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Bilder importieren und die Bergnamen im Nachhinein einblenden

Nützliche Helfer in den Bergen: die Peakvisor App

Erinnerst Du Dich noch an den Peakfinder-Test? Die Peakvisor-App ist ein ähnliches Tool, das Dir die Namen der Berge um Dich herum näher bringt.

Es gibt zwei unterschiedliche Versionen der App. Die kostenfreie Version und die kostenpflichtige Pro-Version.

Die Peakvisor Pro wird auf dem iPhone innerhalb der App allerdings eine Monats- bzw. Jahresgebühr angeboten, wohingegen Peakvisor im AppStore von Google mit 4,79€ zu buche schlägt.

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Aus dem iPhone Appstore habe ich in jedem Fall die hier vorgestellte Version kostenfrei auf das Smartphone laden können.


Hinweis: Die kostenfreie Version ist auf einen Standort pro Tag beschränkt. Du kannst also nur von einem Ort aus pro Tag die Berge bestimmen.


Funktionsumfang der Peakvisor App

    1. Die Gipfel der Umgebung über die Kamera erkunden
    2. Fotos importieren
    3. Die Teleport-Funktion
    4. Suche nach Berggipfel und POVs in Deiner Nähe
    5. Die unterschiedlichen 3D-Ansichten in Peakvisor
    6. Wege aufzeichnen & GPX Daten importieren
    7. Mehr als nur Berggipfel
    8. Die Desktop Version von Peakvisor
    9. Mein Fazit und weitere nützliche Helfer in den Bergen

Die Gipfel der Umgebung

Beim Start von Peakvisor wird zunächst das Panorama Deiner Umgebung geladen. Das kann ein paar Augenblicke dauern. Zu kannst Dein Smartphone anschließen im Hoch- oder im Querformat halten und die Bergsilhouette Deiner Umgebung wird die angezeigt. So wie es auch die Peakfinder-App macht.

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Hältst Du Dein Smartphone waagerecht zur Erde, wird Dir ein Kompass und eine Übersichtskarte angezeigt. In diese Karte kannst Du auch hinein-zoomen und von dort aus andere Orte erkunden. Siehe auch Teleport-Funktion. In der Kompassansicht, wie auch in der Bergsilhouette, wird Dir zusätzlich die Laufbahn der Sonne eingeblendet.

Links oben befindet sich das Menü (Zahnrad) mit weiteren Funktionen und auch Einstellungen zu Längenangaben, etc.. Rechts oben kannst Du mit Klick auf die Bergsilhouette entweder nur die Gipfelnamen, das zugehörige Profil, oder auch die Karte über Deiner aktuellen Kameraansicht einblenden.

Sag mir welcher Berg Du bist... die Peakvisor App
Sag mir welcher Berg Du bist… die Peakvisor App

Unter der Bergsilhouette kannst Du in die 3D-Ansicht wechseln. Diese verlässt Du wieder über das dann links oben dargestellte Schließen-Kreuz.

Rechts unten befindet sich der Auslöser für die Kamera. so dass Du auch ein Bild mit den eingeblendeten Bergnamen machen kannst. Diese Aufnahmen kannst Du auch direkt mit Deiner Community in den sozialen Netzwerken teilen.

Dadurch, dass Peakvisor über eine Kartengrundlage verfügt, werden in Deinen 3D-Ansichten auch die Wanderwege im Höhenprofil dargestellt.

Fotos importieren

Im Menü (Zahnrad links oben) kannst Du auch bereits gemachte Bilder importieren und Dir anhand der Geopositonierung (Meta Daten des Bildes, sofern vorhanden) die Bergnamen nach einer Tour anzeigen lassen. Das kann manchmal ganz hilfreich sein, wenn man erst im Nachhinein einen interessanten Gipfel in seinem Bildarchiv entdeckt.

Über diese Funktion lassen sich nicht nur die Bergnamen ermitteln. Das Bild kann man anschließend auch auf dem Smartphone speichern oder mit Freunden teilen.

Allerdings funktioniert der Import und die Bestimmung nur mit manueller Unterstützung, da nicht sofort das korrekte „Overlay“ der Bergsilhouetten angezeigt wird.

Bilder importieren und die Bergnamen im Nachhinein einblenden
Bilder importieren und die Bergnamen im Nachhinein einblenden

Die Teleport-Funktion – „Beam me up, Scotty“

Den Teleport kannst Du auf zwei verschiedene Arten nutzen. Entweder, du suchst Dir einen „Point of View“ (Berggipfel) in der 3D-Ansicht und klickst anschließend in der Detailansicht auf Teleport, oder Du nutz die Suchfunktion im Menü. Dort kannst Du unter dem Menüpunkt Teleportieren einen beliebigen Punkt auf der Karte auswählen, oder Deinen gesuchten Ort eintippen und Dich dann zum gewünschten Ziel „beamen“.

Berggipfel und POVs in Deiner Nähe

Auch über diese Suchfunktion, die im Menü angezeigt wird, kannst Du Dich zu den Berggipfel Deiner Umgebung „beamen“. Nach dem Aufruf wird Dir eine Liste mit Berggipfel, sortiert nach Höhe, in der Umgebung angezeigt. Hier zeigt sich aber auch, dass die Datenbanken der App nicht zu 100% stimmen. Den Großen Krottenkopf im Allgäu haben sie beispielsweise 15 Meter kleiner gemacht. Und auch der Hochvogel im ersten Bild hat eine abweichende Höhenangabe!

