Die herrlich schönen Powderabfahrten vom Stierlahnzug entschädigen auf dieser Skitour für den langen, flachen Zustieg durch das Kaisertal.
Kaisers ist ein Bergbauerndorf im Kaisertal, einem nach Süden ausgerichteten Seitental des Lechtals. Das einsame Dorf ist Ausgangspunkt zahlreicher Skitouren. Wie die Skitour zur Feuerspitze, die Skitour auf die südliche Alplespleisspitze oder diese Skitour in Richtung Stierlahnzug.

Was alle diese Touren gemein haben, ist der lange und flache Zustieg durch das Kaisertal. Wer aber glaubt, dass der Zustieg langweilig ist, irrt gewaltig. Denn schon das beeindruckende Panorama im Tal ist ein Highlight auf dieser Skitour.
Durch das Kaisertal
Die Skitour startet in Kaisers und zieht sich zunächst immer oberhalb des Kaiserbachs nach Südosten. Der breite Fahrweg führt ohne großen Höhenunterschied durch den Bergwald, beginnt in einer S-Kurve kurz zu steigen, um dann wieder flach der Kaiseralpe entgegen zu streben.

Einige hundert Meter vor der Kaiseralpe öffnet sich der Bergwald und der Blick schweift über den weiten Talboden und unweigerlich zur markanten Kaisersteinspitze im Süden.
An der Kaiseralpe, im Sommer ein beliebtes Ziel für Mountainbiker, beginnt der Weg zu steigen, bevor er sich nach Osten richtet und auf schmäler werdendem Pfad in einen weiten Kessel zwischen Alplespleisspitzen (2.632m), Feuerspitze (2.852m) und Vorderseepitze (2.889m) führt.

Während die Kaiseralpe auf 1.689m Höhe liegt, bekommt man beim Blick in die Karte direkt aufgezeigt, dass die Touren hier im Tal auf Alplespleisspitzen & Co. aufgrund der Geländeneigung nur bei absolut sicheren Verhältnissen geplant werden sollten.
Aufstieg zum Stierlahnzug
Auf einer Höhe von knapp 2.000 Metern, ganz hinten im Talkessel, beginnt unser Aufstieg. Während die Alplesplseisspitzen zur Linken in Richtung Kälberlahnzug bezwungen werden, halten wir nach Osten zu und steigen über parallel zu einem markanten Graben der Vorderseespitze entgegen.


Hoch oben kann man, je nach Schneelage, unterhalb des Gipfelaufbaus einen gelben Wegweiser entdecken. Der steht auf einer Felsrippe, die auf einer Hohe von 2.250 Metern in nordöstlicher Richtung umgangen wird.

Das Gelände ist vorher schon stark geneigt. Die folgenden noch steileren 100 Höhenmeter sollten mit vorsichtig und zügig erklommen werden. Im Vergleich zu den Sommerwegen schneiden kürzen wir den Wegverlauf nun etwas ab und erreichen schließlich eine kurze, flache Passage unter den Nordwänden der Vorderseespitze.
Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten: den Aufstieg zum Stierlahnzugjoch in nördlicher Richtung, das den Übergang ins Alperschontal markiert, oder in östlicher Richtung auf den Grat zu Vorderseespitze. Letzterer war auf unserer Tour aufgrund eines ungünstigen Schneedeckenaufbaus nicht begehbar. Daher haben wir uns einen schönen, sonnigen Aussichtsbalkon unterhalb des Stierlahnzugjochs gesucht.


Abfahrt zurück ins Tal
Die Abfahrt zurück ins Kaisertal erfolgt auf identischer Route. Dabei gibt es zahlreiche Varianten und, aufgrund der schattigen, nördlichen Ausrichtung der Hänge, auch fast immer herrliche Linien zu entdecken.
Gerade im Übergang unterhalb des zuvor beschriebenen Wegkreuzes mit Wegweiser solltest Du aber mit ausreichend Abstand unterwegs sein.
Karte zur Skitour
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Infos & Tipps
Dort biegst dort links in Richtung Kaisertal ab. Eine schmale Bergstraße bringt Dich nach Kaisers, an dessen Ortsende auf der linken Straßenseite Parkplätze bereitstehen.
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Diese und weitere Tourentipps findest Du auch im Rother Skitourenführer Allgäuer Alpen und Lechtal.
- Baur, Stephan(Autor)

