Nach einer längeren Bergsaison, mit Skitouren, ein paar technischen Trailruns und ein einigen unsanften Bodenkontakten, wurde mir wieder einmal bewusst, wie entscheidend Koordination und sensomotorisches Training für meinen Sport sind. Nicht nur zur Leistungssteigerung.
Zum Thema Regeneration nach dem Sport, mit entsprechenden Übungen und der passenden Ernährung, habe ich schon den ein oder anderen Erfahrungsbericht verfasst. Jetzt habe ich was Neues entdeckt: das SENSOBOARD. Und das setzt auch, aber nicht nur nach dem Training an. Der Fokus beim SENSOBOARD liegt auf „Stabilität“. Stabilität schützt nicht nur vor Verletzungen, sondern optimiert auch Deine Leistungsfähigkeit in vielfältiger Hinsicht.
Stabilität holst Du Dir nicht auf der Tour, sondern im Training davor. Gerade um nach Verletzungen wieder sauber zurückzukommen, sind Stabi-Training und die Verbesserung sensomotorischer Fähigkeiten wichtig. Und genau hier setzt das SENSOBOARD an. Wir haben das neue SENSOBOARD Pro sowie das Prinzip hinter dem System einmal genauer unter die Lupe genommen. Ein Praxis-Test mit Blick auf Leistungsfähigkeit und Reha.

Was ist das SENSOBOARD?
Das SENSOBOARD ist ein dynamisches Balanceboard mit einer elastisch gelagerten Standfläche. Beim Board sorgen acht Gummizüge für eine bewusste dreidimensionale Instabilität. Beim neuen SENSOBOARD Lite ist das Trainingsgerät mit rund 6 Kilogramm Gewicht etwas kompakter und leichter. Allerdings ist auch das Gewicht des Trainierenden entscheidend. Daher kam bei mir nur die Pro-Version für den Test infrage.

Optional kannst Du über einen Bewegungssensor das Training per App dokumentieren. Übungen können angeleitet durchgeführt oder sogar das Training als Multiplayer-Spiel spielerisch umgesetzt werden. Dazu setzt Du lediglich ein kleines Kästchen in der Mitte des Boards ein, das die Bewegung und somit Deinen Fortschritt auf dem Board mißt und dokumentiert.
Warum die motorische Koordination so wichtig ist
Nicht nur der Bergsport lebt von feinen Bewegungen. Auch die Basis anderer Sportarten basieren auf sensomotorischen Grundfähigkeiten:
- der sicherer Tritt auf schmalem Grat bei Bergtouren
- die Stabilität in den Fußgelenken und den Beinen beim Skifahren
- die kontrollierte Bewegung beim Mountainbike-Downhill oder auf schmalem Train im Uphill


Das Training auf dem SENSOBOARD kann verschiedenste Muskelgruppen optimieren und fördern:
- Tiefenmuskulatur
- Rumpfstabilität
- intramuskuläre Koordination
- Gleichgewichtssinn
- Reaktionsfähigkeit
Das Training fühlt sich zunächst wenig spielerisch an. Zu Beginn ist es durchaus harte Arbeit und schnell wird einem klar, wie gut oder eben weniger gut die eigene Feinmotorik ausgebildet ist. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die „bewusste Instabilität“ des Boards und merkt vor allen Dingen wie intensiv das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur gefordert wird. Und wenn Du Dich daran gewöhnt hast, macht das Training von Mal zu Mal mehr Spaß.

Apropos Nervensystem, Muskeln & Regeneration
Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen für aktive Menschen. Das habe ich in dem ein oder anderen Blogbeitrag schon einmal genauer beleuchtet.
Grundsätzlich unterstützt Magnesium die normale Muskelfunktion und spielt sowohl bei der Muskelanspannung als auch bei der anschließenden Entspannung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig trägt Magnesium zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und hilft dabei, Müdigkeit und Ermüdung zu reduzieren.
Auch für das Nervensystem übernimmt Magnesium wichtige Aufgaben. Es unterstützt die normale Funktion von Nerven und Psyche und trägt dazu bei, das Elektrolytgleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten. Gerade bei sportlicher Belastung, längeren Wanderungen, Bergtouren oder intensiven Trainingseinheiten kann eine ausreichende Magnesiumversorgung deshalb sinnvoll sein. Und natürlich auch bei der Regeneration!

Nach langen Tagen in den Bergen, aber auch beim Training und zur Unterstützung in der Regeneration sind Muskeln und Nervensystem besonders gefordert. Eine gute Versorgung mit Magnesium kann Die dabei helfen, Deinen Körper bei seinen natürlichen Regenerationsprozessen zu unterstützen.
Dabei handelt es sich um eine organische Magnesiumverbindung, bei der das Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden ist. Diese spezielle Chelat-Struktur sorgt dafür, dass das Magnesium besonders gut aufgenommen werden kann und gleichzeitig als sehr magenfreundlich gilt. Da Magnesiumbisglycinat vom Körper ähnlich wie eine Aminosäure aufgenommen wird, muss es sich zudem weniger mit anderen Mineralstoffen um die Aufnahme im Darm konkurrieren.
Gerade für Menschen mit empfindlichem Magen oder einer sensiblen Verdauung kann dies ein entscheidender Vorteil sein.
Trainingseffekt im Praxistest
Im Test zeigt sich schnell, wie das SENSOBOARD deutlich mehr Muskelgruppen anspricht wie Du sie im Vergleich zu klassischen Stabilisationsübungen auf der Matte erreichst.

