Outdoor-Tipps: Solarpanel für den Rucksack, Solar-Powerbank & Solarstrom für Camping/Vanlife

Solarpanel & Solar-Powerbank. Was funktioniert Outdoor und Off-Road? Und wie? Für eine größere Trekking Tour abseits von Hütten und anderen Unterkünften haben wir uns mit dem Thema Solarstrom auf Wanderungen auseinandergesetzt.

Die Stromversorgung kann auf abgelegenen Touren durchaus ein Thema sein. Dabei meine ich nicht die Antwort auf die Frage, wie man ständig online sein kann! Es geht um ganz praktische Dinge. Um Sicherheit, aber auch um die Frage wie man seine Kamera unterwegs laden kann, wenn mal keine Steckdose griffbereit ist.

Sonnenenergie für Outdoor-Abenteuer nutzen
Sonnenenergie für Outdoor-Abenteuer nutzen

Sucht man nach Lösungsansätzen, kommt man nicht umher sich mit der Nutzung von Sonnenenergie zu beschäftigen. Doch was gibt es da für Möglichkeiten? Wie kann ich während der Tour Geräte laden? Was mache ich wenn die Sonne mal nicht scheint?

Wir haben uns informiertsind auf der Suche nach Lösungen fündig geworden und unsere Antworten auf die Fragen in diesem Beitrag festgehalten.

Diese Antworten findest Du im Beitrag

Solarpanel Sunnybag Leaf Pro für den Rucksack

Nach einiger Recherche-Arbeit, und auch auf Basis von Antworten aus unserer Community, haben wir uns für das Solarpanel Sunnybag Leaf Pro entschieden.

Das Sunnybag Solarpanel mit Ladeindikator
Das Sunnybag Solarpanel mit Ladeindikator

Das Panel ist flexibel und kann u.a. mit Klettverschlüssen und auch kleinen integrierten Haken am Rucksack befestigt werden. Somit können wir auch während unserer Tour Sonnenenergie einfangen und die in Powerbanks zwischenspeichern.

Was uns wichtig war: das Solarpanel ist wasserdicht, kratz- und stoßfest, was für unser geplantes Trebkking große Bedeutung hat.

Laut Hersteller ist es mit 7,5 Watt Leistung das aktuell stärkste flexible Outdoor-Solar-Ladegerät der Welt. Zudem sind die Maße (24,5 x 28,5x 0,25 cm) und das Gewicht (349 Gramm) des Panels überschaubar und somit ist es gut für den Transport geeignet.

Sonnenenergie für später speichern

Passend dazu haben wir die zugehörige Powerbank von Sunnybag bestellt.

Die gibt es auch mit Wireless-Charge. Aber da das Laden von Smartphones nicht unser primäres Ziel ist, haben wir uns für die leichtere Version (Maße 9 x 6 x 2,2 cm bei 190 Gramm) entschieden.

Unsere verfügt über eine Kapazität 10.000 Milli-Ampere-Stunden (mAh), wird über das Solarpanel aufgeladen und kann auch gleichzeitig Strom abgeben. Das Model verfügt über einen USB-C-Eingang und einen USB-Ausgang.

Also zwischen Solarpanel und Gerät geschalten werden. Wichtig aber: wir können während unserer Tour Sonnenenergie einfangen und für später speichern.

 

Wie schnell lädt das Solarpanel eine Powerbank oder ein Smartphone?

Die Antwort auf diese Frage: »Es kommt darauf an«. Die Ladegeschwindigkeit ist von einigen Faktoren abhängig. Wie kräftig scheint die Sonne? Wie ist das Solarpanel zur Sonne ausgerichtet? Wie voll oder leer ist das Smartphone? Daher lässt sich das nicht so einfach beantworten.

Fakt ist, dass das Sunnybag Solarpanel auch bei schlechteren Bedingungen und auch bei künstlichem Licht Ladestrom erzeugt. Angezeigt wird das über eine kleine Indikator-LED. Die soll generell Auskunft über die erzeugte Energiemenge in Ampere (A) und somit über die Ladegeschwindigkeit geben.

