Das einmalig schöne Gipfelkreu auf dem Monte Baone

Monte Baone – alles, außer alltäglich

Colodri, Monte Colt und auch Croce di Ceniga. All diese Berge und Gipfel sind dem Arco-Kenner sicher ein Begriff. Den Monte Baone, in unmittelbarer Nachbarschaft, kennen wenige. Zumindest haben ihn die wenigsten bestiegen.

Mountainbiken, Rennradfahrer, Klettersteig-Gehen oder Klettern gehören zu den Hauptaktivitäten rund um Arco. Etwas südlicher lockt der Gardasee mit zahlreichen Wassersport-Möglichkeiten. Wanderern begegnet man rund um das Örtchen im Trentino eher selten. Und wenn dann noch eher rund um die Burg von Arco.


Klettertour über die Via del 92° Congresso
Diese Tour ist nicht zu verwechseln mit der deutlich anspruchsvolleren Kletterei im I. bis III. Schwierigkeitsgrad auf der Via del 92° Congresso zum Monte Baone.

Durch die Olivenhaine
Durch die Olivenhaine

Ursprünglich hatten wir an diesem Frühsommer-Tag den Busatte-Weg bei Torbole eingeplant, uns kurzfristig aber umentschieden. Direkt von unserem Lieblingshotel in Arco* ging es zum Croce di Baone. Einem kleinen Gipfelkreuz gleich gegenüber der Burg von Arco und dem Gipfelkreuz des Colodri.

Wer die kleine, rostige Box öffnet und im darin befindlichen Gipfelbuch blättert, der weiß dass diese Tour nicht zu den meist gegangenen Touren rund um Arco zählt. Und mit Sicherheit gehört der hier beschriebene Weg zu den unbekannteren Wegen der Region.

Über Chiarano zu den Kletterfelsen unterhalb des Monte Baone

Von Arco geht es zunächst in westlicher Richtung über das wunderschöne Örtchen Chariano in die Olivenhaine die auch die Auffahrt zum Rifugio San Giovanni markieren. Im Vergleich zur Mountainbiketour geht es aber bereits wenige hundert Meter nach Verlassen der Ortschaft scharf rechts ab und weiter nach oben.

Die breiten Wege führen bis direkt zu dem glatten Kletterwänden. Mit jedem Meter Höhengewinn wird auch die Aussicht über die Ebene zwischen Arco und Riva del Garda schöner und schöner. Es wird schließlich flacher. Schilder weisen geradeaus in Richtung Monte Baone. Kurz nach den Kletterfelsen geht es aber auch links abzweigend weiter.

Ein schottriger Weg und zahlreiche Treppenstufen führen nun wieder in östlicher Richtung nach oben. Ein kleines Geländer trennt den Weg vom stark abschüssigen Bereich der Kletterfelsen. Schließlich geht es über einen hölzernen Steg mit einer beeindruckenden Aussicht auf Arco ein kurzes Stück ebenerdig weiter.

Aufstieg zum Gipfel des Monte Baone

Dann steigt der Pfad wieder. Kurz nach einem Steinhaus, fast unentdeckt neben einem großen Strommast, trifft man auf dünne, locker gespannte Drahtseile. Hier verlässt man den Weg und steigt, immer den Seilen folgend, über die glatten Platten des Berges nach oben.

Immer in Richtung der Strommasten geht es nach oben. Auf dem glatten Untergrund ist gutes Schuhwerk von Vorteil. Und auch das Drahtseil unterstützt im Aufstieg. Im Wechsel von Platten und kurzen bewachsenen Abschnitten geht es etwa 80 Höhenmeter nach oben.

Nun wird es deutlich flacher und ein wunderschöner Waldpfad führt durch den Wald. Hier oben trifft man auch wieder auf Schilder die den Weg zum Gipfel weisen.

Durch den dichten Wald kurz vor dem Gipfel
Durch den dichten Wald kurz vor dem Gipfel

Über das markante Gipfelkreuz geht es hinunter nach Laghél

Kurz vor Erreichen des Monte Baone wird es felsiger. Ähnlich scharfkantig und zerfurcht wie auf dem Gipfel des Colodri geht es zu dem schönen kleinen Gipfelkreuz und einer beeindruckenden Aussicht hinüber zur Burg von Arco und nach Süden in Richtung Gardasee.

Der Rückweg nach Arco erfolgt zunächst noch felsig in nördlicher Richtung. Rote Markierungen auf den Felsen weisen den Weg. Dann beginnt der Abstieg durch den Wald. An der ein oder anderen abschüssigen Stelle benötigt man die Hände zur Unterstützung. Schließlich folgt ein deutlich einfachere Bergpfad der auf die Strasse nach Laghél führt.

Rückweg nach Laghel und Arco
Rückweg nach Laghel und Arco

Dort trifft man auf den vom Colodri kommenden Abstieg und wandert durch die Olivenhaine unterhalb der Burg von Arco zurück. In der Altstadt endet die Tour bei einem kräftigen Espresso und einem kühlen Getränk.

Hinweis: Natürlich gibt es auch einfachere Wege auf den Gipfel. Aber diese Tour ist eine wunderschöne Kombination aus herrlichen Waldwegen und ein wenig anregender Kraxelei über die glatten Felswände.

Karte zur Tour


Anmerkung: Das sind unsere Original-Tracking-Daten. Da wir ein paar Fotoshootings zu Produkttests während der Tour hatten, sind sicher die ein oder anderen Schleifen und extra Meter dabei… 



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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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