Unsere Dachsteinumrundung beginnt

Unsere Erfahrungen auf dem Dachstein Höhenrundweg Teil 1

Werbung · Unsere zweite Kooperation mit Eurohike hat uns 5 Tage auf den Dachsteinhöhenweg geführt. Nach dem Tirolerweg im vergangenen Jahr hat die Umrundung des Dachstein-Massiv hat ein völlig anderes Tourenprofil und eine Vielzahl beeindruckend schöner Wege bereit gehalten.

Es ist einer dieser ersten richtigen Herbsttage. Wir stehen vor der Glöslalm, unterhalb des Hohen Dachstein. Normalerweise drängen sich viele Wanderer und Bergbegeisterte in den öffentlichen Bussen. Normalerweise befinden sich deutlich mehr Fahrzeuge auf der Mautstrasse hinauf zur Bergbahn. Die einen lockt die einmalige Aussicht, die anderen die zahlreichen Klettersteige auf und um den 2996 Meter hohen Hohen Dachstein.

Die ersten Meter der 5-tägigen Tour
Die ersten Meter der 5-tägigen Tour

Wir stehen aus einem anderen Grund an der Bushaltestelle der Glöslam. Vor uns liegen fünf erlebnisreiche Bergtage. 5 Tage, 82 Kilometer und knapp 5000 Höhenmeter. Und jede Menge Natur. Heute machen wir den ersten Schritt auf unserem Dachstein Höhenrundweg, der einem Teil des Dachstein Rundwanderwegs folgt. Lediglich im nördlichen Bereich werden wir den ausgeschilderten Rundwanderweg verlassen und die flache Etappe vom Hallstätter See nach Bad Mitterndorf auslassen.

Weil jeder Weg, wie auch jede neue Erfahrung, mit dem ersten Schritt beginnt, freuen wir uns auch an diesem kühlen und feuchten Herbstmorgen auf eben diesen ersten Schritt und die vielen tausend die noch folgen werden.


Tag 1 auf dem Dachstein Höhenrundweg

Von Ramsau zur Hofpürglhütte

Die Nebelstimmung die uns auf den ersten Metern von der Glöslalm in Richtung Sulzenhals begleitet hat schon etwas mystisches. Und diese Mystik des frühen Herbsts wird uns auf unseren ersten drei Tagen begleiten. Das ist nicht weiter schlimm, da die Bergwege ebenso gut ist, wie die Beschilderung und die Routeninformationen in unserem Tourenbuch von Eurohike. Darüber hinaus sind wir nahezu Mutterseelen alleine unterwegs.

Auf zunächst breiten Forst- und Wiesenwegen geht es nahezu ebenerdig dahin. An diesem ersten Tourentag stehen ohnehin gerade einmal 800 Höhenmeter im Aufstieg auf dem Plan. Lediglich ein größerer Anstieg erwartet uns. Der führt am Ende der Forstwege auf einem schmalen Wiesenpfad hinauf zum Sulzenhals. Über uns drängen sich unweigerlich die hohen Wände des Dachstein-Massiv ins Bild. Der höchste Punkt der heutigen Etappe ist uns noch nicht hoch genug. Ein Stück oberhalb des Sulzenhals wartet, in den Minuten unseres Besuchs in dichtem Nebel verpackt, ein hölzerne Gipfelkreuz auf einen Besuch.

Anschließend geht es mit dem Abstieg beginnend von der Steiermark ins Salzburger Land. Auf unserer Dachstein-Umrundung werden wir zum Ende hin alle drei österreichischen Bundesländer betreten, die sich um den Dachstein versammeln. Wir haben ungefähr die Hälfte der Tagestour hinter uns. Nach einer etwas steileren, talwärts gerichteten Passage, geht es nun im leichtem Auf und Ab auf dem Bibelsteig nordwärts. Herrliche Almböden und die ein oder andere Felsrinne möchten überquert werden, bevor nach etwa 5 Stunden das Nachtquartier erreicht ist.

