Ausprobiert! Die Carbon Faltstöcke von ALPIN LOACKER – Werbung

Zuletzt aktualisiert am 6. April 2024

Wie gut können die Carbon Faltstöcke von ALPIN LOACKER bei einem Preis von nur 79,00€ sein?

Gutes und funktionales Equipment ist auf Bergtouren unerlässlich. Wenn ich mich mal für etwas wirklich begeistert habe, ist es nur schwer mich von etwas anderem zu überzeugen. Die faltbaren Carbon Stöcke von ALPIN LOACKER haben es geschafft. Genauer gesagt: die Carbon Pro Kork Faltstöcke des Vorarlberger Unternehmens.

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meine Faltstöcke von GRIVEL, über die ich vor einigen Jahren berichtet habe. Ich liebe diese Stöcke nach wie vor, gerade beim Trailrunning. Lange Zeit habe ich Carbon als Grundmaterial ehrlich gesagt nicht vertraut. Die Dinger müssen bei mir echt was aushalten. Und sie ich einen Alu-Stock einmal beim Running „zerstört“ habe, bin ich mit leichten Materialien eher skeptisch. Daher fiel bis dato meine erste Wahl auch auf die Trail Poles von GRIVEL. Das Gewicht spielte dabei eine eher untergeordnete Rolle.

Lieferumfang der Carbon Pro Kork Faltstöcke von ALPIN LOACKER
Lieferumfang der Carbon Pro Kork Faltstöcke von ALPIN LOACKER

Ein entschiedener Nachteil kommt allerdings bei Kälte zum Tragen. Metall reagiert mehr Temperaturen und Feuchtigkeit, weshalb sich das Falten der Stöcke oft als schwierig erweist.

Daher habe ich mich dem Thema Carbon einmal näher gewidmet und die Stöcke des kleinen Vorarlberger Herstellers ALPIN LOACKER einmal in der Praxis getestet.

Warum Faltstöcke?

Das Platzwunder

Bei einem Bergstock ist für mich das Packmaß einer der wichtigsten Faktoren. Klar. Normalerweise habe ich sie auf Touren immer in der Hand. Da spielt das also keine große Rolle. Tut es doch. Ich bin bekanntermaßen gerne auf Klettersteigen unterwegs. Da vermeide ich es außen am Rucksack etwas zu befestigen. Also müssen die Stöcke im Innenraum Platz finden. Und da spielen Faltstöcke ihre Stärke aus. Jeder Stock von ALPIN LOACKER lässt sich auf 35cm Länge „zusammenschrumpfen“.

Selbiges gilt im Grunde für Bike-und-Hike-Touren, wie zuletzt auf das Imberger Horn. Hier würden Stöcke außen zwar weniger stören. Dennoch bevorzuge ich die „aufgeräumte“ Version.

Die Optik

Klein, schwarz, sexy

Auf die Optik der Stöcke möchte ich gar nicht groß eingehen. Von mir aus könnten sie pink sein, sofern sie gute Dienste leisten. Andererseits ist das schlichte Schwarz mit der weißen Aufschrift schon auch ein Hingucker. Die braunen Kork-Griffe runden den Gesamteindruck positiv ab.

ALPIN LOACKER Carbon Wanderstöcke
ALPIN LOACKER Carbon Wanderstöcke
Das Handling

Alles im Griff

Apropos Korkriffe. Ein Pluspunkt dieses Materials ist die eingebaute „Klimaregulierung“. Es ist bei jedem Wetter angenehm anzufassen. In der kalten Jahreszeit wärmt es sogar. Und wider erwarten wurde es auch bei schweißtreibenden Touren oder beim Einsatz mit Handschuhen nicht zur einer „Rutschpartie“.

Der Griff des Carbon Pro Kork Faltstocks von ALPIN LOACKER
Der Griff des Carbon Pro Kork Faltstocks von ALPIN LOACKER

Unterhalb dieser Korkgriffe befindet sich ein weiteres Stück fester Schaumgummi. Damit kann man je nach Situation auch einmal etwas tiefer greifen, ohne abzurutschen.

Was mir bei Stöcken immer wieder auffällt, das sind die Handschlaufen. Es liegt vermutlich daran, dass ich die Schlaufen immer sehr lang trage um mich beim schnellen Aufstieg einzuhängen und mich unterstützend nach oben ziehe. Hier wünsche ich mir, und das betrifft nahezu ausnahmslos alle Hersteller, ein bequemeres Material, das weniger reibt und einfach angenehmer ist.

