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Obheiter am Burgberger Hörnle

5 schöne Herbst-Wanderungen im Allgäu & Tannheimer Tal

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Wenn sich die Blätter der Bäume färben und die Wälder gelb-rot leuchte. Wenn Die Wiesen ihr sattes Grün verlieren und die hohen Bergspitzen mit einem weißen Zucker überstreut werden. Wenn die Täler frühmorgens noch kühl präsentieren und die tiefer stehende Sonne ein ganz besonderes Licht an die Berghänge wirft. Dann ist Herbst. Die perfekte Zeit zum Wandern. Nicht nur im Allgäu.

Die ganz hohen Gipfel jenseits der  2.000-Meter-Marke werden in naher Zukunft kein Ziel mehr sein. Aber auch unterhalb dieser magischen Grenze gibt es viele lohnenswerte Ziele. Gerade jetzt im Herbst. Wenn jeder Schritt auf dem Waldboden vom leisen Rascheln der zu Boden gefallenen Blätter geleitet wird.

Diese Herbstwanderungen findest Du in dieser Sammlung

Der Himmel scheint zu dieser Zeit besonders blau zu leuchten. An manchen Tagen liegen die Täler noch unter einer dicken Nebelschicht, während es sich auf den Bergrücken bei herrlichem Sonnenschein angenehm warm anfühlt. Unten im Tal ist es dann kälter als oben. Obheiter nennt man dieses Wetterphänomen.

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Hier findest Du fünf wunderschöne Herbsttouren im Allgäu und dem Tannheimer Tal, die Dich an die 2.000 Meter hoch führen. Die Alpen und Hütten sind oft schon geschlossen. Daher warten die Wege oftmals mit einer wunderbaren Einsamkeit und Ruhe darauf einfach nur begangen zu werden.

Wandertipp 1: Die Krinnenspitze

Die Bergtour auf die Krinnenspitze im Tannheimer Tal beginnt im kleinen Ort Rauth, zwischen Nesselwängle und dem Gaichtpass. Der als „Enziansteig“ bezeichnete Aufstieg ist zwar steil, jedoch in keinster Weise ausgesetzt, weshalb der Zusatz „Steig“ nicht irritieren sollte.

Zunächst geht es auf Forstwegen und Pfaden durch den Wald. Dann öffnet sich die Vegetation und der Aufstieg erfolgt über weite Wiesenwannen auf einen Rücken. Nicht selten lassen sich hier Gemsen beobachten. Über den Rücken geht es schließlich zum Gipfelkreuz mit einem herrlichen Tiefblick auf den Haldensee.

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Im weiteren Verlauf wartet der „Gamsbocksteig“. Bei Neuschnee ist dieser Abstieg mit Vorsicht zu wählen. Zumindest im ersten Teil des Abstiegs geht es mit Drahtsicherungen ein paar Meter entlang der steil abfallenden Wänden nach unten. Alternativ kann man auch nordwärts einen einfacheren Weg wählen, oder man nutzt den Aufstiegsweg auch für den Abstieg.

Herbststimmung mit Rot Flüh, Gimpel und Kellenspitze
Herbststimmung mit Rot Flüh, Gimpel und Kellenspitze

Wandertipp 2: Hölltobel & Gerstruben

Das romantische Bergdorf Gerstruben ist gerade im Herbst ein ideales Ausflugsziel. Goldgelbe Blätter, leichter Morgennebel über den Wiesen. Das Plätschern der Trettach und der tosende Hölltobel. Der Aufstieg durch den Hölltobel verleiht dieser Wanderung bei Oberstdorf eine gewisse Würze und ist ein wunderbares Kontrastprogramm zu dem ruhig schlafenden Bergdorf.

Am südlichen Ende von Oberstdorf geht es los. ZUnöchst entlang der Stillach, dann auf einem breiten Weg in Richtung Spielmannsau. Kurz nach Gruben geht es auf dem Fahrweg nach Gerstruben und ein paar Meter weiter zweigt der Wiesenweg zum Hölltobel ab.

Gerstruben mit Höfats im Hintergrund
Gerstruben mit Höfats im Hintergrund

Wandertipp 3: Der Siplinger

Der Siplinger ist fast zu jeder Jahreszeit ein lohnendes und äußerst empfehlenswertes Ziel. So auch im HerbstAufgrund der faszinierenden Gesteinsformationen bietet diese Wanderung für Fotografen Motive in Hülle und Fülle! “Schuld daran” ist der sogenannte Nagelfluh, der die zum Teil bizarren Formen zulässt. Dies wird nicht zuletzt an der Siplinger Nadel sichtbar.

Im Winter ist die Mautstrasse von Gunzesried Säge ins Autal gesperrt. Im Herbst kann sie aber noch befahren werden. Mit dem Auto oder dem Rad geht es hinein ins Tal. Entweder startet man an der Alpe Scheidwang, oder noch unterhalb am Wanderparkplatz. In diesem Fall geht es zunächst auf der Fahrstrasse zur Alpe, bevor der Aufstieg in Richtung Heidenkopf und Siplinger beginnt.

Im Abstieg wartet die berühmte Siplinger Nadel und anschließend ein herrlich schöner Herbstwald. Der Weg endet wieder am Parkplatz im hinteren Autal.

Blick zur Nagefluhkette
Blick zur Nagefluhkette

Wandertipp 4: Das Brentenjoch

Das Wälder und Wiesen um die Sebenalpe sind gerade im Herbst ein herrliches Wandergebiet. Die Alpe hat bereits geschlossen, das Vieh ist im Tal, und um die Alpe tummeln sich zahlreiche Gemsen. Diese findet man auch auf dem weiteren Weg hinauf zum Brentenjoch das einen sagenhaft schönen Ausblick auf die Ostallgäuer Seenlandschaft bereit hält.

Im Engetal geht es am gebührenpflichtigen Wanderparkplatz am Ortsrand von Grän los. Über breite Forstwege beginnt der Aufstieg, identisch zur Bergtour auf den Aggenstein. Immer den Schildern folgend gelangt man in das Gebiet der Sebenalpe und schließlich auf den Bergrücken, der den Übergang in Richtung Vils und Vilsalpe darstellt.

Von hier aus wandert man entlang des Rückens auf das Brentenjoch, wo eine einmalig Aussicht auf die Ostallgäuer Seen wartet. Der Abstieg erfolgt anschließend in Richtung Bad Kissinger Hütte und von dort zurück zum Forstweg und dem Wanderparkplatz.

Von Grän zur Sebenalpe
Von Grän zur Sebenalpe

Wandertipp 5: Ostertobel

Durch den Ostertobel bei Gunzesried Säge führt ein schöner Rundwanderung. Vorbei an Wasserfällen und Gumpen geht es in Richtung Ostertal mit genügend Möglichkeiten das Leben am Wasser zu erkunden. Gerade im Herbst ist dieser Wanderweg, der im Winter gesperrt ist, ein herrliches Ziel für einen Sonntagnachmittags-Ausflug.

Die Tour beginnt am gebührenpflichtigen Wanderparkplatz in Gunzesried Säge. Zunächst in Richtung Ort, dann links haltend, erreichen wir den Beginn des Tobelwegs.

Über Waldwege, Felsen und Wurzeln geht es durch den Ostertobel. Am Ende wartet ein kurzer Aufstieg. Dann erreichen wir den Wanderparkplatz im Ostertal (alternativer Einstieg) und wandern über die bewirtschaftete Buhls Alpe zurück nach Gunzesried Säge.

Unterwegs im Ostertobel bei Gunzesried
Unterwegs im Ostertobel bei Gunzesried

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