Wandern macht glücklich - im Herbst unterwegs im Biosphärenpark Kärntner Nockberge

Wanderung auf der Biosphärenpark-Runde in den Kärntner Nockbergen

Die Nockberge Biosphärenpark-Runde beginnt an der Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach. Die etwa 3 Stunden lange Runde gibt einen tollen Einblick in das Naturschutzgebiet und die sanften Formationen der Nockberge.

Leichter Schneegriesel und ein kühler Wind. Dazu immer wieder kleinere Nebelschwaden. Eine einmalig schöne Kulisse für die herrliche Landschaft der Kärntner Nockberge. Mit ihren sanften Bergkuppen, die an diesem Tag leicht gezuckert über der bunten Landschaft schweben.

Es war der gefühlt erste richtige Herbsttag als wir uns vom Ausgangspunkt der Tour, der Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach, auf diese gut 8 Kilometer lange Runde aufgemacht haben.

Auf der Biosphärenpark-Runde, unten die Oswalder Bockhütte, eine der Einkehrmöglichkeiten entlang der Wanderung
Auf der Biosphärenpark-Runde, unten die Oswalder Bockhütte, eine der Einkehrmöglichkeiten entlang der Wanderung

Bis ganz hinauf auf die Nocken geht es bei dieser Wanderung nicht. Wenngleich sich mit dem Mallnock, dem Kleinen Pfannnock oder dem Arkerkopf auch noch zwei, drei Gipfel in die einbauen ließen.

Aber auch ohne diese Gipfel geht es immerhin um die 400 Höhenmeter bergauf und bergab.

Die Wanderung durch die Kärntner Nockberge beginnt

Von der Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach geht es zunächst ebenerdig nach Norden in Richtung der ausgeschilderten St. Oswald Bockhütte. Nach ein paar hundert Metern führt der breite Wirtschaftsweg links ab zur Hütte. Rechts beginnt der Zustieg in Richtung Mallnock und die markante blauen Markierungen mit der Aufschrift »Nockberge Biosphärenpark-Runde« weisen den weiteren Wegverlauf.

Ohnehin ist der Weg, wie auch die weiteren Themenwege der Region, sehr gut beschildert.

Herbststimmung unterhalb des Mallnock
Herbststimmung unterhalb des Mallnock, Blick zurück zur Bergstation

Wir sind die Runde entgegen dem Uhrzeigersinn gegangen. Also zunächst an dieser Gabelung rechts ab. Aber auch in der umgekehrten Richtung lässt sich die Tour bestreiten. In diesem Fall kommen die Einkehrmöglichkeiten im ersten Teil der Tour.

Der Weg steigt nun nicht steil aber stetig in Richtung des markanten Mallnock an. Kurz nach der 2000-Meter-Marke kann man entweder einen Abstecher auf den 2226 Meter hohen Gipfel machen, oder man folgt weiter der türkis-blauen Beschilderung.

Auf der Biosphärenpark-Runde, rechts der Mallnock, links der Pfannnock und davor der Kleine Pfannnock
Auf der Biosphärenpark-Runde, rechts der Mallnock, links der Pfannnock und davor der Kleine Pfannnock

Von dem bisher breiten Rücken der Brunnachhöhe geht es auf einen schmäleren Pfad der, ohne großen Höhenunterschied, unterhalb des Mallnock in Richtung Oberer Bock-Sattel führt. Hier ist in nördlicher Richtung die tiefer gelegene Nockalmstrasse zu erkennen.

Im Wechsel der Jahreszeiten - Herbst-Wandern in den Nockbergen
Im Wechsel der Jahreszeiten – Herbst-Wandern in den Nockbergen

Auf der Biosphärenpark-Runde

Im Bereich der sogenannten »Roten Burg« geht es über eine kleine Geländekuppe kurz bergauf, bevor die Tour zum Unteren Oswalder-Bock-Sattel abfällt.

Bald darauf steigt der nun schmäler und felsiger werdende Pfad in Richtung »Schwarze Burg« an. Zahlreiche dichte Latschen säumen den Weg bis hinauf zum Pfannocksee. Der liegt auf 2060 Metern Höhe unterhalb des gleichnamigen Nockberge-Gipfel und beheimatet im Sommer ausgedehnte Wollgrasflächen und eine kleine Moorlandschaft.

Aufstieg zum Pfannocksee
Aufstieg zum Pfannnocksee
Am Pfannocksee
Am Pfannocksee

Historischer Bergbau
Freunde der Geologie können im Gebiet der »Roten Burg« Eisenerz, Magnesit, Anthrazit oder Granate finden.

Ein Kalk- und Dolomitgesteinszug durchzieht hier die Landschaft. Wo er mit dem Urgestein zusammentrifft, sind zahlreiche Rohstoffvorkommen vorhanden. Vereinzelt lassen sich auch noch Spuren des historischen Bergbaues in der Landschaft erkennen.


Ab dem Bergsee sind es nur noch wenige Höhenmeter, bevor der Bergpfad wieder leicht um Arkersattel abfällt. Am Kreuzungspunkt zwischen Arkerkopf und Erlacher Bockhütte geht es kurze Zeit steiler linker Hand hinunter in das Geboiet der Oswalder Bockhütte.

