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Die letzten Meter auf den Gipfel

Hochvogel über die Kreuzspitze, 2592m

Ich habe ja bereits mehrfach über meine Touren auf und um den Hochvogel berichtet. Die normale Variante über den Kalten Winkel. Die inzwischen gesperrte Tour über den Bäumenheimer Weg. Oder die beeindruckende Sicht auf die Hochvogel Nordwand im Verlauf meiner Tour über den Grenzgänger oder während der Hochvogel Umrundung.

Eines haben alle Touren gemein. Die Faszination für diesen herrlichen Berg, der aus jedem Blickwinkel ein ganz besonderes Bild abgibt. Das beste Bild ist natürlich das atemberaubende Panorama auf dem Gipfel des Hochvogel. In diesem Sommer kam eine neue Aufstiegsvariante zu meiner Sammlung hinzu. Der Aufstieg über die Kreuzspitze.

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Über die Bärgündele Alpe zum Prinz-Luitpold-Haus

Wie so viele Touren beginnt auch diese in der Nähe des Giebelhaus, tief im Hintersteiner Tal. Wer früh dran sein möchte, nutzt am besten das Bike für die Anfahrt, da der erste Bus Hinterstein erst um 7:15 verlässt. Und ab dem Giebelhaus läuft man ebenso noch ein gutes Stück auf dem Fahrweg bis zum Abzweig zur Bärgündele Alpe.

Morgenstimmung im Aufstieg zum Prinz-Luitpold-Haus Morgenstimmung im Aufstieg zum Prinz-Luitpold-Haus

Mit dem Fahrrad gelangt man direkt bis zur Bärgündele Alpe, oder man lässt es ein paar Meter vorher, an der Pointhütte, zurück.

Von hier geht es über die Alpwiesen hinauf in Richtung Prinz-Luitpold-Haus. Ein wunderschöner und abwechslungsreicher Weg, der gegen Ende durch leichtes Buschwerk und etwas felsiger die Alpenvereinshütte erreicht. Ab der Pointhütte dauert der Aufstieg etwa eineinhalb Stunden.

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Aufstieg zur Kreuzspitze

Auf der rechten Seite des kleinen Sees, der in diesem Spätsommer kaum mehr Wasser enthält, beginnt der zweite Teil der Tour. Zunächst ebenerdig, dann in einigen Kehren, geht es nach oben. Der Untergrund ist technisch wenig schwierig und leicht zu gehen. An einem großen Felsblock gabelt sich der Weg. Geradeaus führt der weitere Aufstieg über die Balkenscharte zum Kalten Winkel. Rechts zweigt der Weg zur Kreuzspitze ab.

Das Prinz-Luitpold-Haus am Morgen Das Prinz-Luitpold-Haus am Morgen

Nach ein paar Höhenmetern ist ein weites Kar aus Schotter erreicht. in einem großen Bogen geht es dem festen Fels der Kreuzspitze entgegen. Zwischenzeitlich sorgt feiner, sandiger Schotter für einen erschwerten Aufstieg. Technisch aber immer noch kein Problem. Am Fels angekommen haben die Bergstöcke ausgedient.

Aufstieg über das weite Kar in Richtung Kreuzspitze Aufstieg über das weite Kar in Richtung Kreuzspitze
Blick zur Balkenscharte Blick zur Balkenscharte

Mit Drahtsicherungen und auf in den Fels gebohrten Eisentritten beginnt der letzte Aufstieg in Richtung Kreuzspitze. Nicht sonderlich ausgesetzt, aber mit festen Griff und bedachtem Tritt steig der Pfad steil an. Bei einem frühen Aufstieg erreicht man an einem Felsdurchgang nicht nur Eden Übergang, sondern auch die Sonnenseite. Ein wunderbarer Blick über das Schwarzwassertal und hinüber zum Jubiläumsweg tut sich auf. Und rechter Hand grüßt der Hochvogel.

Drahtversicherungen im Aufstieg zur Kreuzspitze Drahtversicherungen im Aufstieg zur Kreuzspitze
Bis zum Gipfel ist es aber noch etwas hin. Zunächst folgt der Übergang unterhalb der Kreuzspitze zur Scharte am Kalten Winkel. Die entscheidenden Stellen sind mit Drahtseilen versichert. Im Vergleich zum vorangegangenen Aufstieg wird es aber durchaus luftiger unter den Füßen. Nach ein paar Höhenmetern im Aufstieg folgt der Abstieg zur Scharte.

Panoramablick unterhalb der Kreuzspitze Panoramablick unterhalb der Kreuzspitze
Auf der Sonnenseite mit Hochvogel-Blick Auf der Sonnenseite mit Hochvogel-Blick

Auf den Gipfel des Hochvogel

Von der Scharte steigt man, nun wieder im Schatten, ein paar Meter nach oben. der blanke Fels, gepaart mit Schotter, erfordert Konzentration. An der ein oder anderen Stelle sind von nun an auch die Hände wieder gefragt. Ein paar Felsstufen führen hinauf zur Schnur, dem berühmten Band unterhalb des Hochvogel.

Hinter dem Band beginnt der letzte Teil des Aufstiegs. Über felsige Stufen geht es höher und höher, bis schließlich das Gipfelkreuz, etwa dreieinhalb Stunden nach der Pointhütte, erreicht ist. Der Blick über die Allgäuer und Lechtaler Alpen ist immer wieder aufs Neue ein Erlebnis. Beeindruckend ist auch der breite Felsspalt, der sich wie eine klaffende Wunde durch den Gipfel zieht und von Jahr zu Jahr größer wird.

Die letzten Meter auf den Gipfel Die letzten Meter auf den Gipfel

Nach einer ausgiebigen Rast geht es wieder hinunter zur Scharte am Kalten Winkel. Das Schneefeld war in diesem Sommer sehr stark abgetaut, so dass wir uns für diesen Abstieg entschieden haben. Dadurch war der Weg auf dem glatten Untergrund deutlich kürzer und auch sicherer als sonst.

Karte mit GPX Download für die Bergtour über die Kreuzspitze auf den Hochvogel


 

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