Wenn der Winter in Lana den Frühling küsst: zwischen Waalwegen, Panorama und wilden Schluchten

Ein paar Tage Sonne, ein wenig Bewegung und richtig gutes Essen. Das sind die perfekten Zutaten für einen Kurztrip. Und weil Südtirol genau diese Zutaten bietet, hat es uns im Übergang vom Winter zum Frühjahr für einen Kurztrip nach Lana verschlagen.


Lana und das Vigiljoch kenne ich in erster Linie von meinen Besuchen mit dem Mountainbike oder meinen Abstechern nach Meran. Und auch die Waalwege, allen voran der Marlinger Waalweg, habe ich schon kennengelernt. In diesem Spätwinter sollte sich mein Bild von Lana aber noch einmal mehr vervollständigen. Denn neben den Waalwegen und den wunderschönen Wanderungen stand diesmal auch die Kulinarik im Fokus der Reise.

Fotomotive in Hülle und Fülle

Transparenzhinweis: Zu dieser Recherche-Tour wurden wir vom Tourismusverein Lana und Umgebung eingeladen.

Eingecheckt haben wir in einer Ferienwohnung im Landhaus am Gries. Das liegt direkt im Herzen von Oberlana und ist ein perfekter Ausgangspunkt für entspannte Tage zwischen Natur und Genuss. Denn das Schöne hier: viele Ziele lassen sich direkt von der Unterkunft aus erreichen.

Die Wanderung durch die Gaulschlucht beginnt direkt hinter dem Haus, ein paar Schritte außerhalb der Ortschaft startet der Brandiswaalweg und auch die Bergbahn aufs Vigiljoch ist nach wenigen Gehminuten erreicht. Ein autofreier Urlaub ist also problemlos möglich und genau das haben wir genutzt.

Ankommen in Lana: Genuss zum Auftakt

Der erste Abend gehörte natürlich dem Ankommen. Und in Südtirol, somit auch in Lana, bedeutet das Genuss.

Nur wenige Schritte von unserer Unterkunft entfernt beginnt die Fußgängerzone. Dort befindet sich das 1477 Reichhalter. Von außen eher unscheinbar, innen jedoch ein wahres Kleinod. Das beginnt beim Schachbrettfußboden, zieht sich über die historische Einrichtung bis zur Qualität und Präsentation der Speisen. Das Konzept: Eat & Sleep. Der Service herzlich, die Küche kreativ und gleichzeitig tief in der Südtiroler Genusskultur verwurzelt.

Für uns war schnell klar: wenn wir wieder nach Lana kommen, gehört ein Besuch ab jetzt definitiv zum Pflichtprogramm.

Winter trifft Frühling: Wanderung am Vigiljoch

Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren Frühstück zunächst nach oben. Mit der Vigiljoch-Seilbahn sind wir von Lana hinauf auf rund 1.480 Meter Höhe geschwebt.

Schon während der Auffahrt mit der Bahn öffnet sich der eindrucksvolle Blick über das Etschtal. Am Horizont zeichnen sich die Gipfel der Dolomiten ab: Langkofel, Plattkofel und Rosengarten sind bei klarer Sicht gut zu erkennen.

Hoch über Lana

Die Landschaft rund um das Vigiljoch ist ruhig und still. Speziell in den Wintermonaten. Und auch bei unserem Besuch lag noch das weisse Winterkleid über den Wiesen. Unser Ziel war das St.-Vigilius-Kirchlein, das über einen sanft ansteigenden Waldweg erreichbar ist. Der Weg führt durch lichte Wälder und über offene Wiesenflächen. Immer wieder mit dem beeindruckenden Panoramablick über die Südtiroler Landschaft.


Das Vigiljoch
Das Vigiljoch, oberhalb von Lana, gilt als eines der naturbelassensten Wandergebiete in ganz Südtirol. Gerade im Übergang vom Winter zum Frühjahr ist hier oben wenig los.

Nach dem Panoramablick haben wir im etwas tiefer gelegenen Gasthof Jocher die Sonne und das Südtiroler Lebensgefühl auf der Terrasse genossen. Aperol inklusive. Man passt sich halt an.

Das Kirchlein am Vigiljoch, unterhalb der gasthof Jocher

Wandern macht glücklich

Und auch wenn uns das Panorama noch ein paar Stunden mehr hätte schmecken können, ging es irgendwann weiter zur Schwarzen Lacke. Der kleine Bergsee liegt eingebettet zwischen Wiesen und Wäldern und ist im Winter mit einer dicken Schnee- und Eisschicht bedeckt. Viele hier stehenden Häuser stammen aus Zeiten, als das Vigiljoch noch eine kleine Skidestination war. Jetzt trifft man nur noch vereinzelt auf Skifahrer, die oberhalb der Bergstation der Seilbahn mit dem gemütlichen Einer-Sessellift nach oben fahren.

Hinter dem Bergsee taucht der Weg in den Wald ein und führt panoramareich und in leichtem Auf und Ab zurück zur Bergstation der Seilbahn.

Der Brandiswaalweg: ein Spaziergang durch Südtirols Kulturlandschaft

Zurück in Lana haben wir den Nachmittag für eine weitere kleine Tour genutzt. Das Ziel war der Brandiswaalweg, der wieder direkt von unserer Unterkunft aus zu erreichen war.

Der Brandiswaalweg gehört zu den klassischen Spazierwegen rund um Lana. Waalwege sind historische Bewässerungskanäle, die früher zur Versorgung von Feldern und Wiesen genutzt wurden. Heute führen diese Wege Wanderer durch eine typische Südtiroler Kulturlandschaft.

Der Brandiswaalweg


Der Brandiswaalweg
Der Brandiswaalweg-Waalweg verbindet Oberlana mit Niederlana und verläuft größtenteils am Hang eben durch Südtiroler Kulturlandschaft mit ihren Apfelgärten und Weinberge.

Ziel unseres Spaziergangs war der Brandis-Wasserfall oberhalb des Golfplatzes von Lana. Das Ausflugslokal kurz vor dem Wasserfall hatte zwar noch geschlossen, was den Genuss des eingeplanten Cappuccinos etwas verzögerte, dafür hat aber der Blick auf den Brandis-Wasserfall für alles entschädigt!

Auf dem Brandiswaalweg

Am Abend mussten wir dann doch einmal unser Auto bemühen. Aber die kurze Fahrt ins Hidalgo nach Burgstall hat sich definitiv gelohnt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Etsch gab es Fleischspezialitäten in allen Variationen. Sicher kein Geheimtipp, aber ein Restaurant-Tipp für Steak-Liebhaber den wir hier keinesfalls vorenthalten möchten!

Tag drei: Ein Spaziergang durch die Gaulschlucht

Vor der Heimreise wartete noch ein letztes Naturerlebnis. Und auch das, wie sollte es anders sein, wieder direkt vor der Haustür.

Die Gaulschlucht bei Lana gehört zu den überraschendsten Landschaften im Meraner Land. Nur wenige Schritte vom Ortszentrum entfernt tauchst Du hier plötzlich in eine völlig andere Welt ein.

Auf eisernen Stegen durch die Gaulschlucht

Direkt hinter dem Eisstadion von Lana führt der Weg durch einen kurzen Felstunnel hinein in die Schlucht. Ab hier begleiten Dich steile Felswände, dichter Wald und das stetige Rauschen des Wassers. Der Weg ist breit und gut ausgebaut. Mehrere eiserne Stege reihen sich entlang des Baches aneinander. Zwei Hängebrücken queren die Falschauer.

Nach rund 20 Minuten endet die kleine Wanderung an einem Felstunnel. Dahinter beginnt ein Schutzgebiet für Fledermäuse, deshalb ist der Weiterweg gesperrt. Zurück in Lana haben ein noch ein feines Frühstück im Diversus genossen, bevor unser erlebnisreicher Kurztrip endete.


Die Gaulschlucht
In der Gaulschlucht wechselt die  sonst so sanfte Südtiroler Landschaft ihr Gesicht. Schroffe Felswände, das Rauschen der Falschauer, eiserne Stege und Hängebrücken prägen das Bild dieser kleinen Schlucht.

Endete? Nicht ganz. Bevor wir endgültig die Heimreise angetreten haben, gab es noch einen letzten Abstecher. Und zwar zur Kirche St. Hippolyt, die oberhalb von Lana auf einer kleinen Anhöhe liegt.

Von hier aus öffnet sich noch einmal ein weiter Blick über das Etschtal und die Obstgärten rund um Lana. Ein schöner Abschluss für ein paar entspannte Tage zwischen Natur, Panorama und Genuss.

Die Kirche St. Hippolyt

Unser Fazit: Lana ist perfekt für eine kurze Auszeit

Lana hat uns nicht zum ersten Mal überzeugt. Und sicher auch nicht zum letzten Mal!

Die Mischung aus mildem Klima, einfachen Wanderungen, beeindruckender Natur und hervorragender Küche macht den Ort zu einem perfekten Ziel für eine kurze Auszeit. Besonders im Übergang vom Winter zum Frühjahr.

Einer der ganz großen Vorteile: viele Ziele lassen sich direkt zu Fuß erreichen. Wer eine Unterkunft zentral in Oberlana wählt, kann problemlos mehrere Tage autofrei unterwegs sein. Und genau das, gepaart mit der wunderschönen Natur und der Kulinarik, macht einen Aufenthalt hier besonders entspannt.

Unsere Tipps für Lana

Lust bekommen? Unsere Tipps für Deinen Lana-Besuch

Immer wieder neue Touren

Du willst keinen Beitrag mehr verpassen? Dann abonniere Bergparadiese.de per Email und erhalte automatisch alle neuen Beiträge und Tourentipps (diesen kostenfreien Service kannst Du jederzeit wieder abbestellen).

 

1 Gedanke zu „Wenn der Winter in Lana den Frühling küsst: zwischen Waalwegen, Panorama und wilden Schluchten“

  1. Ja ich hab den Newsletter wohl sehr erfolgreich gut ausgewählt an wirklich tolle Menschen weitergegeben .Freu mich selber immer drauf und finde gerade Kurztrips in der Kombi wie Südtirol es vielfältig im Angebot hat das sicher jederzeit neu kombinierbar ist..der Zukunftstrend sein wird und immer schon war doch jetzt erneuter und bewusster im Wahrnehmen und im Geniessen ..Ja sicher ich bin selbst sehr sporadisch improvisieren spontan unterwegs ich zum Beispuel freu Mi wenn i spontan eas entdecke .Gäste brauchen ein schönes geführtes Programm das tut jedem gut .Man lernt und gewinnt an Infos halt mehr als nur online nach schaun auch darin sind Gäste längst Weltmeister die wissen mehr wie wir
    oft schon .Danke für die vielen tollen Vorschläge und Infos und traumhaften Bilder und natürlich spannend kommentierten Performens..Worte machen auch sehr viel aus wie ich einen Weg ein Angebot beschreibe das machen alle voll super…Südtirol hat eine grosse Auszeichnung an Gastfreundschaft und ob Wanderführer Naturguid Trainer Animateure das bringt alle in eine persönliche sichere gemütliche Atmosphäre ..Kompliment an Bergparadiese und Lana ist wunderschön

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Inhalt

Entdecke mehr von Bergparadiese.de

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen