Skitour auf den Rechten Fernerkogel, 3.300m

  • Gesamtlänge: 8 Kilometer
  • zu überwindende Höhenmeter: knapp 600 Meter
  • höchster Punkt: 3.300m
  • Gehzeit: Aufstieg etwa 3 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • ️ Einkehrmöglichkeiten auf der Tour: nein
  • Ausrüstung: Skitourenausrüstung und komplette Hochtouren-Ausrüstung, ausreichend Proviant und Wasser, Sonnenschutz, Smartphone für Notrufe, Notfall-App, Karte, Erste-Hilfe-Ausrüstung

Die Skitour zum Rechten Fernerkogel führt über den weiten, flachen Mittelbergferner. Aus dem Pitztaler Gletscherskigebiet geht es etwa 600 Höhenmeter hinauf auf den 3.300 Meter hohen Gipfel. Die Skitour präsentiert sich bis zum Schlussanstieg als einfach, setzt aber Kenntnisse in der Gletscherüberschreitung voraus. Erst gegen Ende der Tour ist Spitzkehrentechnik gefragt und der finale Aufstieg ohne Ski erfolgt in leichter Kletterei (UIAA I).


Skitour auf den 3.330 Meter hohen Rechten Fernerkogel

Blick aus dem Skigebiet auf den Mittelbergferner
Blick aus dem Skigebiet auf den Mittelbergferner

Die Skitour beginnt mit einer Abfahrt von der Bergstation des Gletscherexpress hinunter zum Start der Gletscherseebahn. Die Talstation des Sessellifts befindet sich in der Nähe der Höhenloipe, wo sich auch der eigentliche Startpunkt dieser Skitour befindet.

Aufstieg über den Mittelbergferner

Der Aufstieg auf den Rechten Fernerkogel beginnt
Der Aufstieg auf den Rechten Fernerkogel beginnt

Nach dem kurzen Einfahren heißt es LVS-Check, Gletscherausrüstung anlegen und Auffellen. Am rechten Rand des Mittelbergferner geht es in südlicher Richtung um den massigen Gipfelaufbau des Rechten Fernerkogel herum. Der finale Aufstieg erfolgt schließlich auf der zum Skigebiet abgewandten Seite.

Das überwiegend flache Gelände macht die Wahl der Aufstiegsspur einfach. Schon kurze Zeit nach Verlassen des Gletscher-Skigebiets wird es einsam.

Im mittleren Teil der Tour
Im mittleren Teil der Tour

Auf etwa 3.000 Metern Höhe wartet eine kurze, etwas steilere Passage. Aber auch die liegt, wie fast die gesamte Skitour, weit außerhalb des Bereichs der Spitzkehrentechnik. In einem großzügigen Rechtsbogen steigen wir zu einer großen, flachen Wanne zwischen dem Rechten Fernerkogel und dem etwas südlich gelegenen Schuchtkogel (3.471m). Hinter diesem wächst mit zunehmender Höhe der höchste Berg Tirols, die Wildspitze (3.774m) nach oben.

Nahezu ebenerdig geht es dem Schlußanstieg entgegen. Der Aufstieg auf den verblockten Bergrücken zwischen Rechtem Fernerkogel und Schuchtkogel erfordert weitere Abstände zwischen den Tourengehern. Die Steilkante ist zwar nicht sonderlich lang, liegt jedoch jenseits der 40° und zwingt uns eine deutlich defensivere Herangehensweise auf.

Die weite, flache Wanne unterhalb des Fernerkogel, Blick Richtung Weißer Kogel im Osten
Die weite, flache Wanne unterhalb des Fernerkogel, Blick Richtung Weißer Kogel im Osten
Der Steilhang unterhalb des Skidepots
Der Steilhang unterhalb des Skidepots

Nach drei, vier Spitzkehren geht flach am Hang dem Ende der Skitour entgegen. Zumindest dem Ende des Aufstiegs. Auf etwa 3.200 Metern Höhe richten wir ein Skidepot ein. Je nach Schneeverhältnissen, und je nachdem wie abgeblasen und vereist der nun folgende Grat ist, sind Steigeisen gefragt.


