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Tolle Eindrücke im Klettersteig

Klettersteige am Gardasee – ein Klettersteigführer

In den vergangenen Jahren sind auf Bergparadiese.de immer mehr Klettersteige dazu gekommen. Gerade der Gardasee, die Region rund um Arco, hat uns mehr und mehr in ihren Bann gezogen und zu diesem Klettersteigführer „Klettersteige Gardasee“ geführt.

Ein Grund dafür ist sicher, dass man nahezu das gesamte Jahr über der Klettersteig-Leidenschaft nachgehen kann. So waren wir zum Beispiel Weihnachten 2019 auf dem kleinen aber feinen Colodri unterwegs. Ein anderer Grund ist einfach das wunderschöne Ambiente von Arco, das uns immer wieder fasziniert. Nach einem herrlichen Klettersteig am Gardasee durch die Gassen der Altstadt schlendern, in einem kleinen Café einen Espresso genießen und dem bunten Treiben zusehen. Wunderbar.

Winterlicher Aufstieg durch die sonnendurchflutete Wand des Colodri
Winterlicher Aufstieg durch die sonnendurchflutete Wand des Colodri

Die schönsten Klettersteige rund um Arco

Über die letzten Jahre und Monate haben wir zahlreiche Steige am und um den Gardasee erkundet und beschrieben. Sicher ist diese Aufzählung nicht vollständig. Aber wer sich ein paar Tage in das Garda-Trentino verirrt, der findet hier die wichtigsten Klettersteige am und um den Gardasee, die man in jedem Fall gesehen haben muss.

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Das findest Du in diesem Klettersteigführer „Klettersteige Gardasee“

    1. Der Colodri-Klettersteig
    2. Via Ferrata Susati, Foletti und Sentiero Camminamenti
    3. Via Ferrata Amicizia
    4. Via Ferrata Monte Albano
    5. Via Ferrata Che Guevara
    6. Schluchtenklettersteig Rio Sallagoni
    7. Artpinistico delle Niere
    8. Cascata Rio Ruzza – Ferrata Signora delle Acque
    9. Ferrata Sasse

Der Colodri-Klettersteig

Einer der ersten Klettersteige, die wir bei jeder unserer Touren zum Gardasee besuchen, ist der Colodri Klettersteig. Der Klettersteig ist für Anfänger und Familien gleichermaßen geeignet. Mit einer maximalen Schwierigkeit von B/C, aufgrund seines kurzen Zustieg und auch aufgrund der Länge, eignet er sich bestens zum „Aufwärmen“. Die Länge des Steigs bietet das optimale Format für eine Nachmittags-Tour. Die Tour lässt sich aber auch mit der Bergtour zum Monte Colt und Croce di Ceniga verbinden und zu einer Ganztages-Tour kombinieren.

Via Ferrata Susati, Foletti und Sentiero Camminamenti

Den vielleicht schönsten Blick auf den Gardasee hat man vom Punta di Larici. Der ist allerdings am besten mit dem Mountainbike zu erreichen. Der schönste Blick von einem Klettersteig ist sicherlich der vom Susati Klettersteig. In der Kombination mit dem Foletti Klettersteig und dem Sentiero Camminamenti ist man einen ganzen Tag unterwegs.

Am Ausstieg des Susati Klettersteig
Am Ausstieg des Susati Klettersteig

Auch diese Steigkombination ist durchaus für Einsteiger geeignet. Auf der Via Ferrata Fausto Susatti trifft man immer viele Familien mit Kindern. Für den Zustieg sollte man dann allerdings nicht die sehr steile Variante von er Ponale Strasse aus wählen, sondern besser in Biacesa starten.

Über einen herrlichen Waldweg geht es zunächst zum Susati Klettersteig. Der geht nach dem Cima Roca in den Foletti über, von wo sich der Sentiero Camminamenti anschließt. Letzterer ist weniger ein Klettersteig, als vielmehr eine Kombination aus Leitern und Tunnelschächten, die während derZeit des ersten Weltkriegs überall in der Region gegraben wurden.

Via Ferrata Amicizia

Wenn man vom Punta di Larici und dem Susati Klettersteig den schönsten Blick auf den Gardasee hat, dann hat man von der Via Ferrata Amicizia sicher den schönsten Blick auf Riva del Garda. Der Ort ist zugleich Ausgangspunkt für den Zustieg.

Grandiose Aussicht auf den Gardasee
Grandiose Aussicht auf den Gardasee

Vorbei an der Bastione geht es steil hinauf in Richtung der Kapelle Santa Barbara. Hier oben beginnt der nicht enden wollende Leiternsteig, der immer wieder durch Gehpassagen unterbrochen wird. An heißen Sommertagen sollte man unbedingt früh aufbrechen, da ansonsten gerade die Gehpassagen in dem steilen Gelände zur Qual werden können. Im Verlauf des Steigs wird man mit einem herrlichen Tiefblick belohnt, wenngleich der Kletteranspruch relativ gering ist.

Kurz vor dem Gipfel des Cima SAT
Kurz vor dem Gipfel des Cima SAT

Am Gipfel, dem Cima SAT, wartet ein langer und mitunter steiler Abstieg zurück nach Riva. Daher sind Stöcke wirklich von Vorteil!

