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Via Ferrata Ernesto Che Guevara

Der Klettersteig Via Ferrata Ernesto Che Guevara, nördlich des Gardasees, führt eine fast 1400 Meter hohe Felswand nach oben!

Dieser Klettersteig stand schon sehr lange auf meiner Liste. In diesem Frühsommer war es dann soweit. Genau an meinem Geburtstag! Der Klettersteig ist in der Literatur und der zugehörigen Topo mit der Schwierigkeit C angegeben. Mir kam er leichter vor als erwartet. Das mag vielleicht an der Euphorie liegen. An dem perfekten Tag. Oder einfach nur der Tatsache geschuldet, dass wir schon einige Klettersteige in diesem Jahr hinter uns hatten.

Tolle Eindrücke im Klettersteig
Tolle Eindrücke im Klettersteig

Der Che Guevara Klettersteig ist aber keinesfalls zu unterschätzen. Gerade die Länge des Steigs erfordert Kondition. Außerdem heizt einem die nach Osten ausgerichtete Wand in der Mittagssonne kräftig ein, weshalb genügend Flüssigkeit mit im Gepäck sein sollte. Zudem empfiehlt sich ein früher Einstieg in das Klettersteig-Abenteuer!

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In diesem Beitrag findest Du in erster Linie Bilder zum Steig, aber auch hilfreiche Tipps zum Zustieg und für den Rückweg:

  1. Parken und Zustieg
  2. Der Klettersteig auf den Monte Casale
  3. Die Karte zum Auf- und Abstieg
  4. Abstieg und Rückweg
  5. Die Topo zum Klettersteig Via Ferrata Ernesto Che Guevara

Parkmöglichkeiten und Zustieg

Der Einstieg zum Klettersteig liegt zwischen Trento und Arco. Genauer gesagt in Pietramurata, unweit des Lago di Cavedine. Von Arco kommende befindet sich am Ortsausgang ein großer Kreisverkehr. Links ab geht es in ein Industriegebiet, wo sich auch schon das erste Klettersteig-Schild und der Hinweis auf den Parkplatz befindet. Vom Zustieg-Schild geht es noch ein paar hundert Meter in das Industriegebiet. Dort befinden sich mehrere Parkplätze. Achtung! Einige sind als „privat“ gekennzeichnet.

Nun geht es zu Fuß zurück in Richtung Kreisverkehr und dann über einen Pfad parallel zu einer Schotterstrasse in Richtung der mächtigen Wand, die in der Morgensonne schon zu leuchten beginnt. Wir sind bereits um 6 Uhr losgegangen und haben bis zum Einstieg etwa eine halbe Stunde benötigt.

Die Felswand zum Monte Casale
Die Felswand zum Monte Casale

Der Klettersteig Ernesto Che Guevara

Der gesamte Klettersteig ist großteils mit der Schwierigkeit A und B ausgewiesen. Lediglich zu Beginn und am Ende warten kurze C-Stellen sowie eine mit B/C markierte Stelle im Mittelteil. Es gibt eine Ausstiegsmöglichkeit aus dem Steig kurz nach dem Beginn (siehe Topo).

Im Verlauf des gesamten Steigs gibt es zahlreiche Gehpassagen. Hin und wieder warten in mäßig steilem Gelände auch ein paar kurze Kletterpassagen ohne Sicherung, meist aber mit Eisenbügeln. Die Aussicht vom Steig auf das Tal der Sarca ist einfach atemberaubend, je höher man kommt. Über zahlreiche Platten steigt man die riesige, aus der Entfernung unbezwingbar anmutenden Wand nach oben.

Nach etwa 900 Metern im Fels kommt die kurze B/C-Stelle, bevor es wieder in leichtem Gelände dem Steigbuch entgegen geht. Kurz nach dem Buch gilt es eine große Schotterrinne zu durchqueren. Aus meiner Sicht fast schon die haarigste Angelegenheit auf dem gesamten Klettersteig.

Gehpassage kurz vor dem Finale
Gehpassage kurz vor dem Finale

Anschließend geht es in teils steilem Gehgelände den letzten beiden großen Hürden entgegen. Über zwei steile Stufen (zuletzt ein Rinne) geht es dem finalen Aufstieg zum Monte Casale entgegen. Der letzte Teil führt über Wiesengelände mit einer herrlichen Aussicht nach oben. Wir haben den Ausstieg etwa vier Stunden nach der ersten Sicherung erreicht.

Die Karte zum Klettersteig

Unsere Tour haben wir mit komoot aufgezeichnet. In der Felswand sind durch Unterbrechungen im GPS Signal ein paar Schleifen mehr drin.

Abstieg und Rückweg

Auf dem Monte Casale angekommen zweigt linker Hand ein Pfad zum Rifugio Don Zio ab. Während unserer Tour war das Rifugio geschlossen, was aber bereits beim Zustieg im Industriegelände angeschrieben war.

Von hier aus gibt es verschiedene Abstiegsmöglichkeiten.

Einerseits kann man bereist mit Erreichen des Hochgeländes links zum Sentiero del Rampin gehen und dort sehr steil in teils versichertem Gelände nach Pietramurata absteigen. Vom Rifugio Don Zio führt ein weiterer, dreieinhalb Stunden langer Abstiegsweg (Nummer 427) hinunter nach Sarche und weiter nach Pietramurata. Wenngleich das der empfohlene Abstieg ist, ist dieser, wie auch die Variante über den Sentiero del Rampin, sehr steil und bei Nässe ist dringend Vorsicht geboten!

Wir haben uns für die dritte Variante entschieden. Auf einem breiten Fahrweg, zunächst über Wiesen, dann durch den Wald, sind wir in etwa 3 Stunden in Richtung Comano und weiter nach Terme di Comano abgestiegen. Sicherlich die gelenkschonendste Abstiegsvariante.

Dort angekommen ging es gleich rechts weg entlang der Hauptstrasse zur Bus-Station und der Tourismus-Information. Mit dem Regionalticket für 1€ haben wir dann um 14.37 Uhr den Bus nach Sarche genommen. Der Bus fährt in etwa alle 45-50 Minuten. Leider ist der Anschluss in Sarche nicht so abgestimmt, dass man den nächsten Bus in Richtung Pietramurata erreicht. Daher sind wir an der letzten Haltestelle vor dem Fluss ausgestiegen und von dort über die Weinfelder zu Fuss zurück nach Pietramurata.


Alternativen: Für den Rückweg gibt es noch 2 weitere Alternativen. Entweder, man stellt etwa 20 Minuten unterhalb des Rifugio Don Zio ein Fahrrad am Vortag ab, und rollt dann zurück zum Ausgangspunkt. Oder man wählt die Nummer +39 3779430729 (ist auch am Rifugio angeschlagen) und holt sich ein Taxi. Die Idee mit dem Fahrrad erfordert aber einerseits noch die Bezahlung der Maut für die Auffahrt mit dem Auto, andererseits ist die Fahrt auf der teils sehr schmalen und steilen Forststrasse bei Gegenverkehr sicherlich spannend.


Die Topo zum Klettersteig Via Ferrata Ernesto Che Guevara

Die Topo zu diesem herrlichen Klettersteig findest Du auf via-ferrata.de. Wenn Du wie ich gerne mit Büchern arbeitest und mit deren Hilfe Deine Touren planst, könnte Dich auch mein Buchtipp interessieren.

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