Sicher auf Tour
Auch wenn die Skitour selbst als einfach einzustufen ist, und erst am Ende die wahren Schwierigkeiten auftreten: für die Tour solltest Du auf jeden Fall Hochtourenkenntnisse bzw. Kenntnisse für Gletscherüberquerungen haben.

Ist das nicht der Fall, wendest Du Dich besser an einen erfahrenen Bergführer.


Die letzten knapp 100 Höhenmeter geht es zu Fuß und in leichter Kletterei durch verbocktes Gelände auf den 3.300 Meter hohen Gipfel.

Aufgrund der Steilheit und je nach Schneebedingungen ist der Gipfelaufstieg nicht zu unterschätzen
Aufgrund der Steilheit und je nach Schneebedingungen ist der Gipfelaufstieg nicht zu unterschätzen
Blick vom Aufstiege auf den Rechten Fernerkogel auf das Skidepot und den Grat zum Schuchtkogel
Blick vom Aufstieg auf den Rechten Fernerkogel auf das Skidepot und den Grat zum Schuchtkogel
Auf dem Gipfel des Rechten Fernerkogel
Auf dem Gipfel des Rechten Fernerkogel

Der Rückweg erfolgt identisch zum Aufstiegsweg. Im letzen Teil der Steilkante gilt es dabei ordentlich Schwung zu holen, um auf die flache Ebene unter dem Rechten Fernerkogel zu gelangen. Der restliche Teil der Abfahrt ist purer Genuss. Mit einem kurzen Aufstieg zurück ins Skigebiet endet die Tour an der Talstation der Gletscherseebahn.

Abstieg zum Gipfel mit Blick in das Gletscherskigebiet, hnten links die Ausläufer der Wildspitze
Abstieg zum Gipfel mit Blick in das Gletscherskigebiet, hnten links die Ausläufer der Wildspitze

Packlisten

Preise
Als Aufstiegshilfe in das Gletscherskigebiet dient der Pitztaler Gletscherexpress. Hier gibt es ein eigenes Skitourengeherticket an den Kassen der Talstation. Ein Ticket umfasst dabei den Gletscherexpress und die Gletscherseebahn. Ein anderes zusätzlich die Mittelbergbahn und eignet sich somit für den Zustieg zur Wildspitze.

Anreise mit dem PKW
  • Füssen – Fernpass – Imst – Pitztal
  • Garmisch – Zirl – Imst – Pitztal
  • Arlberg – Landeck – Imst – Pitztal
  • Brennerpass – Innsbruck – Imst – Pitztal

Tipp für Wohnmobilfahrer
Am Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahn kannst Du Dein Wohnmobil oder Wohnwagen abstellen.

Bitte beachte hierfür die rechtlichen Vorgaben seitens der Gletscherbahn sowie des Meldegesetzes. Die Kosten für die den Stellplatz über Nacht kannst Du zusammen mit der Ortstaxe an der Kasse der Bergbahn entrichten.

Vorreservieren kannst Du die Stellplätze zwar nicht, aber über den o.a. Link kannst Du einen Quick-CheckIn für die Anmeldung nach dem Meldegesetz vornehmen.


Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der österreichischen bzw. deutschen Bundesbahn zum Bahnhof Imst. Von dort gibt es regelmäßige Busverbindungen ins Pitztal

Übernachten im Pitztal
Im Pitztal stehen zahlreiche Hotels und Pensionen zur Auswahl. Die Busnutzung ist im Tal gratis mit gültigem Skipass oder Freizeitpass möglich (5€ pro Aufenthalt beim Vermieter; Stand November 2022). 

Schneesituation

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Weitere Informationen

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