Die Hofpürglhütte begrüßt normalerweise viele Wanderer über den kurzen und einfachen Aufstieg aus Richtung Filzmoos. Und auch zahlreiche Kletterrouten vom 3. bis zum 10. Schwierigkeitsgrad sorgen, neben den vielen alpinen Steigen, für eine gute Auslastung der 100 Schlafmöglichkeit in diesem Basislager unterhalb der Großen Bischofsmütze.

Heute zählen wir gerade einmal 4 weitere Gäste, was diesen ohnehin schon besonderen Tourentag auch besonders ausklingen lässt.

Unser Highlight des 1. Tages
Herbsstimmung an der Hochpürglhütte
Die Übernachtung auf der Hofpürglhütte bei herrlichem Herbstpanorama

Tag 2 führt uns nach Oberösterreich

Von der Bischofsmütze zum Donnerkogel

Der Tag beginnt früh auf der Hofpürgelhütte. Auf den ganz hohen Gipfel liegt frischer Schnee. Immer wieder ziehen leichte Regenschauer durch, unterbrochen von trockenen Abschnitten, in denen man jeden Moment den durch der Sonne durch die Hochnebeldecke erwartet. Nach einem leckeren Frühstück in der warmen Stube der Hütte geht es los. Sowohl der frühe Beginn der Tour, wie auch das herbstliche Wetter, bescheren uns zahlreiche Begleiter auf unseren ersten beiden Tages-Kilometern.

Gemsen. Unzählige Gemsen äsen links und rechts des Weges auf den teils kargen Almböden. Zwar hatten wir bereits am Vortag schon einige der scheuen Tiere gezählt, aber an diesem Tag waren es deutlich mehr. Begeistert von der sonstigen Einsamkeit geht es in Richtung unseres Ziels nach Gosau. Etwa auf der Hälfte der Strecke wartet der anspruchsvollste Teil der Tour. Ein steiler, teils drahtversicherter Abstieg über unzählige Serpentinen.

Steiler Abstieg
Steiler Abstieg

Die Stille ist förmlich greifbar, als wir auf dem darauffolgenden Wiesenweg in Richtung Stuhlalm aufsteigen. Die bewirtschaftete Hütte lassen wir links liegen und wandern mit auffrischendem Wind in Richtung der Gablonzer Hütte. Die Alpenvereinshütte liegt in einem Skigebiet, unweit der Gosaukammbahn. Und obwohl wir am weithin bekannten Klettersteig auf den Donnerkogel vorbeigehen sind wir nahezu alleine. Nur eine Handvoll Wanderer sind uns zwischen der Gablonzer Hütte und der Stuhlalm begegnet.

Den Vorderen Gosaussee erreichen wir am frühen Nachmittag bequem mit der Bergbahn. Im Gasthof Gosausee erwartet uns schon ein warmer Apfelstrudel und ein Haferl Kaffee während wir auf den Bus warten, der uns zu unserer Unterkunft nach Gosau bringt.

Unser Highlight des 2. Tages
Wanderung in Begleitung unzähliger Gemsen
Wanderung in Begleitung unzähliger Gemsen

Tag 3 Waldbaden zwischen Gosau und Bad Goisern

Über das Gebiet der Schartenalm zur Goiserer Hütte

Man könnte meinen, dass uns das regnerische Herbstwetter an diesem Tag aufs Gemüt schlagen wird. Doch weit gefehlt. Im Tourenprofil stehen zwar lediglich ein langer Aufstieg und ein langer Abstieg zu buche. Dazwischen aber wartet eines der schönsten Almgebiete auf uns.