Was auf einer stabilen Matte noch kontrolliert und stabil wirkt, verändert sich auf dem Board spürbar. Da werden Plank-Varianten plötzlich zur echten Herausforderung, weil jede kleine Gewichtsverlagerung sofort ausgeglichen werden muss. Ein Einbeinstand (der hat bei mir zu Beginn gar nicht funktioniert und mit dem hadere ich aktuell auch noch) entwickelt sich zur intensiven Koordinationsprüfung, bei der selbst kleinste Bewegungen im Sprunggelenk oder der Hüfte gefordert sind.

Und selbst klassische Kniebeugen sprechen auf einmal Muskeln an, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie für diese Übung benötige. Da geht es nicht mehr nur um die Beinmuskulatur, sondern auch Rumpf, Tiefenmuskulatur und das Zusammenspiel aller Beteiligten zur Stabilität.
Was ich als Erfahrung aus der Praxis aber noch hinzufügen muss ist, dass das Board aufgrund der acht verbauten Gummizüge nicht einfach abrupt wegkippt. Es arbeitet eher fließend und elastisch. Dadurch entsteht ein dynamisches, kontrollierbares Training und kein unkontrolliertes Wackeln wie das manchmal auf einfachen Balancepads der Fall ist. Das Gefühl erinnert ein wenig an Surfen oder Skateboarden erinnern. Wohingegen ich bei diesen beiden Sportarten nicht immer auf dem Board stand.

Das SENSOBOARD & Reha
Besonders spannend wird das Sensoboard für mich im Kontext von Rehabilitation und der Rückkehr nach Verletzungen. Nach einem Bänderriss im Sprunggelenk oder Knieproblemen ist es entscheidend, das neuromuskuläre Zusammenspiel wieder aufzubauen. Glücklicherweise lag eine solch starke Verletzung bei mir aktuell nicht vor. Aber ich verspüre seit einigen Monate immer wieder Probleme im rechten Sprunggelenk. Von meiner Neigung, beim Trailrun „umzuknöcheln“ ganz zu schweigen.
Im Bereich der Reha und auch der Stabilisierung bietet das Sensoboard aus meiner Sicht gleich mehrere Vorteile:
Gerade nach Sprunggelenksverletzungen oder Knieproblemen ist sensomotorisches Training entscheidend um Rückfälle zu vermeiden oder um die Stabilität der betroffenen Körperteile wieder herzustellen. Das Sensoboard kann daher nicht nur im täglichen Athletiktraining, sondern auch in der Regeneration und Reha eingesetzt werden.
Smart & spielerisch
Die Integration von Bobo, einem Bewegungssensor, gibt Dir im Training noch mehr direktes Feedback.
Der kleine Sensor ist optional erhältlich und verschwindet einfach in einer Vertiefung auf dem Board. Er misst die Bewegung des Boards und zeigt somit Deine Position auf dem Sensoboard.
- Trainingsanalyse per App hinsichtlich Stabilität und Dynamik
- kurze, geführte Workouts von nur wenigen Minuten
- spielerisches Koordinationstraining
- Multiplayer-Gaming mit bis zu vier Personen – also noch mehr spielerisches Training, wie zum Beispiel Snowboardfahren
Gerade im Reha-Setting oder für Einsteiger ist eine digitale Rückmeldung und eine Analyse bzw. Fortschrittsanzeige motivierend
Für wen eignet sich das Sensoboard?
Meiner Meinung nach ist das Board für nahezu jeden Sportler geeignet, der sich in Sachen Koordination und Stabilität verbessern möchte. Und zwar sowohl nach einer Verletzung, wie auch zur Vorsorge und als ergänzendes Training.
Für mich weiterer Pluspunkt des SENSOBOARD: durch die geringe Standfläche passt das Board ins Wohnzimmer oder auch ins Büro und lässt sich platzsparend im Schrank verstauen.

Mein Fazit zum Sensoboard
Die eigene Koordination ist nicht immer so, wie man sie zunächst einschätzt. Aber sie ist definitiv trainierbar. Stabilität auch. In beiden Fällen hat mir das Sensoboard gezeigt, wie weit meine eigene Einschätzung und die Realität doch auseinanderliegen. Aber genau das war auch der Ausgangspunkt zur Motivation besser zu werden.
Das Sensoboard verbindet funktionelles Training mit einem hohen Spaßfaktor. Es fordert, ohne zu überfordern. Es stabilisiert und fördert motorische Fähigkeiten, ohne dabe monotone auf Übungen zurückzugreifen. Es funktioniert eher spielerisch.
Besonders überzeugt hat mich aber der Reha-Aspekt: Wer nach einer Verletzung wieder Vertrauen in sein Gelenk aufbauen will, findet im Sensoboard ein effektives und sinnvolles Trainingsgerät. Wobei ich ungeachtet des spielerischen Einsatzes bei schwerwiegenden Strukturproblemen, sei es bei Gelenken oder bestimmten Muskelpartien, immer vorab mit einem Arzt oder Physiotherapeuten sprechen würde.

