Im Schatten des Großen Widderstein führt diese Skitour zu den herrlichen Hängen hinauf auf den 1.990m hohen Gamsfuß im Kleinwalsertal. Wobei der Schatten des WIdderstein nicht wörtlich zu nehmen ist. Die sonnenverwöhnten Hänge machen nicht nur im Aufstieg Laune. Allerdings solltest Du die Lawinensituation gut im Blick haben, denn meist thront eine mächtige Wächte am oberen Grat!
Die Skitour auf den Gamsfuß, am hinteren Ende des Kleinwalsertals, erfordert sichere Verhältnisse. Die nord- und nordostseitigen Hänge unterhalb von Älpelekopf und Heiterberg halten wunderschöne Abfahrten bereit. Für den Aufstieg wie auch die Abfahrt gibt es verschiedene Varianten, die je nach Schneesituation gewählt werden können.
Über den Talweg oder den Panoramaweg zur Bärgunthütte
Gut 2 Kilometer lang ist der Weg von Baad zur Bärgunthütte, wo der eigentliche Aufstieg auf den Gamsfuß beginnt. Beide Varianten sind im gut ausgebauten Wegenetz des Kleinwalsertal ausgeschildert.
Vom Parkplatz weg geht es zunächst über eine kleine Brücke in Richtung Süden. Nach etwa 400 Metern kann man sich entscheiden und entweder dem Talweg entlang des Baches folgen, oder über die Alpweide der Widdersteinalpen und den Panoramaweg zu gehen.

Skitour auf den Gamsfuß
An der normalweise auch im Winter bewirtschafteten Hütte vorbei, führt der immer noch ausgeschilderte Weg in Richtung Hochalppass und Großer Widderstein in ein Waldstück. Kurz hinter einer schmalen Brücke kann man sich erneut entscheiden.
Direkter Aufstieg über die Materialbahn
Gleich hinter der Brücke befindet sich auf der rechten Seite eine kleine Materialbahn. Deren Verlauf gibt die Richtung für den Aufstieg an. Es geht durch den Wald und schließlich über eine kleine Stufe auf einen Geländerücken. Von dort hat man bereits einen guten Blick auf das Ziel, den weiten Kessel unterhalb von Heiterberg und Älpelekopf.
Der Gamsfuß selbst liegt etwas rechts davon. Ein nicht wirklich ausgeprägter Gipfelaufbau, aber von einer meist großen, ostseitig hängenden Schneewächte markiert.
Aufstieg in Richtung Älpelekopf
Wählt man die Materialbahn als Orientierung in der Abfahrt (siehe Routenführung Karte), steht für den Aufstieg auch eine Alternative zur Verfügung.
Der Aufstieg in Richtung Älpelekopf folgt im ersten Teil der Skitouren-Route zum Hochalppass, Widderstein und Höferspitze. Anstatt an der Materialbahn rechts abzubiegen, geht es zunächst nahezu ebenerdig weiter ins Tal. Schließlich geht es in mehreren Stufen in nunmehr wenig bewaldetem Gebiet, aber teils steilem Gebiet nach oben.

Nach der ersten Stufe trennt sich der Weg in Richtung Höferspitze vom Aufstieg zum Gamskopf. Es geht nun rechter Hand an einem flacheren Hang entlang. Der markante Gipfelaufbau von Heiterberg im Blick.
Im Verlauf der Querung werden die Spuren von Tourengänger, die aus Richtung Weißer Schrofen abfahren, weniger. Und auch der weitere Aufstieg über den weichen, schneebedeckten nördlichen Ausläufer des Heiterberg weist keine oder nur wenige Aufstiegsspuren auf. Diese Variante ist meist weniger stark begangen wie der Aufstieg über die Materialbahn.

Im Rücken schiebt sich der Große Widderstein immer mächtiger empor. Die bevorstehenden, sanften Hänge sind das totale Gegenteil. Wenngleich in der Querung einiger steilerer Abschnitte bei ungünstigen, eisigen Bedingungen Vorsicht geboten ist. Harscheisen sind durchaus von Vorteil.
Egal ob man unterhalb des erwähnten Gipfelaufbaus direkt oder, wie in der Karte eingezeichnet, rechter Hand nach oben steigt. Die Wege treffen sich in dem weiten Kessel zwischen Älpelekopf und Gamsfuß.

Ein paar Höhenmeter später ist das Ziel erreicht. Geradezu ein Logenplatz im Angesicht des Großen Widderstein und ein wunderschönes Bergpanorama bis in die Lechtaler Alpen. Etwa zweieinhalb bis drei Stunden dauert der Aufstieg, je nach Variante.