Nicht alle Höhenangaben sind in Peakvisor zu 100 Prozent korrekt
Nicht alle Höhenangaben sind in Peakvisor zu 100 Prozent korrekt

Die Peakvisor Karten- oder Satellitenansicht

Sobald Du am Deinem gewünschten Ort angekommen bis, wird Dir die Umgebung auf Höhe des Orts angezeigt. Per Klick auf das 3D-Symbol (im Bildschirm rechts oben) siehst Du den Ort und die Umgebung aus der Vogelperspektive.

Es gibt zudem noch die Möglichkeit zwischen dem (nicht sonderlich hochauflösendes) Satellitenbild und der Standard-Kartenansicht zu wählen. In beiden Ansichten sind Wege und Straßen abgezeichnet. Das Geländeprofil lässt sich in der Karte aber deutlich besser erkennen.

Der Umschalter zwischen beiden Ansichten befindet sich oberhalb des 3D-Symbols bzw. des Nordpfeils. Über den Nordpfeil kannst Du Deinen Kartenausschnitt auf fixieren und mit dem Finger navigieren. Oder Du entscheidest Dich per erneutem Klick auf das Gyroskop Deines Smartphone und drehst Dich, indem Du Dein Smartphone drehst.

Wege aufzeichnen & importieren

Aufgezeichnete oder importierte Tracks werden gelb in der Kartenansicht dargestellt
Aufgezeichnete oder importierte Tracks werden gelb in der Kartenansicht dargestellt

Wie andere Navigations- und Kartenapps (z.B. Outdooractive oder komoot) kannst Du Tracks über die sogenannte Nachverfolgung aufzeichnen. Auch der Import von bereits aufgezeichneten Routen ist möglich. Dazu musst Du lediglich eine GPX-Datei auf Dein Smartphone laden (ich mach das zum Beispiel über iCoud Drive) und anschließend kannst Du sie über die Import-Funktion in den Peakvisor laden. Einmal geladene Routen werden dann in der Kartenansicht gelb markiert dargestellt.

Berggipfel, Hütten & Wasserfälle in Peakvisor

Mit der App kannst Du Dir nicht nur die Bergnamen und deren Höhe anzeigen lassen. Mit der Standortbestimmung weißt Du auch selbst genau wie hoch Du oder das Foto, das Du aufgenommen hast, ist. Außerdem werden Dir in der Kartenansicht Hütten, Wasserfälle oder auch Schlösser mit Symbolen dargestellt. Ein Klick darauf und Du erhältst zum Beispiel den Namen der Schutzhütte und weitere Infos wie zum Beispiel Telefonnummer, etc., sofern hinterlegt.

Allerdings sind auch Alphütten eingezeichnet, die nicht bewirtschaftet sind. Bergbahnen oder Skilifte sind in den Karten ebenso eingezeichnet. Im Bereich der Schutzhütten handelt es sich da aber auch öfter um reine Materialbahnen.

Wie das oben angeführte Beispiel des Großen Krottenkopf zeigt, ist die Datenbank nicht zwangsläufig komplett und korrekt. Im Gegensatz zu den Berggipfel kann man in der Detailansicht der weiteren POVs aber Änderungen beantragen und somit die Datenqualität verbessern.

Desktop-Version

Peakvisor gibt es im Übrigen auch als Desktop-Variante. Dort kann man per Suche einen Berggipfel auswählen und sich ein 3D-Modell der Umgebung darstellen lassen. Es ist auch möglich Fotos zu importieren. Dieser Aufruf hat bei mir allerdings nicht reibungslos funktioniert, da die in den Bildern hinterlegten GPS Daten nicht eindeutig erkannt wurden. Zudem ist die Rechenleistung offenbar sehr hoch und dadurch der Abruf extrem langsam.

» Hier gelangst Du zur App bzw. zur Desktop-Variante «

Peakvisor auf dem Desktop
Peakvisor auf dem Desktop

Fazit und weitere nützliche Helfer in den Bergen

Wenn es um die Ermittlung von Bergnamen und Gipfeln geht, kommt der Peakvisor meiner Meinung nach nicht an den Peakfinder heran. Auch wenn man berücksichtigen muss, dass der Ansatz ein unterschiedlicher ist. Geht es beim Peakfinder und die Bestimmung der Bergnamen, verfügt Peakvisor auch über eine Kartengrundlage.
Ein Pluspunkt, dass durch die Kartengrundlage auch Wege in den 3D-Ansichten eingezeichnet werden. Die 3D Ansichten selbst sind somit auch nettanzusehen. Aber die Datenqualität ist eher mau. Gerade in den Höhenangaben habe ich einige fehlerhafte Informationen gefunden. Wo beide Apps Probleme haben ist der Fotoimport und das nachträgliche Ermitteln von Bergen.

Ich habe im Blog auch weitere Tools zur Planung oder Orientierung in den Bergen vorgestellt:

Peakvisor auf dem Desktop mit kleineren Datenfehlern, unter anderem bei den Höhenangaben
Peakvisor auf dem Desktop mit kleineren Datenfehlern, unter anderem bei den Höhenangaben

Bilder der App, Kartenansichten und Höhenprofile ©Peakvisor
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