Teils bizarre Felsformationen im Aufstieg zum Gipfel

Auf königlicher Spurensuche
4 Wander-Tipps von Ludwig II.

Im gesamten bayerischen Alpenland hat König Ludwig II. seine Spuren hinterlassen. Deutliche Spuren.

Neben den bekannten Felsenburgen und Schlössern im Füssener Königswinkel hat er in der Zugspitz Region auch einfachere, filigranere Bauten errichten lassen. Einige davon existieren noch heute und ziehen Besucher in ihren Bann.

Für die einen verrückte Illusionen eines verschwenderischen Träumers. Für die anderen einmalig schöne Denkmäler der untergegangenen Hoch-Zeit der Wittelsbacher.

Auf dem Königsweg - oben sieht man schon das Königshaus am Schachen
Auf dem Königsweg zum Königshaus am Schachen

Was all diese Orte aus dem Leben Ludwig II. gemeinsam haben: sie liegen eingebettet in der beeindruckend-schönen bayerischen Gebirgslandschaft. Und: die schönsten Wege zu diesen historischen Stätten führen zu Fuß hinauf.

So wie die »Königswanderwege« auf die Berge rund um Ettal, Garmisch-Partenkirchen oder Mittenwald.

Alle Touren haben über 1000 Höhenmeter im Aufstieg im Gepäck. Bis auf über 2000 Meter geht es auf den Spuren des bayerischen Märchenkönigs ins Karwendel, Wettersteingebirge oder in die Ammergauer Alpen. Und auch wenn Du Dich von »KinI’s Bauten« nicht begeistern lassen kannst. Von den wunderschönen Wegen wirst Du es sein!

Die Königswanderwege in der Zugspitz Region


Panoramablick auf »Kinis Leben« am Heimgarten

Auf dem Weg zur Brunnenkopfhütte
Auf dem Weg zur Brunnenkopfhütte

Auf dem Aussichtsberg Heimgarten hast Du quasi das gesamte Leben des Märchenkönigs vor Augen.Bei klarem Wetter sieht man von seinem Geburtsort München bis zum Starnberger See, in dem er 1886v den Tod fand.

Der Blick schweift weiter über Schöttelkarspitze, Schachenhaus und Pürschling, dem Hausberg von Schloss Linderhof.

Der Zustieg auf den Heimgarten erfolgt über das »Blaue Land«. Von Ohlstadt aus wanderst Du in gut sechs Stunden nach oben. Dichter Bergwald und blühende Wiesen wechseln sich ab, bevor sich das gewaltige Panorama öffnet.


Lang & abgeschieden
Der Aufstieg aus Richtung Ohlstadt ist zwar lang, dafür deutlich einsamer wie der Übergang vom Herzogstand.

Von der dortigen Bergstation der Seilbahn kommen die meisten Besucher über den Grat auf den Aussichtsberg.


Vom Schloss Linderhof auf die Klammspitze in den Ammergauer Alpen

Schloss Linderhof war das »Lebensrefugium« des Monarchen. Am Parkplatz neben dem Schloss beginnt der ehemalige »königliche Reitweg« zur Brunnenkopfhütte. Etwa eineinhalb bis zwei Stunden zieht sich der Weg über flache und langgezogene Serpentinen durch Wald zur ehemaligen Jagdhütte.

Ausblick über die Brunnenkopfhütte in Richtung Ettal
Ausblick über die Brunnenkopfhütte in Richtung Ettal

Nach einer Rast an der kleinen Alpenvereinshütte, die auch ein paar Übernachtungsplätze bietet, geht es zunächst flach in einen Kessel unterhalb der Großen Klammspitze.

Dann beginnt der Weg vor dem herrlichen Bergpanorama zu steigen und führt schließlich durch den Fels bis auf den Aussichtsgipfel von wo aus sich ein beeindruckender Blick über die Ammergauer Alpen, das Voralpenland und über das Wettersteingebirge oder die Tannheimer Berge bietet.


Ludwigsfeuer in den Ammergauer Alpen
Am 24. August werden alljährlich in den Abendstunden die Ludwigsfeuer in den Ammergauer Alpen entzündet.

Es ist der Geburtstag des Monarchen, der am 24.8.1845 auf Schloss Nymphenburg geboren wurde.


Auf das Schloss aus Holz am Schachen im Wettersteingebirge

Hoch oben in 1.866 Metern Höhe thront auf dem Schachen, am Fuß des Wettersteinmassivs, das Königshaus am Schachen. Hier hat der Märchenkönig gerne seinen Geburtstag verbracht.

Das Königshaus und das Schachenhaus
Das Königshaus und das Schachenhaus

Wer auf den Spuren des Königs wandeln möchte, wählt für den Aufstieg den „echten“ Königsweg, der sich vom Wanderparkplatz in Elmau durch dichten Bergwald bis unterhalb der majestätischen Dreitorspitze zieht. Obwohl der Monarch damals natürlich nicht zu Fuß unterwegs war.

Für den sportlicheren Aufstieg empfiehlt sich die längere Variante von Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm und über den Kälbersteig. Auch auch mit dem Mountainbike lässt sich das hölzerne Schloss erobern. Wenngleich die Auffahrt von Mittenwald über den Ferchensee und die Wettersteinalm sicherlich zu den anspruchsvolleren Mountainbiketouren der Region zählt.


Besichtigung des Schlosses
Eine Führung durch das Schloss lohnt sich. Außen im schlichten Schweizer Chaletstil erbaut, wartet innen ein türkischer Prunksaal auf seine Entdeckung.

Im nahe gelegenen Schachenhaus wartet dann die verdiente kulinarische Belohnung.


Zum Nachmittagstee auf die Schöttlkarspitze im Karwendel

Das Soiernhaus liegt in der Alpenwelt Karwendel und wurde als Jagdhaus errichtet. Da der »Kini« der Jagd nichts abgewinnen konnte, besuchte er das Soiernhaus wegen der schönen Aussicht.

Besonders angetan war er von der türkisblauen Farbe der Soiernseen. Auf der Soiernspitze ließ er einem Teepavillon errichten. Von »Belvedere« ist auf der Schöttelkarspitze nur noch eine Eisenstange übrig geblieben. Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Haus abgebrannt. Geblieben ist der sagenhafte Rundumblick zur Zugspitze, ins Estergebirge, ins Karwendel und in die Voralpenlandschaft.

Blick über den Seinskopf zur Schöttlkarspitze
Blick über den Seinskopf zur Schöttlkarspitze

Der Aufstieg erfolgt von Krün oder Wallgau zunächst zur Fischbachalm. An der Fischbachalm musst Du Dich entscheiden, ob Du auf der Forststraße bleibst oder den kürzeren, anspruchsvolleren und kurz drahtseilversicherten »Lakaiensteig« wählst. Den benutzten übrigens die Bediensteten, um das Jagdhaus auf das Eintreffen seiner Majestät vorzubereiten.

Vom Soiernhaus geht es auf den 2050 Meter hohen Gipfel und entweder über den Seinskopf zurück in Richtung Krün (siehe Karte) oder Krinner Kofler Hütte nach Mittenwald.


Empfehlungen

Heute ist das Soiernhaus eine DAV-Hütte und Ausgangspunkt für Touren wie die der berühmten Soiernrunde.

Zur Fischbachalm kannst Du auch mit dem Mountainbike fahren. Entweder über den Soiernweg, oder aber auch direkt von Krün auf der Forststrasse.


Karten zu den einzelnen Touren zum Ausdrucken oder Downloaden

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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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