  • Bei unter 0,5 A leuchtet die LED rot was einer Ladedauer von mehr als 5 Stunden für ein Smartphone gleichkommen soll.
  • Bei über 0,5 A, also bei größerer Sonneneinstrahlung, leuchtet die LED grün (ca. 3 Stunden Ladezeit).
  • Blau bedeutet dass eine Energie von mehr als 0,8 A erzeugt wird (ca. 2 Stunden Ladezeit).

Dabei muss man aber berücksichtigen, dass die Akkukapazität des Smartphones eine große Rolle spielt! Dazu aber später mehr.

Solar-Powerbank für die Outdoor-Versorgung

In Ergänzung zu dem Sunnybag-Set haben wir uns auch eine Powerbank mit Solarzellen angeschafft. Im Vergleich lädt diese sehr viel langsamer und funktioniert zum Beispiel auch nicht bei künstlichem Licht.

Für unsere Tour ist die über 26.000 mAh starke Powerbank aber als Ersatz gedacht. Und sie lässt sich auch in Verbindung mit dem Solarpanel von Sunnybag laden. Somit können wir einfach noch mehr Energie Zwischenspeichern.

Die Tatsache dass die Powerbank eine integrierte Taschenlampe hat, die auch im „SOS-Rhythmus“ blinken kann ist eher Nebensache. Der „Preis“ in Sachen Gewicht: satte 470 Gramm. Die Powerbank verfügt über 2x USB-A-Anschlüsse und 1x USB-C-Anschluss.

Wie oft kann ich ein Smartphone mit einer Powerbank laden?

Die Anzahl der Ladevorgänge hängt einerseits von der Akku-Kapazität Deines Smartphones und andererseits von der Kapazität der Powerbank ab.

Grundsätzlich kann man die Anzahl möglichen Ladevorgänge ermitteln, indem man die Akkukapazität der Powerbank durch die des Smartphone teilt. Die Kapazität wird dabei in Milli-Ampere-Stunden (mAh) angegeben. Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Geräte, die man mit einer Powerbank laden möchte. In dieser Formel geht man natürlich davon aus, dass die Powerbank komplett geladen und das zu ladende Gerät leer ist.

Kapazität der Powerbank / Kapazität Smartphone = Anzahl Ladungen

In der Praxis spielen aber auch noch Umwelteinflüsse wie die Umgebungstemperatur und die sogenannte Wärmeenergie eine Rolle. Diese entsteht wenn man ein Smartphone lädt und geht somit verloren. Außerdem sollte man daran denken, dass Akkus mit zunehmendem Alter (Anzahl der Ladevorgänge, etc.) an Leistung verlieren. Und auch der Betrieb des Smartphones, wenn man zum Beispiel Fotos während der Ladevorgänge bearbeitet, sorgt für zusätzlichen Strombedarf.

Für eine Powerbank mit einer Kapazität von 10.000 mAh und einem iPhone 12, das mit einem 2.815 mAh-Akku ausgestattet ist, ergibt sich somit folgende Formel:

10.000 mAh / 2.815 mAh = 3,5 Ladungen

Berücksichtigt man die genannte Verlustleistung kann man von 3 Ladevorgängen ausgehen, die mit einer Powerbank dieser Größe durchgeführt werden können.

Warum auf längeren Touren, abseits der bekannten Wege Solarstrom wichtig ist?

Es geht nicht primär darum immer online zu sein. Zugegeben. Für den ein oder anderen ist das ein wichtiger Aspekt. Ich persönlich freue mich, wenn ich unterwegs nicht erreichbar sein darf.

Aber es gibt natürlich zwei weitere Punkte in dieser Betrachtung. Einerseits ist es durchaus von Vorteil, wenn man auf Mehrtages-Touren ohne die Übernachtung in einer festen Unterkunft, seine Kamera zwischendurch laden kann.

Und andererseits stellt ein funktionsfähiges und somit geladenes Smartphone auch einen wichtigen Sicherheitsaspekt dar. Nur so kann man im Fall der Fälle einen Notruf absetzen und Hilfe holen. Das gilt natürlich nur dann, wenn man Empfang hat.


Tipp wenn es kein Mobilfunknetz gibt
Für Abenteuer und Expeditionen außerhalb der Reichweite eines Mobilfunknetzes gibt es übrigens GPS-Systeme die weltweit funktionieren.