Die bewirtschaftete Hütte ist nach der Querung eines Bachlaufs und einem kurzen Gegenanstieg erreicht.

Die herbstlich-sanfte Landschaft des Biosphärenpark Kärntner Nockberge
Die herbstlich-sanfte Landschaft des Biosphärenpark Kärntner Nockberge, Blick vom Abstieg beim Arkersattel in Richtung Oswalder-Bock-Sattel
An der Oswalder Bockkhütte
An der Oswalder Bockkhütte

Direkt an der Hütte beginnt der breite Fahrweg, den wir zu Beginn der Tour verlassen haben. Der führt noch einige Höhenmeter bergauf, bevor er wieder ebenerdig die Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach erreicht.


Was ist ein UNESCO Biosphärenpark?*

UNESCO-Biosphärenparks sind international repräsentative Land-, Wasser- oder Küstenregionen, in denen nachhaltige Entwicklung gelebt wird.

Die ausgezeichneten Gebiete stehen für ein Zusammenleben von Mensch und Natur. Sie sind Freiluftlabore, um innovative Methoden zu testen und zu veranschaulichen, wie Natur und menschliche Nutzung durch optimales Management in Einklang gebracht werden können.

Sie erfüllen 3 grundlegende Funktionen: Schutz und Entwicklung durch die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher Regionalentwicklung sowie der Aufbau eines internationalen Netzwerks für Forschung, Monitoring und Ausbildung im Umweltbereich. Weltweit gibt es rund 686 als Biosphärenparks ausgezeichnete 686 Gebiete in 122 Ländern.

In Österreich gibt es derzeit vier Biosphärenparks. Der »Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge« ist seit 2012 einer davon.

Die hier beschriebene Tour gibt einen sehr guten EInblick in den Naturpark und zeigt das Naturschutzgebiet auf alles in allem einfachen Wegen von seiner schönsten Seite.

*Quelle: unesco.at

Karte zur Tour

 

Tipps & Infos rund um diese Tour in den Nockbergen

Bergbahn
Das Bergbahnticket erhältst Du direkt an der Biosphärenparkbahn Brunnach.

Sofern Du eine Unterkunft gebucht hast, frag nach der Kärnten Card. Diese zusätzliche Gästekarte beinhaltet zahlreiche Vergünstigungen, wie die kostenfreie Nutzung der Bergbahnen. Unsere Unterkunft, das Hotel GUT Trattlerhof, hat diese Karte inklusiv zur Übernachtung angeboten.


Einkehrmöglichkeiten
Einkehrmöglichkeiten gibt’s an der Bergstation der Brunnach-Bergbahn und der St. Oswalder Bockhütte. Wenn Du mit dem Uhrzeigersinn gehts, erreichst Du die Hütte bereits nach 45 Minuten.

Über einen kurzen Abstecher unterhalb des Arkersattel ist auch die Erlacher Bockhütte schnell erreicht.


Weitere Themenwanderwege
Es gibt übrigens neben der Biosphärenparkrunde 5 weitere Themenwege rund um Bad Kleinkirchheim. Einen davon, die Kirchheimer Talrunde, haben wir während unseres Aufenthalts ebenfalls besucht.

Und von Feld am See sind wir mit dem Mountainbike bis zur Feldpannalm-Runde gefahren, dann allerdings auf den längsten Flow Trail Europas nach Bad Kleinkirchheim eingebogen.


Anreise mit dem PKW

Die Anreise nach Bad Kleinkirchheim erfolgt von Salzburg kommend über die Tauernautobahn (A10) bis nach Spittal an der Drau und von dort über die B98 zum Millstätter See und weiter nach Bad Kleinkirchheim.

Alternativ kannst Du, von Tirol kommend, auch über die ganzjährig geöffnete Felbertauernstrasse nach Matrei in Osttirol und weiter nach Lienz (B108) fahren. Von dort weiter auf der B100 in Richtung Spittal an der Drau und bei Radenthein links ab nach Bad Kleinkirchheim.

In der Ortsmitte von Bad Kleinkirchheim, zwischen den beiden Thermen geht es dann beschildert links ab in Richtung St. Oswald.

An der Talstation der Biosphärenparkbahn Brunnach stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.


Anreise mit dem Zug und den öffentlichen Verkehrsmitteln

Nachhaltig und klimaschonend geht’s mit der Bahn bis nach Spittal an der Drau oder Villach. Vom Bahnhof Spittal/Millstätter See kannst Du 365 Tage im Jahr den Bahnhofshuttle online buchen, der Dich direkt zu Deiner Unterkunft bringt. Außerdem fahren von beiden Bahnhöfen regelmäßig Linienbusse ins etwa 30 Kilometer entfernte Bad Kleinkirchheim.

Am Urlaubsort gibt es dann, neben den Regionalbussen, auch noch die Möglichkeit des »Nockmobil«. Ein Sammeltaxi, mit dem man vor Ort auch ohne Auto flexibel bleibt.


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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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