Lechzopf Tour – Radtour am Wilden Fluss

Die Lechzopf Radtour ist für Gravelbikes und Mountainbikes geeignet. Die Runde umschließt auf beiden Ufern den vielleicht schönsten Teil des Lechs und verbindet die Gemeinden Elmen und Forchach.

Streckenlänge: 26,6 km
Gesamtfahrzeit: 2-3 Stunden
Höhenmeter bergauf: 260
Höhenmeter bergab: 260
höchster Punkt: 1.010m
Schwierigkeit: leicht
Einkehrmöglichkeit: ja
Ausgangspunkt: Elmen
Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: ja
gebührenpflichtiger Parkplatz am Ausgangspunkt

Für Rennräder ist diese Tour aufgrund des teils schottrigen Untergrunds nicht geeignet. Wohl aber für Gravelbikes und Mountainbikes. Wenngleich Du mit den schmalen Gravelbike-Reifen in den Abfahrten Deine Geschwindigkeit anpassen solltest.

Ansonsten ist diese gut 26 Kilometer lange Radtour durch den Naturpark Tiroler Lech ein purer Genuss. Dafür sorgen auch die nur mäßig steilen Anstiege um die 260 Höhenmeter im Verlauf der Tour zu bewältigen.

Auf der Lechzopf-Runde
„Sonnige Eindrücke“ auf der Lechzopf-Runde

Von Elmen in Richtung Stanzach

Die Radtour beginnt an der Klimmbrücke wo sich auch das gleichnamige Naturparkhaus befindet. Am gebührenpflichtigen Parkplatz finden nicht nur Radfahrer sondern auch Wanderer und Freunde des Wildwassersports einen perfekten Ausgangspunkt um den Lech und die umliegenden Berge zu erkunden.

Transparenzhinweis: Die Recherche zu dieser Tour entstand in Kooperation mit Lechtal Tourismus.
Die Lechzopf-Runde ist mit der Nummer 8007 ausgewiesen
Die Lechzopf-Runde ist mit der Nummer 8007 ausgewiesen

Zunächst fährst Du auf der Ostseite des Lech nordwärts in Richtung Elmen. Du querst durch eine Unterführung die Lechtalstraße und erreichst schließlich den kleinen Ort.

Hier folgst Du immer den blauen Schildern mit der Nummer 8007, die Dich die gesamte Tour über begleiten. Kurz nach dem Ort liegen die ersten Felder hinter Dir und der Weg beginnt durch den Wald leicht zu steigen. Dabei wechselt der Untergrund von Asphalt auf Schotter. Auch dieser wechselnde Belag begleitet Dich die gesamte Tour über. Und bis auf einen kurzen Abschnitt vor Forchach und am Ende bei Martinau bleibst Du von nun an auch immer auf landwirtschaftlichen Wegen die für den normalen Verkehr gesperrt sind.

Wer nach Norden fährt, sollte auch mal einen Blick nach Südern riskieren
Wer nach Norden fährt, sollte auch mal einen Blick nach Süden riskieren

Der erste Anstieg ist schnell geschafft und Du radelst über eine freie Alpfläche mit wunderschönem Blick nach Süden und über den Lech.

Dann fällt der Weg wieder hinunter in Richtung der Lechtalstraße. Eine weitere Unterführung bringt Dich wieder auf die gegenüberliegende Seite. Nun fährst Du, wieder auf der Talsohle angekommen, über offene Wiesen zum Lech.

Hier querst Du an einer Brücke die Hornbacher Straße und bleibst weiter auf dem geschotterten Auweg. Nach einer 90-Grad-Kurve am Bächlein Sand erreichst Du schließlich die Ortschaft Stanzach. Im Ort angekommen querst Du den Bach, folgst weiter den blauen Schildern, und fährst auf einem schmalen Schotterweg abermals bergauf

Der Lechzopf auf dem Weg nach Forchach

Der Lech, daneben die Straße und oberhalb der Rad- und Wanderweg
Der Lech, daneben die Straße und oberhalb der Rad- und Wanderweg

Nach der Auffahrt beginnt der für mich schönste Teil dieser Radrunde. Du fährst oberhalb der Lechtalstraße und parallel zum Lech. Immer wieder öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf die gegenüberliegenden Berge und auf den Lech frei.

So geht es in leichtem Auf und Ab gemütlich dahin.

An einer Weggabelung hältst Du Dich links. Nun beginnt der breite Forstweg wieder zu fallen. Es geht in ein paar Kehren, die aufgrund des teils tiefen Schotters nicht zu unterschätzen sind, hinunter zur Lechtalstraße.

Der Straße folgst Du nun ein paar Meter bis Du die Abzweigung nach Forchach erreichst. Du fährst in den Ort ein und hältst Dich anschließend, weiter der Beschilderung folgend, links in Richtung Lech. Nach der Durchfahrt unter der Lechtalstraße kommst Du an einem Wanderparkplatz und einem Firmengelände vorbei, bevor es wieder auf schottrigen Untergrund dahin geht.