Der Carbon Pro Kork Flatstock im Einsatz
Der Carbon Pro Kork Faltstock im Einsatz

Zum Handling gehört für mich auch die Höhenverstellung. Den Stock gibt es in den Längen 115-135cm und 100-120cm. Die unteren beiden Elemente sind fix. Unterhalb des Griffs kann man den Stock variabel in seiner Höhe anpassen. Der Pluspunkt dieser Höhenverstellung: der Schnappverschluss ist groß genug, dass er sich auch mit Handschuhen leicht öffnen und schließen lässt.

Die Feststellschraube, über die die Spannung verstellt werden kann, ist ebenfalls groß und gut zu greifen. Man benötigt also weder „Zwergenfinger“ noch einen Schraubenzieher, um das auch während der Tour schnell einmal einstellen zu können. Ein kleines Manko: wenn man das obere Element zu weit verlängert, dann gibt es keinen Stopper, der das komplette Herausziehen verhindert oder bremst.

Der Schnellverschluss mit Stellschraube
Der Schnellverschluss mit Stellschraube
Die Stabilität

Carbon mit Kondition

Carbon ist als durchaus stabiler Werkstoff bekannt. Er ist flexibel, mag aber in der Regel harte, punktuelle Krafteinwirkung nicht. Das kenne ich von meinen Eishockeyschlägern.

Zusätzlich zum Carbon-Schaft sind die Faltstöcke von ALPIN LOACKER mit Aluminium-„Hülsen“ an den Steckverbindungen ausgestattet. Das verstärkt die sozusagen schwächsten Stellen im System. Insgesamt kommen die Stöcke mit Griffen auf gerade einmal 230g pro Stock (in der Variante 100-120cm, ohne Teller). Im Vergleich zu anderen Herstellern können die Vorarlberger also mehr als nur mithalten!

Zubehör/Lieferumfang

Die beiden Stöcke werden in einem praktischen Stoffbeutel geliefert. Der sorgt dafür, dass der Rucksackinhalt sauber bleibt, wenn die Stöcke mal in diesem verschwinden. Zudem gibt es insgesamt vier aufschraubbare Teller. Je ein paar kleine und große Teller, zum Beispiel für den Einsatz im Winter. Zwei weitere Gummimspitzen dienen dem Einsatz auf harten Untergründen, ähnlich beim Nord-Walking.

Einsatzbereich

Wandern, Bergsteigen, Skitouren. Der Einsatzbereich ist groß. Ich habe die Stöcke auf meinen Bike-und-Hike-Touren im Herbst und auf meinen Wanderungen getestet. Auf Klettersteigen lassen sich die sehr klein faltbaren Stöcke gut im Rucksack verstauen.

8 Kommentare zu „Ausprobiert! Die Carbon Faltstöcke von ALPIN LOACKER – Werbung“

  1. Hi Björn. Ich finde Deine Beiträge super und lese auch gerne Deine Testberichte zu Produkten. Aber bei diesem bin ich nicht Deiner Meinung:
    Wie lange benutzt die Alpin Loacker Stöcke schon? Ich war leider maßlos enttäuscht, da mich zum Einen das nervige festdrehen beim Aufklappen gestört hat und zudem der Kunststoffschnellverschluss nach wenigen Touren gebrochen ist.
    Dadurch hatte ich dann einen mühsamen Hochvogelabstieg mit nur einem Stock.
    Die Dinger habe ich wieder zurückgegeben.

    1. Hi Arne!

      Danke für Dein Feedback. Freut mich, wenn Dir meine Beiträge gefallen 🙂

      Es müssten jetzt so zweieinhalb, drei Monate sein. Und mit dem Schnellverschluss habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Konntest Du keinen Ersatz dafür bekommen? Das Festdrehen? Da weiß ich leider nicht was Du meinst. Ich klappe die Stöcke eigentlich nur auseinander und ziehe dann am obersten Element. Dann rasten die anderen ein.

      Hochvogel Abstieg mit nur einem Stock? Kann mir vorstellen, dass das nervt. Nervt ja eigentlich bei jedem Abstieg, wenn die Teile nicht funktionieren. Ich hatte auf meinen Speedhike im November (Breitenberg) mal andere Stöcke dabei. Nicht meine Grivel. Die liebe ich ja auch. Sind bei Kälte halt nur a bisserl „steif“. Rs waren andere Carbonstöcke. Allerdings nur nur zum Festspannen. Und da hatte ich die Stellschraube nicht fest genug gezogen. Bei der Kälte hat das Material halt auch gearbeitet. Und ohne Schraubenzieher bist Du da echt aufgeschmissen. Daher mag ich die großen Stellräder von den ALPIN LOACKER auch so.

