Blick auf den Rosengarten und das Klima-Skigebiet Carezza

Klimaneutrale Anreise in den Winterurlaub am Beispiel des Südtiroler Eggental

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Winterurlaub und Skifahren in Südtirol. Auch wenn man es angesichts der bunten Blätter der Bäume kaum glauben mag. Der Winter steht vor der Tür und hat an der ein oder anderen Stelle auch bereits angeklopft.

Für viele Freunde des Wintersports beginnt spätestens jetzt die Planung für einen Winterurlaub. Dabei steht als Aktivität nicht nur Winter- und Schneeschuhwandern ganz hoch im Kurs! Auch das Tourenskigehen und das alpine Skifahren selbst erfreuen sich hoher, wenn nicht sogar wachsender Beliebtheit.

Destinationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch Italien werden auch diesen Winter wieder das Ziel vieler Gäste sein. Das gilt für Einheimische in den Regionen, Tagesausflügler und Urlaubsgäste gleichermaßen.

Blauer Himmel, breite Pisten und perfekter Schnee im Skigebiet Carezza
Blauer Himmel, breite Pisten und perfekter Schnee im Skigebiet Carezza

Diejenigen, für  das nächste Skigebiet nicht gerade „um die Ecke liegt“, machen sich zurecht Gedanken wie und wo sie ihren Winterurlaub verbringen. Mit ein wenig Vorplanung lässt sich der Urlaub ganz entspannt, ohne Reisestress und zugleich noch klimaschonend planen.

Das Hotel und die Destination selbst spielen dabei eine ebenso große Rolle, wie die Anreise.

Viele Gastgeber orientieren sich in ihrer Ausrichtung inzwischen am Thema Nachhaltigkeit. Das beginnt bei der Auswahl der Lieferanten, geht über die Verwendung regionaler Produkte bis hin zur energetischen Sanierung der Häuser. Selbst Skigebiete versuchen mehr und mehr in Klimaneutralität zu investieren, da sie sich der Ressource Natur und ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst sind.

Und auch Destinationen streben mit dem Ausbau und Angebot des öffentlichem Personennahverkehr dahin, den Individualverkehr möglichst gering zu halten. Gerade in kleinen Tälern ein wichtiger Baustein in diesem Kontext! Neben dem Verkehr vor Ort stellt aber gerade die Anreise eine große Belastung in der Umweltbilanz dar!

Kann man in kleine Bergregionen aber überhaupt eine alternative Anreise planen und durchführen? Bei unseren Besuchen und Recherchen im und über das Eggental haben wir uns die Möglichkeiten einmal genauer angesehen.

Nachhaltige Anreise mit dem Zug

Bei einem Urlaub entfällt generell der größte CO2-Anteil auf die Anreise, sofern man mit dem Auto anreist.

Mit alternativen Verkehrsmitteln, zum Beispiel mit dem Zug, kann man seinen persönlichen CO2-Fußadruck deutlich reduzieren. Obendrein kommt man auch wesentlich entspannter am Urlaubsort an.

Wer nachhaltig und klimaneutral ins Eggental anreisen möchte, der kann das bequem mit dem Zug. Von München fahren beispielsweise regelmäßige Fernzüge über den Brenner nach Bozen. Und von dort gibt es eine stündliche Busverbindung ins Eggental.

Klimaneutrale Anreise mit dem Zug
Klimaneutrale Anreise mit dem Zug

Rechtzeitig geplant fährt man für 19 Euro in gerade einmal 4 Stunden von München nach Bozen. Ohne umsteigen, ohne Stau und ganz entspannt. Die Buslinie 180 fährt dann für einen Fahrpreis zwischen 3,50€ und 5,00€ ins Eggental.

Es geht also. Wenn die Konzepte vor Ort stimmen, kann man also sehr wohl eine Alternative zum Auto finden, wenn man seinen Urlaub klimaschonend verbringen möchte.

Nützliche Links zur Planung

Die Anreise ins Eggental

Derzeit gilt in den Zügen die 3-G-Regel. Nähere, aktuelle Informationen und die Einreisebestimmungen nach Südtirol findest Du zum Beispiel auf den Seiten des ADAC.

