Nocking on Heaven’s Door war der Titel meiner Wintererlebnisse in der Region rund um Bad Kleinkirchheim. Und auch zum Wandern war ich schon in der Region zwischen dem Millstätter See und den Nockbergen unterwegs. Dieses Mal habe ich mir die Nockberge unter dem blauen Kärntner Himmel von einer anderen Seite angesehen. Diesmal sollte sich alles um das Radfahren in Kärnten drehen. Und zwar auf den schmalen Rennrad-Reifen, wie auch auf dem MTB mit dem etwas tieferen Profil. Und so war ich ein weiteres Mal in den Nockbergen unterwegs. Auf der Straße, auf Forstwegen und auf Trails.
Bike-Region Bad Kleinkirchheim
Als ich zum ersten Mal in Bad Kleinkirchheim angekommen bin war das auf Tourenskiern. Am Ende des Nockberge Skitrail. Meine zweite Begegnung war dann „per Pedes“, als ich im Hotel Trattler Hof zu Besuch war und von dort aus ein paar Wanderungen durch den Biosphärenpark unternommen habe. Und mein vorletzter Besuch fand wieder im Winter statt. Damals mit Schneeschuhen, auf Alpinskiern, und mit auf Tourenski.
Als ich jedoch ein paar Jahre zuvor schon einmal im Rahmen einer Bike-Messe am Millstätter See Halt gemacht hatte, ist mir das Radfahr-Potential der Kärntner Urlaubsregion nicht entgangen. Und so habe ich im Frühjahr 2025 erneut die Reise nach Bad Kleinkirchheim angetreten, um ein paar dieser schönen Strecken zu erkunden.

Dass die Region um Bad Kleinkirchheim vielseitig ist, haben mir meine vorangegangenen Besuche bereits vor Augen geführt. Und das hat sich nun auch auf meiner Rad-Erkundungstour bestätigt. Sowohl Freunde des gepflegten Rennradfahrens, wie auch Genuss-Mountainbiker und Downhill-Freunde, finden hier ein tolles Terrain um einen abwechslungsreichen Bike-Urlaub zu verbringen.
Transparenzhinweis: Die Recherche zu diesem Beitrag entstand in Kooperation mit der Tourismusmanagement GmbH Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge, was keinerlei Einfluss auf meine redaktionelle Freiheit hat.
Rennrad-Paradies
Mein persönliches Highlight und die meiste Freude im Vorfeld: die Nockalmstraße. Auf 34 Kilometern schlängelt sich die Panoramastraße durch die Nockberge und den gleichnamigen Biosphärenpark. Dabei verbindet sie die Ortschaften Ebene Reichenau und Innerkrems.

Sie gilt nicht umsonst als eine der abwechslungsreichsten und schönsten Alpenstraßen überhaupt und ist mit rund 230.000 Besuchern pro Saison eines der Top-Drei-Ausflugszielen Kärntens.
Für Rennrad-Fans ist der Besuch der Passstraße absolut Pflicht. Ob Du dabei „nur“ bis zur Schiestlscharte fährst und nach einer Einkehr in der Glockenhütte auf 2.024m wieder kehrt machst, oder ob Du die gesamte Nockalmstraße von der Ebene Reichenau bis nach Innerkrems absolvierst, bleibt Dir überlassen.
Der ARBÖ-Radmarathon zeichnet übrigens eine 106 Kilometer lange Runde mit Start und Ziel in Bad Kleinkirchheim. Dabei geht es nach der Nockalmstraße über Innerkrems südwärts zum Millstätter See und anschließend zurück zum Ausgangspunkt.
Unter anderem:
- durch das Tal der Drau
- die Seenschleife
Mit dem Mountainbike durch die Nockberge
Wenn Dir nach „mehr Schotter“ unter den Reifen ist, dann findest Du hier auch zahlreiche tolle Mountainbike-Touren.
Die sanften Kuppen der Nockberge liegen teils auf über 2.000 Metern Seehöhe und lassen Touren bis weit in den Oktober hinein zu. In der „Nockbike-Region“ kommen satte 300 Kilometer an MTB-Strecken, 45 Trails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, und über 23.000 Höhenmeter zusammen!

Ich war zum Beispiel auf der Feldpannalm-Tour, einer herrlichen Einsteiger-Tour unterwegs. Die führt von Feld am See, zunächst über asphaltierte Straßen und dann auf schottrigen Forstwegen, hinauf in Richtung Kaiserburg. Eine zünftige Einkehr und wunderbare Aussicht inklusive!
Oben angekommen hast Du dann sogar die Wahl ob Du auf der Original-Strecke bleibst, oder auch noch den Flow Country Trail nach Bad Kleinkirchheim in Deinen Bike-Tag einbaust.
Zum Beispiel
- Drei-Hütten-Tour – 49,8 Kilometer – 1.300 Höhenmeter
- Gipfel Trail am Falkert – 4,4 Kilometer – 435 Höhenmeter
- Millstätter See Radweg – 27,8 Kilometer – 180 Höhenmeter

Kärntner Flow-Trail-Erlebnisse

Einige der Mountainbiketouren, die über die Alm- und Forstwege führen, werden immer wieder von lässigen Trailstrecken gequert. Von mittleren bis anspruchsvollen Trails ist für jeden Downhill-Fan etwas dabei.
Mir persönlich sind entspanntere Trails bis S2 am liebsten, da ich mehr zum Genußbiken denn zu waghalsigen Abfahrten tendiere.
Der längste Flow Country Trail Europas ist da genau das Richtige! In den kannst Du auch in der Mitte der Feldpannalm-Tour einsteigen. Oder Du konzentrierst Dich voll und ganz auf den Trail und fährst mit der Kaiserburgbahn bis kurz unter den Gipfel des Wöllaner Nock (2.145m).

Dann schlängelt sich der Trail über vier Sektionen von der Bergstation der Kaiserburgbahn bis ins Tal. Von 2.039 Metern Höhe geht es bis auf 1.066 Meter Seehöhe. Dazwischen liegen 15 aussichtsreiche Kilometer mit unzähligen Kurven, Rollern und kleinen Anlegern. Und auch der ein oder andere Stopp zu Einkehr oder nur zum Genießen der Aussicht bietet sich an,
Ein Traum, der auch Anfängern und Familien einen herrlichen Einstieg ins Trailfahren und einen tollen Biketag beschert.
- Sternentrail – 1,7 Kilometer – 513 Höhenmeter bergab
- Kornock Flowtrail – 5,6 Kilometer – 348 Höhenmeter bergab
- Alter Almweg Trail 2,9 Kilometer – 494 Höhenmeter bergab
Mein Fazit zum Radfahren in Kärnten
Die Nockberge und die Region rund um Bad Kleinkirchheim und den Millstätter See haben mich in Sachen Radfahren voll und ganz überzeugt.
Abwechslungsreiche Mountainbike-Strecken, leichte und schwere Trails und tolle Rennrad-Routen. Dazu kommen nicht nur die schönen Einkehrmöglichkeiten und die einzigartige Landschaft. Dazu kommt auch noch das angenehme Klima, das einen Start in die Bike-Saison schon früh möglich macht und auch in den späten Monaten des Jahres noch angenehme Touren zulässt.
Für mich zählen Bad Kleinkirchheim, die Nockberge und der Millstätter See zu dem Top-Rad-Regionen, die ich bis dato besuchen durfte. Nicht zuletzt ein Sprung in den Feldsee oder den Millstätter See runden einen Biketag perfekt ab.