Der Lech in seiner noch etwas begardigteren Form
Der Lech in seiner noch etwas begradigten Form
Der Lechzopf
Der Begriff „Lechzopf“ bezieht sich auf das typische, zopfförmige Erscheinungsbild des Lechs in seinem ursprünglichen, weitgehend unbegradigten Zustand.

Dabei teilt sich der Fluss in viele kleine, ineinander verflochtene Arme, die sich ständig verändern – ähnlich wie die Strähnen in einem geflochtenen Zopf.

Vom Radweg oberhalb der Lechtalstraße kannst Du den Lechzopf gut erkennen
Vom Radweg oberhalb der Lechtalstraße kannst Du den Lechzopf gut erkennen

Das Gebiet zwischen Forchach und Stanzach gilt als Herzstück des Naturparks Tiroler Lech. Es zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt von Lebensräumen aus, etwa Kiesbänke, Auwälder und Fließgewässer in engem Wechsel.

Flusslandschaften dieser art sind selten und ökologisch extrem wertvoll. Sie bieten einen Rückzugsraum für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten und zeigen beeindruckende Naturschönheit.

Quelle: lechradweg.info & Universität Wien

Am Westufer nach Vorderhornbach

Kurz nach einem Sportplatz erreichst Du den Lech und siehst schon die mächtige Hängebrücke über den Fluß. Hier heißt es „schieben“. Denn die Querung der Brücke ist nur zu Fuß erlaubt.

Auf der anderen Seite des Lechs angekommen biegst Du links auf einen asphaltierten Rad- und Wanderweg ein.

An der Hängebrücke bei Forchach heisst es für Radfahrer schieben
An der Hängebrücke bei Forchach heisst es für Radfahrer schieben
Das Forsthaus kurz nach Forchach in Fahrtrichtung Elmen
Das Forsthaus kurz nach Forchach in Fahrtrichtung Elmen

Nahezu ebenerdig geht es in Richtung Feldele und dann immer parallel zum Lech weiter nach Süden. Hinter einer Holzbrücke über den Schwarzwasserbach hältst Du Dich links und radelst bis zur Hornbacher Straße. Dort querst Du die Zufahrt nach Vorderhornbach und erreichst einen immer noch breiten Schotterweg. Den Lech-Auwald zur Linken und die freien Wiesenflächen von Hinterhornbach zur Rechten zeichnet die Strecke bald eine 90-Grad-Kurve.

Es geht am Campingplatz von Vorderhornbach vorbei.  Nach den Parkplätzen am Naturfreibad Badino fährst Du links über eine kleine Holzbrücke und anschließend auf einem Schotterweg weiter nach Martinau.

Nach einem kurzen Stück auf der asphaltierten Nebenstraße bis in die Mitte der Ortschaft solltest Du die Schilder im Blick haben, die bald schon wieder rechts ab über die Wiesen den letzten Teil des Weges einläuten.

Schotter und asphaltierter Untergrund wechseln sich immer wieder ab
Schotter und asphaltierter Untergrund wechseln sich immer wieder ab – hinten die Ortschaft Martinau

Auf den letzten beiden Kilometern entlang des Lechs wechseln sich freie Abschnitte mit bewaldetem Gebiet ab. Steigungen gibt es aber nicht mehr viele, bevor Du den Startpunkt an der Klemmbrücke bei Elmen wieder erreicht hast.

Karte zur Lechzopf-Tour

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Mehr Informationen

Informationen rund um die Radrunde

Anreise & Parken
Von Reutte kommend fährst Du auf der Lechtalstraße nach Elmen. Kurz nach dem Ort, noch bevor links die Hahntennjochstraße abzweigt, hältst Du Dich am Schild zum Naturparkhaus Klimmbrücke rechts und erreichst nach wenigen Metern den Parkplatz vor der Brücke.

Die Parkgebühr beträgt aktuell (Stand August 2025) 2€. Die wirfst Du einfach in den dafür vorgesehenen Metallbehälter. Ein Parkticket gibt es nicht.


Orientierung
Zur Orientierung kannst Du Dir die GPX-Daten aus der beigefügten Karte auf Dein Smartphone oder Deinen Radcomputer laden und dort über eine App wie komoot oder Outdooractive ansehen.

Die Strecke ist aber ab dem ersten Meter gut ausgeschildert. Folge einfach den blauen Schildern mit der Nummer 8007.


Einkehrmöglichkeiten
In den Ortschaften entlang der Strecke hast Du die Möglichkeit zur Einkehr. Zum Ende der Tour auch in der „Lechzeit“.

Bademöglichkeit
Zur Abkühlung kannst Du immer wieder am Lech die Füße ins Wasser halten.

Bei Vorderhornbach fährst Du auch direkt am „Naturerlebnisbad Badino“ vorbei. Dort wartet nicht nur ein erfrischender Sprung ins kühle Nass, sondern auch eine zusätzliche EInkehrmöglichkeit.


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