      Aber ich kann aus meinen vielen Herbsttouren nur positives berichten. Was für Stöcke nutzt Du aktuell? Wie gesagt: Grivel haben da auch sehr gute Alu Stöcke am Start.

      Liebe Grüße
      Björn

  2. Ah. Okay. Dann war das ein unqualifizierter Kommentar von mir 🙂
    Ich dachte, der Faltmechanismus ist bei allen Alpin Loacker gleich. Ich hatte nämlich die „Tour“-Faltstöcke. Bei denen muss man die Elemente zusätzlich festdrehen, wie bei den meisten Teleskopstöcken auch. Und der Schnellverschluss ist bei den Tour aus Kunststoff und eben gebrochen.
    Ich war davon so genervt, dass ich mir die Micro Vario Carbon von Leki zugelegt habe.
    Mit denen bin ich jetzt sehr glücklich.

    1. Achso. Nein. Festdrehen muss man da nix.

      Im Prinzip sind die getesteten Carbon Kork ähnlich Deinen Leki Micro Vario. Die habe ich vor einigen Jahren meiner Freundin geschenkt. Die liebt die auch. Vorteil (wie ich im Test schon geschrieben habe) sind meiner Meinung nach die bequemen Handschlaufen. Sie sind echt super angenehm.

      Im Vergleich zu den LOACKER sind die Stöcke aber aber ein wenig schwerer, wenn ich nicht irre. Wobei das im unteren Gramm-Bereich liegt. Und natürlich der Korkgriff. Beim Schnellverschluss finde ich die Schraube auch grad noch Rahmen. Beim LOACKER etwas größer und daher leichter zu bedienen, wie ich finde. Beim Komperdell (den hatte ich vor kurzem auf einer eisigen Trailtour dabei) brauchst Du einen Schraubenzieher oder Ähnliches. Unterwegs ist das echt nervig, wenn Di feststellst, dass das Material arbeitet und Du nachstellen musst…

      Aber super, dass Du was gefunden hast mit dem zu zufrieden bist.
      Lieber Grüße und Danke für Deinen Input

  3. Hallo Bjorn,
    bei mir war der Schnellverschluss nach einiger Zeit auch gebrochen. Das Klettband funktioniert auch nicht wirklich auf Dauer. Zudem sind die Korkgriffe nicht haltbar. Sie bekommen Risse und lösen sich vom Griff ab. Für meinen Teil werde ich wieder Markenstöcke kaufen. Günstig und leicht sind sie – aber die Haltbarkeit ist für Leute die oft in den Bergen unterwegs sind nicht gegeben. Der Support ist gut. Der Schnellverschluss und die Griffe wurden anstandslos getauscht. Habe auch gleich zwei Griffe bekommen, wobei einer davon bereits defekt ausgeliefert wurde.

    1. Hallo Christian, Danke für Dein Feedback. Einen Langzeitversuch konnte ich leider nicht durchführen. Ich wechsel immer wieder zwischen den Stöcken und hatte die Loacker zwischenzeitlich auch auf einer Skitour dabei. Da sind mit aber generell Faltstöcke zu instabil. Aber gut, dass Du in Sachen „längere Nutzung“ Deine Erfahrungen mit uns teilst. Andererseits auch gut, dass es offenbar mit dem Support gut funktioniert hat – ich finde, das ist auch immer ein wichtiger Bestandteil eines Produkts. LG und viel Spaß auf Deinen Touren. Björn von Bergparadiese

  4. Hallo Björn,
    danke für den Testbericht. Gibt es auch irgendwo eine Anleitung wie man diese Faltstöcke wieder zusammen faltet? Ich finde überall nur die Aufbauanleitung.
    Der eingerastete Knopf lässt sich bei uns nicht wieder eindrücken, um die Stöcke wieder zu „demontieren“.

    1. Hallo Brit,

      puh. Da bin ich aktuell überfragt, da ich den Stock auch grad nicht zur Hand habe, weil ich im Zug sitze

      Wenn Du den Teil mit dem Knopf nach unten ziehst und so versuchst den Knopf zu entlasten? Vielleicht ist es nur leicht verschmutzt bzw. aufgrund von Feuchtigkeit etwas verklemmt!? Andernfalls schreib doch eine Mail An Alpin Loacker. Die Antworten idR zügig und können Dir einerseits weiterhelfen, andererseits vielleicht auch einen Ersatz zukommen lassen. Hatte nach meinem Test mal einen selbstverschuldeten Stockbruch – der wurde zügig behoben, bzw. mir Ersatz für das kaputte Glied geschickt.

      LG Björn von Bergparadiese

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Entdecke mehr von Bergparadiese.de

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen