerade bei Nässe etwas kniffelig. Zum Schluss geht es nurmehr durch den Ort zurück zum S-Bahnhof, wo sich auch Parkplätze befinden.


Länge der Tour
7,1 Kilometer

Aufstieg
280 Höhenmeter

Gehzeit
etwa 2,5 Stunden

Schlüssel zum Aussichtsturm
Den Schlüssel kann man sich bei der Touristinformation Hersbruck (20,00 € Kaution & 1,50 € Eintritt pro Person***) oder der Edelweißhütte ausleihen.

***Stand Dezember 2022

Einkehrmöglichkeit
Edelweißhütte bei Deckersberg bzw. in Hersbruck.

Karten zur Planung der 7 Summits im Nürnberger Land

Hier kannst Du Dir die verschiedenen Routen ansehen, die GPX-Daten herunterladen oder auch Karten der einzelnen Rundwanderungen ausdrucken.

Was sind eigentlich die 7 Summits?
Als 7 Summits werden die 7 höchsten Gipfel aller Kontinente bezeichnet.

Aber es gibt teilweise unterschiedliche Interpretationen hinsichtlich der Zugehörigkeit der Berge zu einem Kontintent. So gibt es die »Messner-Liste« und die »Bass-Liste«. Diese unterscheiden sich im Fall des Elbrus und des Mont Blanc in Europa. Je nachdem, wo man die innereurasische Grenze zieht. Oder auch dem Puncak Jaya  auf Neuguinea und dem Mount Kosciuszko auf dem australischen Festland:

  1. dem 8848 Meter hohen Mount Everest in Asien
  2. der Aconcagua in Südamerika (6962m)
  3. der Denali in Nordamerika (6194m)
  4. der Kilimanjaro in Afrika (5895m)
  5. der Elbrus in Europa (5642m)
  6. der Mount Vinson in der Antarktis (4892m)
  7. Puncak Jaya in Australien (4884m)
  8. der Mont Blanc in Europa (4809m)
  9. der Mount Kosciuszko in Australien (2228m)
Quelle und weitere Infos: Red Bull

Infos & Tipps rund um die 7 Summits im Nürnberger Land

Anreise mit den Öffentlichen

Vom Nürnberger Hauptbahnhof geht es mit der S1 in Richtung Hersbruck oder auch weiter nach Pommelsbrunn, je nachdem wo Du Dein Basislager aufschlägst.

Die »Seven Summits« des Nürnberger Lands eignen sich bestens für einen Urlaub ohne Auto! Alle Start­ und Zielpunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ideal für Wanderer auf Tagestour oder Kurzurlaub ist das TagesTicket Plus des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN). Zum Preis von 22,10 €**

**Stand Januar 2023

Anreise mit dem PKW

Über die Bundesautobahn 9 kommend geht es an der Ausfahrt Lauf/Hersbruck nach Hersbruck oder den anderen Ausgangspunkten.


Übernachtungstipp
Das Dormero Hotel in Hersbruck bietet moderne Zimmer mit Frühstück am Marktplatz ab 40 Euro pro Person im Doppelzimmer, inklusive kleinem Saunabereich. Ein paar Meter weiter gibt es ebenso zentral gelegene Zimmer im Hotel Restaurant Café Bauer, inklusive Restaurant.


Essen
Von traditioneller fränkischer Küche bis zur Pizzeria. Verhungern muss man in Hersbruck definitiv nicht.

Schnitzel, Saure Zipfel oder Schäufele gibt’s im Hotel Restaurant Café Bauer. Vielfältig, mit exotischen Einflüssen, geht’s im Restaurant Michelsberg zu. Und rund um den Marktplatz finden sich weitere leckere Einkehrmöglichkeiten.


Wellness und Erholung Drumherum
Die Fackelmann Therme in Hersbruck bietet einen Saunabereich mit zahlreichen Innen- und Außensaunen, ein Erlebnisbad, Gastronomie, Massagen, und vieles mehr. Alles mit staatlich geprüftem Heilwasser.


Über das Nürnberger Land
Das Nürnberger Land liegt vor den Toren der Metropole Nürnberg.

Es tritt mit seinen Tälern, Höhlen und weitläufigen Wäldern, mit seinen Höhenzügen, Wander- und Radwegen, mit seinen Klettersteigen und seinen Trailrunningstrecken aber deutlich aus dem Schatten der ehemaligen Reichsstadt heraus.

Lohnende Aktivitäten im Nürnberger Land

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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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