Über Systeme wie den Inreach Mini von Garmin kann man einerseits Notrufe absetzen, aber auch kurze Nachrichten versendet. Allerdings benötigt man für den Betrieb zusätzlich zum Gerät einen Vertrag, zumindest für die Dauer der Unternehmung.

Angebot
Garmin InReach Mini – kompaktes Satelliten-Kommunikationsgerät mit globaler Iridium Satellitenabdeckung für weltweite Zweiwege-Kommunikation. Robustes Design, bis zu 90 Std. Akkulaufzeit, wasserdicht
  • KOMPAKTES SATELLITEN-KOMMUNIKATIONSGERÄT: Das 100g leichte und ca. 10 x 5 x 2,5 cm kleine InReach Mini ermöglicht Ihnen dank 100%iger globaler Iridium Satellitenabdeckung weltweite Zweiwege-Kommunikation. Auch in abgelegenen Gegenden ohne Mobilfunknetz
  • ZUVERLÄSSIG UND ROBUST: Dieser smarte Begleiter kann Leben retten und ist zugleich äußerst robust, stoßfest (MIL-STD-810F) und wasserdicht gemäß IPX7. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 90 Stunden im Trackingmodus lässt es Sie nicht im Stich
  • INTERAKTIVES SOS: Bei einem Notfall in abgelegenem Gelände ohne Mobilfunknetz können Sie einen SOS-Notruf auslösen. Die rund um die Uhr besetzte Garmin IERCC Notrufzentrale benachrichtigt Rettungsdienste in Ihrer Nähe, ortet den GPS-Standort und bleibt mit Ihnen in Kontakt, bis Hilfe eintrifft
  • WELTWEITE NAVIGATION: Profitieren Sie mit der Earthmate-App von weiteren Möglichkeiten, wie zusätzlichen Karten und Luftbildaufnahmen. Über die kostenlose App können Sie das inReach Mini mit kompatiblen Mobilgeräten synchronisieren, um Karten und Luftaufnahmen zu bekommen
  • WETTERVORHERSAGEN: Auch ohne Mobilfunkempfang können Sie regelmäßig überprüfen, ob das Wetter für den Rest der Tour halten wird oder ob Sie Ihre Pläne ändern müssen. So können Sie gefährliche Bedingungen meiden und erreichen sicher Ihr Ziel

Darf's ein wenig größer sein?

Solarstrom für Camping & Vanlife

Beim Touren mit dem Camper oder dem Van muss man sich, zumindest während der Fahrt, recht wenig Gedanken über das Thema Strom machen. Und auch auf Campingplätzen gibt es genug Möglichkeiten.

Wer unterwegs arbeiten muss und die Möglichkeit dazu hat, der baut sich vielleicht auch ein Solarpanel auf das Dach, damit er während der Standzeit mit Strom versorgt ist, ohne einen Motor laufen zu lassen oder die Batterie quälen zu müssen.

Wir haben uns für eine etwas andere Lösung entschieden. Die EcoFlow River Max Batterie*. Die erlaubt es uns auch einigermaßen mobil und unabhängig von unserem Bus selbst und einer Stromversorgung vor Ort zu sein. Eine tragbare Batterie von EcoFlow mit zahlreichen Anschlüssen für Laptop, USB-Geräte, normale Geräte und Co. Wenngleich man nicht mal schnell mit der Batterie ein paar Kilometer zu Fuß geht… Neben unserem Arbeitsgerät versorgen wir damit auch unsere Kühlbox mit Strom.

Mobile Energieversorgung - die EcoFlow River MAX - passend dazu gibt es auch Solarpanele
Mobile Energieversorgung – die EcoFlow River MAX – passend dazu gibt es auch Solarpanele

Aufgeladen wird das System entweder während der Fahrt über die Lichtmaschine, oder über ein (optionales) faltbares Solarpanel, das auch standalone für das Auflaufen von USB-Geräten funktioniert.

EcoFlow bietet auch noch größere Batterien mit mehr Ausgangsleistung als die EcoFlow Max (600 W bei 576 kWh) an.

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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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