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Wandern mit dem Hund – Tipps und Tricks

Veröffentlicht in: Aktuell, Blog, Ratgeber | 2

Wandern mit Hund ist eine wirklich tolle Sache. Wir waren schon einige Male mit unserem „Pflege-Hund“ auf Tour. Meist waren das Halbtages- oder Tagestouren in relativ einfachem Gelände. Auch wenn unser „Lizzard“ aufs Wort hört und nicht von unserer Seite weicht, so ist man dennoch irgendwie wachsamer und konzentrierter wie auf Wanderungen ohne Hund. 

 

Auf den Hund gekommen…

Im Herbst ist es wieder soweit. Da haben wir „unseres“ wuscheligen Border-Collie  wieder zu Besuch. Und weil wir im Thema „Wandertouren mit Hund“ keine wirkliche Experten sind, und natürlich auch nichts falsch machen möchten, haben wir uns mal Experten-Rat eingeholt. Und weil wir sicher nicht die einzigen sind, denen es so geht, gibt es die wichtigsten Tipps in diesem Gastbeitrag der Futtergrube.

Das liest Du in diesem Gastbeitrag

  1. Richtig ausgerüstet sein für Mensch und Tier
  2. Komfort für den Hund – gerade beim Tragegeschirr
  3. Vorausschauend wandern und Vorsicht bei Begegnungen mit Kühen
  4. Rücksicht nehmen und die Routenwahl anpassen
  5. Der Spaß steht an erster Stelle


Tipp 1: Immer alles dabei haben

Für Menschen gehören Wasserflasche, Snacks, Sonnencreme & Co. in jeden Wanderrucksack. Aber auch die Begleitung braucht seine eigene Ausrüstung:

Wasser, Wasser und noch mehr Wasser
Viel Bewegung – insbesondere bei warmen Temperaturen – macht Deinen Hund durstig. Verlasse Dich nicht (nur) auf Wasserquellen unterwegs. Diese könnten unter Umständen für Deinen Hund ungeeignet sein. Zum Beispiel ist das Trinken aus einem reißenden Bach zu gefährlich.
Futter und Napf
Nimm ebenso etwas Futter als Belohnung am Berggipfel oder Stärkung zwischendurch mit. Bestimmte Beeren dürfen von Hunden gegessen werden und dienen somit als Snack für Mensch und Tier. Achte stets darauf, dass Dein Hund nichts Giftiges frisst – am Wegrand wartet so manch eine interessante Pflanze.
Extra Handtuch
Um zu vermeiden, dass sich Dein Hund nach einem kurzen Tauchgang in einem Bergsee durch den Wind verkühlt, solltest Du ein extra Handtuch mitführen. Sehr gut eignen sich Mikrofaserhandtücher, da sie besonders leicht und platzsparend sind.
Erste-Hilfe-Set
VerletzungenundSchnittwunden an den Pfoten können leider immer einmal vorkommen. Für eine schnelle Versorgung brauchst Du in so einem Fall Desinfektionsmittel, das wichtigste Verbandsmaterial und eine Pinzette. In der Zeckensaison empfiehlt sich zudem das Mitnehmen einer Zeckenzange.

Leichte Hundedecke
Bei längeren Wanderungen und hochgelegenen Wegen kann es ganz schön kühl werden.


Tipp 2: Sorge für ausreichend Komfort für den Hund

Der Tragekomfort von Geschirr und Leine hat oberste Priorität – vor allem dann, wenn Du längere Unternehmungen planst. Im schlimmsten Fall trägt Dein Hund nämlich Verletzungen an Hals und Oberkbörper davon. Lege daher ein besonders genaues Auge auf die Wahl des Tragegeschirrs.

Was die Leine betrifft, ist die Flexileine der klassischen Schleppleine vorzuziehen. Zweitere neigt nämlich dazu, sich zu verheddern und liegt auf Dauer unangenehm in der Hand. Als komfortabelste Möglichkeit für Hund und Mensch bietet sich ein Hüftgurt mit integrierter Leine an. Dadurch hast Du beide Hände frei, kannst Dich bei Bedarf abstützen oder Wanderstöcke benutzen. Gleichzeitig ist Dein Hund sicher, da Du ihn im Fall des Falles mit Deinem ganzen Körper und nicht nur mit der Hand trägst.

Mit Leine und Hüftgurt hat man die Hände frei
Mit Leine und Hüftgurt hat man die Hände frei


Tipp 3: Vorausschauend wandern

Wandern mit Hund bedeutet doppelt so viel Verantwortung. Du bist ja nicht alleine unterwegs! Auf Gefahrenstellen wie Straßen, Bachüberquerungen oder Engstellen solltest Du Dich daher rechtzeitig vorbereiten. Wichtig ist, dass Dein Hund Dir gehorcht und sich selbst von Wildtieren nicht vom Weg abbringen lässt.