Ski-Opening 2021/22

Übrigens: das Ski Center Latemar in Obereggen (1550-2500 m) startet am 26. November 2021 in die neue Saison. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen geht Sicherheit vor! Daher werden die Kabinenbahnen im Eggental nur bis 80 Prozent ausgelastet.

Bei der gesamten Liftbeförderung gilt Maskenpflicht. Einen Skipass gibt es zudem nur bei Vorlage eines sogenannten Green Pass. Das beutetet einem Nachweis ob man geimpft, getestet oder genesen ist. Diese Regelung betrifft Kinder unter zwölf Jahren nicht.

Blick auf den Rosengarten und das Klima-Skigebiet Carezza
Blick auf den Rosengarten und das Klima-Skigebiet Carezza

Das Skigebiet Carezza Dolomites (1170 m – 2337 m), unterhalb des Rosengarten, startet am 27. November in die neue Saison. 40 bestens gepflegten Pistenkilometer in Carezza kommen somit in den Verbund mit dem Val di Fassa (insgesamt 110 Pistenkilometer) dazu.

Über das Eggental

Die sieben Orte des Eggentals liegen nur 20 Kilometer von Bozen Nord entfernt. Das Gebiet beheimatet gerade mal 9.300 Einwohner und erstreckt sich über 200 Quadratkilometer, davon 70 Prozent Waldfläche. Skifahrer haben im Angesicht des Dolomiten UNESCO Welterbes mit Rosengarten und Latemar zwei einzigartige Dolomiti Superski-Gebiete zur Auswahl. Das Obereggen-Ski Center Latemar, das mit dem Fiemme-Tal verbunden ist und auf 111 gemeinsame Pistenkilometer kommt, ist der ideale Urlaubsort für aktive Skifahrer. Das Klimaskigebiet Carezza Dolomites positioniert sich als perfekter Ort für Familien.

Hier gibt es, gemeinsam mit dem Fassa-Tal, insgesamt 154 Abfahrts-Kilometer. Die rund 5000 Gästebetten verteilen sich auf 17 Hotels im 4-Sterne- bzw. 4-Sterne-Superior-Bereich sowie auf weitere 45 Hotels im 3-Sterne Bereich. Gut 65 Prozent der Unterkünfte sind klein und familiengeführt. Wer mag, quartiert sich direkt am Pistenrand ein.

Skigebiete & Nachhaltigkeit
Tourismus & Wintersport stehen im Hinblick auf die Klima-Bilanz besonders unter Beobachtung. Aber was würde ohne den Tourismus geschehen? Destinationen wie das Eggental benötigen den Tourismus um zu überleben. Nimmt man ihnen diese Grundlage , drohen ganze Landstriche zu veröden. Kein Tourismus, keine Einnahmequelle. Keine Einnahmequelle, keine Arbeitsplätze. Keine Arbeitsplätze, keine Zukunft für die folgenden Generationen. Es drohen Abwanderung und der Verfall ganzer Ortschaften, wie ein Blick in Nachbartäler in Richtung Venedig zeigt.

Mit der Abwanderung fehlen oft auch Nachfolger für bäuerliche Betriebe. Aufgelassene Höfe führen dazu, dass Kulturlandschaften nicht mehr bewirtschaftet werden und verwildern. Spricht man also davon, nicht in den Tourismus zu investieren, so nimmt man diese Dynamik der Veränderung in Kauf. Ich stimme definitiv zu: es ist in der heutigen Zeit mehr als fragwürdig Gebiete komplett neu zu erschließen und zu erweitern. In der Investition in bestehende Gebiete liegt aber ein großes Potential in Sachen Nachhaltigkeit, wie auch für den Schutz der Natur.

Was sich Skigebiete auf dem Weg zur Klimaneutralität einfallen lassen, kannst Du im Blogbeitrag „Die Schneeflüsterer von Carezza“ erfahren.

Folge uns Björn von Bergparadiese.de:

Sportler, Blogger, Content Creator & Autor

Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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