Auf dem Fuldaer Höhenweg

Der Fuldaer Höhenweg

Der Fuldaer Höhenweg verläuft oberhalb des Taschachtals und verbindet das gleichnamige Taschachhaus mit dem Rifflsee. 


Sicherlich ist die Wildspitze der bekannteste Gipfel, den Du vom Pitztal aus besteigen kannst. Mit ihren 3774 Metern ist sie immerhin der höchste Gipfel Nordtirols. Sommer wie Winter zieht sie Bergsteiger in ihren Bann.

Die ersten Sonnenstrahlen über dem Taschachhaus und dem Taschachferner
Die ersten Sonnenstrahlen über dem Taschachhaus und dem Taschachferner

Wer im Sommer von der Wildspitze nicht wieder ins Pitztaler Gletscher-Skigebiete zurück geht, sondern über den Taschachferner zum Taschachhaus absteigt, hat am Folgetag zwei Varianten für den Rückweg nach Mittelberg.

Variante 1 ist der Abstieg ins Taschachtal und der Rückweg über die Talsohle zur Taschachalm und weiter zum Parkplatz der Gletscherbahn. Variante 2 ist die deutlich schönere Variante. Sie führt über den Fuldaer Höhenweg zur Bergstation der Rifflseebahn und hat ein wunderschönes Panorama im Gepäck.

Das grandiose Panorama
Das grandiose Panorama


Vom Tschachhaus über das Taschachtal nach Mittelberg
Solltest Du nach einer Nacht auf dem Taschachhaus über das gleichnamige Tal absteigen, dann kannst Du Dir ab der Talstation der Materialbahn ein Fahrrad für den gut 5 Kilometer langen Hatsch zurück zum Parkplatz leihen.

Reservierungsmöglichkeiten und Infos gibts beim Taschachhaus oder bei PitzRentTal.


Über den Fuldaer Höhenweg zum Rifflsee

Vom Taschachhaus folgst Du zunächst der Beschilderung und steigst zum Sexegertenbach ab. Der befindet sich in westlicher Richtung, unterhalb des Übungsgeländes wo Bergschulen die Gletscherspaltenrettung trainieren.

Morgendlicher Aufstieg vom Taschachhaus
Morgendlicher Aufstieg vom Taschachhaus

Zunächst geht es ein paar Höhenmeter bergab zum Bach, bevor der größte Teil des Aufstiegs beginnt. Gut 400 Höhenmeter geht es im Verlauf der Tour bergauf. Knapp 200 sind es zu Beginn. Die restlichen Höhenmeter verteilen sich sehr angenehm auf den gesamten weiteren Streckenverlauf.

Der Aufstieg führt bis unterhalb des Vorderen Köpfle (2739m), knapp unter die 2600-Meter-Marke. Dort beginnt der Weg kurz steil talwärts zu fallen.

Gesicherte Passage oberhalb des ehemaligen Kettensteig
Gesicherte Passage oberhalb des ehemaligen Kettensteig
Gesperrter Wegabschnitt
Gesperrter Wegabschnitt

Unterhalb dieser Passage verlief bis vor einigen Jahren der Kettensteig. Nach einem massiven Felssturz ist dieser Weg jedoch gesperrt!

Von nun an führt der schmale Bergpfad stetig am Hang entlang talwärts. Es folgen einige Bachquerungen, sanfte, flache Wiesenflächen und ein paar mit Drahtseilen gesicherte, felsige Querungen.

Vielfältige Ausblicke warten auf dem Fuldaer Höhenweg
Vielfältige Ausblicke warten auf dem Fuldaer Höhenweg

Immer dabei: der beeindruckende Tiefblick ins Taschachtal, gegenüber der mächtige Mittagskogel und talauswärts das grandiose Panorama auf Kaunergrat und Geigenkamm.

Aber auch der Blick zurück zum Taschachhaus lohnt sich immer wieder!

Der gesamte Weg ist ab der Schutzhütte bis zum Rifflsee mit 3 Stunden angegeben. Wir haben auf unserer Tour bis zur Bergstation der Rifflseebahn fast genau 3,5 Stunden benötigt. Ein paar kleine Pausen inklusive.

Kurz vor dem Rifflsee
Kurz vor dem Rifflsee

Rundweg durch das Taschachtal

Wenn Du auf dem Taschachhaus übernachten möchtest und nicht von einer Gletschertour kommst, dann ist der Fuldaer Höhenweg ebenso ein schöner Zustieg zur Alpenvereinshütte.

Da sich das Panorama von Hin- und Rückweg vollkommen unterscheidet, kannst Du natürlich auch für beide Strecken den Höhenweg wählen.

Blick zum Geigenkamm
Blick zum Geigenkamm

Alternativ wanderst Du vom Parkplatz der Gletscherbahn über die Taschachalm durch das Tal. An der Materialbahn des DAV-Hütte beginnt dann der eigentliche Aufstieg.

Über die mächtige Seitenmoräne des Taschachferner geht es nach oben.

Für eine Tagestour ohne Übernachtung solltest Du aber ausreichend Kondition mitbringen. Hier empfiehlt sich die Rifflseebahn als Aufstiegshilfe. Dann über den Fuldaer Höhenweg zum Taschachhaus und über die angesprochene Seitenmoräne ins Tal.

An der Materialbahn angekommen entscheidest Du Dich am besten für eines der angesprochenen Leihfahrräder.

Die Karte zum Fuldaer Höhenweg

Infos rund um die Tour

Übernachtung auf dem Taschachhaus
Wie bei allen Alpenvereinshütten gilt auch beim Taschachhaus: unbedingt vorreservieren.

Das Haus ist beliebter Stützpunkt für Bergschulen (Strichwort Gletscherkurse und nicht zuletzt daher gut gebucht.

Es gibt Mehrbettzimmer wie auch Matratzenlager. Das ist aber aufgrund der Einteilung in kleinere Bereiche im Vergleich zu anderen Lagern sehr komfortabel und bietet doch ein wenig Privatsphäre.

www.taschachhaus.com

Einkehrmöglichkeiten
Neben dem Taschachhaus kannst Du an der Bergstation der Rifflseebahn einkehren.

Über einen kurzen Abstecher vom See in Richtung Osten, ist auch die Rifflseehütte gut zu erreichen.

Sofern Du das Taschachtal in einer Rundwanderung auf dem Streckenplan hast, wartet auch die Taschachalm, kurz vor dem Parkplatz des Gletscherexpress, mit einer leckeren Brotzeit und kühlen Getränken.


Alpine Gefahren
Die Wanderung ist technisch nicht sonderlich anspruchsvoll.

Die Tour verläuft auf gut befestigten Wegen. An einigen Stellen sind Hilfsmittel wie Drahtseile oder Eisenstufen montiert.

Dort fallen die Grashänge steil ins Taschachtal ab. Es besteht durchaus Absturzgefahr!

Ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit solltest Du also mitbringen. Trittsicherheit und das richtige Schuhwerk sind ohnehin Voraussetzung!


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Ich bin Björn und seit meiner frühesten Kindheit aus Leidenschaft in den Bergen unterwegs. Mit dem Mountainbike, meinen Bergschuhen oder meinem Klettersteig-Set bin ich ständig auf der Suche nach neuen Touren und Erlebnissen. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Ich halte mich gerne beim Trailrunning fit und bin außerhalb der klassischen Bergsaison auch gerne mit den Tourenskiern unterwegs. Auf meinem Alpin-Blog schreibe ich über meine Touren, gebe Tipps zur Tourenplanung und dem Drumherum. Mein Motto: "Life begins when you step outside!"

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