Bei der Durchquerung von Weidefeldern gilt besondere Vorsicht! Speziell im Frühjahr sind Mutterkühe sehr darauf bedacht ihre Kälber vor eventuellen Gefahrenquellen zu schützen. Freilaufende Hunde stellen in ihren Augen häufig eine solche Gefahrenquelle dar. Und auch das Jungvieh auf den Alpweisen ist sehr neugierig!  Aus diesem Grund solltest Du Dir die folgenden Tipps unbedingt zu Herzen nehmen, um euch beide zu schützen:

Kuhherden oder auch einzelne Kühe großräumig umwandern
is das nicht möglich, den Hund an kurzer Leine halten und in flottem Tempo an den Kühen vorbeiziehen
nicht rennen und die Mutterkühe genau im Blick behalten
falls eine Kuh angreift, den Hund sofort von der Leine nehmen und zügig die Weidefläche verlassen!
Besondere Vorsicht gilt beim Queren von Weideflächen mit Hunden
Besondere Vorsicht gilt beim Queren von Weideflächen mit Hunden


Tipp 4: Route an Mensch und Tier anpassen

Als Gipfelstürmer möchte man die schönste Aussicht genießen, am liebsten vom höchsten Berg. Doch den Aussichtspunkt erreichst Du erst nach Bestreiten eines anstrengenden Wanderweges. Keiner hat etwas davon, wenn Du und Dein Hund in der Mitte des Weges umkehren müsst, weil es für einen oder gleich beide zu viel des Guten war.

Nicht jeder Hund ist fürs Wandern gemacht. Darüber hinaus braucht Dein Hund – genauso wie Du – eine gewisse Kondition. Diese gilt es im Vorhinein durch regelmäßiges Training aufzubauen. Zu Beginn bedeutet das lieber mit kürzeren, leichteren Touren zu starten. So gewöhnt sich Dein Hund an die Umgebung und lernt ebenso die Gefahren kennen, die eine Wanderung mit sich bringt. Diesbezüglich solltest Du Dich beim Planen zwecks Länge, Steigung und Schwierigkeit informieren.

Nicht jedes Gelände ist für jeden Hund geeignet
Nicht jedes Gelände ist für jeden Hund geeignet

Auch der Charakter Deines Hundes spielt bei der Auswahl einer passenden Tour eine tragende Rolle. Machen ihm beispielsweise größere Menschenmengen zu schaffen, so sind übermäßig bekannte und folglich überlaufene Wege zu meiden. Dasselbe gilt, wenn Dein Hund an der wasserscheuen Seite ist. In dem Fall wählst du lieber Routen mit wenig Wasserüberquerungen.

Überdies solltest Du Dich bei der Routenplanung in die geltenden Regeln der jeweiligen Wanderregion einlesen. So können sich etwa die Vorschriften bezüglich Leinen- und Maulkorbpflicht stark voneinander unterscheiden. Auch auf die Regelungen zwecks Bergbahnnutzung ist zu achten. In einigen Fällen braucht Dein Hund nämlich sein eigenes Ticket.


Tipp 5: Unterhaltung & Spaß

Für uns Menschen mag ein Ausflug in die Natur schon aufregend genug und die Aussicht ein purer Genuss sein. Dein Hund – speziell, wenn er ein richtiges Energiebündel ist – fragt nach mehr Unterhaltung. An ungefährlichen, eher ebenen Stellen kannst Du daher mit ihm Apportieren üben oder andere Kunststücke trainieren. Der Lieblingsball, der Lieblingsfrisbee oder das Lieblingsstofftier gehören dazu immer mit ins Gepäck.

Außerdem solltest Du Deinem Vierbeiner die Möglichkeit geben, die Gegend zu erkunden. Lass ihn dafür die meiste Zeit eher locker an der Leine mitlaufen und verweigere ihm auch nicht die soziale Interaktion mit anderen Hunden, die ihr auf dem Weg trefft. Eine Ausnahme gilt natürlich für enge, riskante Stellen, bei denen höchste Konzentration gefordert ist.

Besondere Bergerlebnisse beim Wandern mit Hund
Besondere Bergerlebnisse beim Wandern mit Hund

Wandern gemeinsam mit Deinem Hund ist grundsätzlich ein überaus schönes Erlebnis und stärkt Verbindung und Vertrauen. Allerdings nur dann, wenn für das Wohlbefinden des Hundes Sorge getragen wurde. Mit ausreichend Proviant und Wasser, einem bequemen Geschirr sowie einer gut überlegten Routenwahl kann (fast) nichts mehr schief gehen.


Transparenzhinweis: Dieser Gastbeitrag entstand in Kooperation mit Futtergrube.


 

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Sportler, Blogger, Content Creator & Autor

Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

2 Antworten

    • Björn von Bergparadiese.de

      Danke Iris. Das Bildstöckle ist eine wunderschöne einfache Tour. Oder Ornach und Jochschrofen. Da sind auch viele der Bilder entstanden. Oder der Rottachberg (Ruine Vorderburg). Die sind alle sicher schneefrei. Findest Du unter den genannten Begriffen im Blog. LG

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