Via Ferrata Monte Albano

Im Vergleich zu den beiden erstgenannten Klettersteigen ist der Monte Albano sehr anspruchsvoll. Bereits der ungesicherte Einstieg stellt eine erste große Hürde dar. Hinzu kommen die teils blank polierten Felsen. Die steigern die Schwierigkeit des mit maximal D gekennzeichneten Steigs noch einmal deutlich.

Dafür hält der Steig für seine Bezwinger atemberaubende Bilder an den steilen Felswänden oberhalb des kleinen Ortes Mori bereit. Wer es also anspruchsvoll und sportlich mag, der wird an der Via Ferrata Monte Albano seine wahre Freude haben!

Via Ferrata Che Guevara

Vor diesem Steig hatten wir zu Beginn großen Respekt. Die Länge des Che Guevara, und die Höhe der Wand ingesamt, machen ihn schon zu einer Hausnummer. Rückwärts betrachtet war der Steig in Sachen Schwierigkeit aber relativ einfach. Zahlreiche Gehabschnitte, teils ungesicherte Schrägpassagen und viele Klammern wechseln sich ab.

Die Felswand zum Monte Casale
Die Felswand zum Monte Casale
Zu Beginn und am Ende stehen sicher die größten Herausforderungen in Sachen Klettersteig-Technik an. Ansonsten ist der Aufstieg auf den Monte Casale eine eher konditionell fordernde Unternehmung. Im Sommer und vor allem in der Mittagszeit wird es in der Wand sehr heiß. Daher sollte man diese Zeiten meiden oder zumindest sehr früh aufsteigen und genügend zu trinken mitnehmen.

Auch der Abstieg vom Klettersteig ist nochmals fordernd und lang. Er kann aber durch die ein oder andere Variante auch verkürzt werden. Vor allem da der ÖPNV in der gesamten Region sehr gut ausgebaut ist.

Schluchtenklettersteig Rio Sallagoni

„Wie in einem Land vor unserer Zeit“! An diesen Eindruck muss ich immer wieder denken, wenn ich an unsere Tour durch die Via Ferrata Rio Sallagoni denke.

Der Steig ist nicht sonderlich hoch angelegt und führt durch eine Schlucht unterhalb der Burg von Drena. Die glatten Wände sorgen aber dennoch für eine anregende Kletterei in der Schwierigkeit bis C. Wer sich den Weg durch den ersten Teil dieses Klettersteigs bahnt, wird an der ersten Seilbrücke aber sicherlich einen ähnlich umwerfenden Eindruck haben, wie wir!

Die erste Drahtseilbrücke
Die erste Drahtseilbrücke

Artpinistico delle Niere

Der Artpinistico delle Niere zählt eigentlich schon zur Region der Brenta-Klettersteige. Von Arco aus ist der mit einer Schwierigkeit von C ausgewiesene Steig in einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Daher, und aufgrund seines ganz eigenen Charakters gehört er jedoch unbedingt in diesen Klettersteigführer rund um den Gardasee! Der Einstieg befindet sich direkt am Parkplatz, gleich neben einer Kletterwand, und stellt sicher die Schlüsselstelle dar. Danach kann man den Steig durch und durch genießen. Sehr abwechslungsreich geht es nach oben. Immer wieder entdeckt man neue kleine Kunstwerke an und in den Wänden der Klettersteigs. Und es gibt genügend Rastmöglichkeiten, um das alles auf sich wirken zu lassen.

 

Cascata Rio Ruzza – Ferrata Signora delle Acque

Bei unserem ersten Besuch der Cascata Rio Ruzza war der Klettersteig gerade einmal 15 Minuten lang. Schon damals haben wir uns vorgestellt, wie es wohl wäre, indem beeindruckenden Kessel des hohen Wasserfalls ganz nach oben zu steigen. Kurze Zeit später war es dann soweit. Die Ferrata Signora delle Acque wurde erweitert und zählt nun sicher zu den Steigen mit dem beeindruckendsten Tiefblicken rund um den Gardasee.

Viel Fels, viel Eisen, Leitern und Seilbrücken. Mit einer Schwierigkeit bis in den Bereich C/D ist der Wasserfallsteig durchaus fordernd. Am Ende aber ist es ein purer Klettersteig-Genuß den man unbedingt erlebt haben muss!

Ferrata Sasse

Die Ferrata Sasse befindet sich am Idro-See, etwa 1 Fahrstunde von Arco entfernt. Der Klettersteig zeichnet sich weniger durch seine Schwierigkeit als vielmehr durch seine Lage aus. Der Steig verläuft teilweise direkt auf Seehöhe entlang. Ein wunderschönes Kontrastprogramm zu den Tiefblick-Klettersteigen Cascata Rio Ruzza oder Monte Albano.

Der Einsteig war für uns erst im zweiten Anlauf leicht zu finden. Wer aber unserer Beschreibung folgt, der sollte damit auch beim ersten Besuch wenig Probleme haben.


Das gibt es auch noch zu entdecken

Sicher gibt es noch weitere Klettersteige in der Region die (noch) nicht auf unserer Liste stehen. So wie der Rino Pisetta oder der Sentiero Contrabbandieri. Aber das sind ja nur zwei Gründe mehr, wieder in die Region zu reisen und das Klettersteig-Feeling zu genießen.


Buchtipp Klettersteigführer Dolomiten-Südtirol-Italien

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