Abfahrten ins Kleinwalsertal
Wie schon im Aufstieg, so bieten sich auch für die Abfahrt mehrere Varianten an. Einerseits entlang der Aufstiegsrouten. Wobei man bei der Materialbahn bei hoher Schneelage auf das Stahlseil achten sollte, das teils sehr tief hängt!
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Anschluss an den weiten Kessel und die anschließende Steilstufe etwas weiter nördlich abzufahren. Auch diese Alternative führt hinunter zur Materialbahn.
Ab der Bärgunthütte kann man abermals wählen. Der Panoramaweg bietet das deutlich schönere Gelände, erfordert aber auf den ersten 400 Metern die Überwindung eines kleinen Gegenanstiegs, bevor es zurück zum Parkplatz geht.

Einkehrmöglichkeiten
Auf der Tour besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Einkehr in der Bärgunthütte, oder auch am Ende der Tour in der Ortschaft Baad.
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Häufige Fragen zu Skitouren im Kleinwalsertal
Warum ist das Kleinwalsertal ein beliebtes Ziel für Skitourengeher?
Das Kleinwalsertal überzeugt durch seine alpine Lage, die gute Schneesicherheit und eine große Auswahl an Tourenmöglichkeiten. Von breiten Genussanstiegen bis zu alpinerem Gelände bietet das Tal ideale Voraussetzungen für abwechslungsreiche Skitourentage.
Welche Skitouren-Klassiker gibt es im Kleinwalsertal?
Zu den bekanntesten Zielen zählen unter anderem die Touren rund um den Ifen. Viele dieser Routen bieten herrliche Ausblicke auf die Allgäuer Alpen und das benachbarte Vorarlberg.
Gibt es im Kleinwalsertal Skitouren ohne lange Zustiege?
Ja, viele Skitouren starten direkt im Tal oder lassen sich mit kurzen Anmärschen realisieren. Gerade rund um Hirschegg, Riezlern oder Mittelberg finden sich Touren, bei denen man schnell im Aufstiegsgelände steht.
Kann man Skitouren im Kleinwalsertal gut mit Einkehr verbinden?
Definitiv. Das Tal ist bekannt für seine zahlreichen bewirtschafteten Hütten und Berggasthöfe. Viele Skitouren lassen sich ideal mit einer gemütlichen Einkehr verbinden – besonders auf sonnenexponierten Routen im Spätwinter und Frühjahr. So auch die hier beschriebene Tour auf den Gamsfuß mit Einkehr in der Bärgunthütte.
Welche Höhenlagen erwarten Skitourengeher im Kleinwalsertal?
Die meisten Skitouren bewegen sich zwischen etwa 1.500 und 2.300 Metern Höhe. Dadurch ist das Gebiet besonders vielseitig: tiefwinterliche Bedingungen sind ebenso möglich wie lohnende Firntouren im Frühjahr.
Sind Skitouren im Kleinwalsertal eher genussorientiert oder anspruchsvoll?
Beides. Das Kleinwalsertal ist bekannt für seine ausgewogene Mischung aus genussvollen Touren mit moderater Steigung und sportlicheren Routen für erfahrene Skitourengeher. Genau diese Vielfalt macht den Reiz der Region aus.
Wie voll sind Skitouren im Kleinwalsertal an Wochenenden?
Beliebte Klassiker können an schönen Wochenenden gut frequentiert sein. Wer es ruhiger mag, findet abseits der bekannten Routen oder unter der Woche jedoch zahlreiche Möglichkeiten für einsame Aufstiege und Abfahrten.
Lassen sich Skitouren im Kleinwalsertal mit Liftanlagen kombinieren?
In einigen Bereichen ist eine Kombination aus Liftfahrt und Skitour möglich, etwa rund um Ifen oder Walmendingerhorn. Dadurch eröffnen sich zusätzliche Varianten und längere Abfahrten mit vergleichsweise geringem Höhenmeteraufwand.
Eignet sich das Kleinwalsertal auch für mehrtägige Skitourenaufenthalte?
Ja, das Tal ist hervorragend für mehrtägige Aufenthalte geeignet. Durch die zentrale Lage, kurze Wege und die Vielzahl an Tourenmöglichkeiten lassen sich mehrere Skitourentage flexibel und abwechslungsreich gestalten.
Was macht Skitouren im Kleinwalsertal landschaftlich besonders?
Weite Hochflächen, markante Gipfel, sanfte Kare und immer wieder beeindruckende Tiefblicke ins Tal prägen das Landschaftsbild. Besonders bei klarer Sicht eröffnen sich grandiose Panoramen auf die Allgäuer Alpen und das angrenzende Vorarlberg.