Irgendwie ist Wasser unser steter Begleiter
Irgendwie ist Wasser unser steter Begleiter

Direkt von unserem Nachtquartier in Gosau geht es los. Über einfach Wanderwege beginnt die Tour mehr und mehr zu steigen. Im Aufstieg geht es nahezu durchweg durch den Wald. Das hält einerseits das kühle, feuchte Nass ab, andererseits gibt es bereits hier einige Naturschönheiten zu entdecken. Die Pilze links und rechts des Weges leuchten wie kleine Wegmarkierungen in gelb, rot und weiß. Der Duft des Waldes. Und während wir über den Namen der ein oder andere Pilzart rätseln kommt uns ein einzelner älterer Pilzsammler im dichten Nadelwald entgegen, der uns zur Wahl unserer Tour gratuliert: „…ein herrlicher Weg…“. Es wird die einzige menschliche Begegnung bis zu unserem Zielort Bad Goisern bleiben.

Über die Iglsmoosalm geht es, ein kurzes Stück über einen Forststrasse, weiter nach oben in das Gebiet der Schartenalm. Kurz unter der Goiserer Hütte öffnet sich der Wald. Einige Holzhäuser und zahlreiche alte Mauerreste tauchen in den leichten Nebelfetzen auf. Ein herrliches Fleckchen Erde, das gerade bei den heutigen Wetterverhältnissen eine beeindruckende Szenerie abgibt. Und unweigerlich muss ich beim Anblick der Steinmauern an Hubert von Goiserns Lied „Heast as net…“ denken.

Apropos Goisern. Bad Goisern, unser heutiger Zielort, liebt über 1000 Abstiegsmeter unter uns. Und selten habe ich einen so langen Abstieg so sehr genossen. Griffig, nicht allzu steil und wunderschön zu gehen. Trotz der kaum vorhandenen Aussicht. Und vielleicht gerade weil unsere Sinne nicht auf das weite Panorama gerichtet waren, haben wir noch einen ganz seltenen Bergbewohner bewundern dürfen.

In Bad Goisern angekommen haben wir es uns nach einer ausgiebig warmen Dusche im Café Maislinger, einem dieser typischen österreichischen Kaffeehäuser, so richtig gut gehen lassen.

Unser Highlight des 3. Tages
Das Gebiet der Schartenalm
Das Gebiet der Schartenalm

So geht’s weiter

Dachstein Höhenrundweg Teil 2

In Teil 2 unseres Tourenberichts erfährst Du alles zum 4. und 5. Tourentag. Zum Beispiel wo wir die Sonne doch noch gefunden haben. Außerdem zeigen wir Dir einmalig schöne Bergseen, herrliche Bergunterkünfte, einen mystischen Felsendurchgang und zwei zwingende Einkehrstationen für einen leckeren Kaiserschmarrn.

Darüber hinaus gibt es von uns noch die Info für wen diese Eurohiketour geeignet ist und welche Vorteile man dadurch hat.


Karte zur Tour

Hier findest Du unsere getrackten Routen (also auch unsere Zeiten) auf der Tour, die Du Dir auch als GPX-Daten herunterladen kannst.


Tour selbst wandern
Unsere Tour haben wir mit Unterstützung von Eurohike durchgeführt. Die haben sich neben der Buchung der Hotels auch um den Gepäcktransfer und die Routenbeschreibung gekümmert. Weitere Informationen zur Buchung und den Terminen findest Du hier.


Unsere Unterkünfte an den ersten drei Tourtagen

So unterschiedliche die Unterkünfte auch waren. Vom einfachen Zimmer auf der Hofpürgelhütte, bis zu den liebevoll eingerichteten Räumen im Moserwirt in Bad Goisern; wir haben uns überall einfach nur wohl gefühlt. Vor allem der Saunabereich im COOEE Hotel in Gosau hatte aufgrund des Wetters eine geradezu magische Anziehungskraft auf uns.

Das Wichtigste auf einer solchen Tour aber: gute Betten und gutes Essen! Und das gäbe es über alle Tage der Tour hinweg zu Genüge!


Transparenzhinweis: Dieser Beitrag entstand unter finanzieller Beteiligung in Kooperation mit Eurohike.
Immer wieder neue Touren

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Sportler, Blogger, Content Creator & Autor

Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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