Anzeige:
Kemptner Hütte mit Kratzer

3 Tage von Hinterstein nach Oberstdorf

Diese Bergtour über den Allgäuer Hauptalpenkamm ist eine eher wenig begangene Tour. Vor allem am zweiten Tourentag stehen herrlich einsame Streckenabschnitte auf dem Plan.

Der erste Tourtag

Diese Tour beginnt am Giebelhaus. Das erreicht man am besten mit dem Talbus von Hinterstein und steigt auf dem Normalweg zum Prinz-Luitpold-Haus. Über die Bärgündele Alpen geht es über herrliche Alpwiesen nach oben. Fast immer begleitet vom Rauschen des Bärgündelebach. Am 1846m hoch gelegene Prinz-Luitpold-Haus wartet die erste Übernachtung vor dem Herzstück der Tour.

 

Anzeige:

Tag 2: vom Prinz-Luitpold-Haus zur Kemptner Hütte

Am zweiten Tag stehen etwa 18 Kilometer Wegstrecke auf dem Programm. Vom Prinz-Luitpold-Haus geht es zunächst in Richtung Wiedemerkopf. Der Gipfel bleibt auf der Tour aber links liegen und es beginnt ein Abstieg ins hintere Talende des Bärgündele Tals. Über weiter Alpweiden steigt nun der Weg hinauf zum Himmelecksattel. Vom Pfeiffen der Murmeltiere begleitet geht es über wunderbare Blumenwiesen nach oben. Auf dem Himmelecksattel rückt unweigerlich die imposante Höfats ins Bild. Dieser beeindruckend geformte Grasgipfel, auf der gegenüberliegenden Seite des Oytals, begleitet uns bis hinauf zum Rauheck.

Zunächst fällt der Weg ins Wildenfeld. An der gleichnamigen unbewirtschafteten Hütte kann man an einem Brunnen die Wasserreserven auffüllen. Leicht ansteigend geht es nu weiter Richtung Hornbachjoch. Doch bevor der Anstieg auf den Übergang ins österreichische Lechtal folgt, zweigt links der Weg zum Eissee ab.

Das Rauheck mit dem Wasserfall vom Eissee
Das Rauheck mit dem Wasserfall vom Eissee

In einem weiten Bogen geht es auf auf den kleinen See und schließlich auf den westlichen Rücken des Rauheck. Vom 2.385m hohen Gipfel hat man einen perfekten Blick auf die bisher bewältigte Wegstrecke und über den Eissee hinaus in Richtung Illertal und Unterland. In südlicher Richtung wartet ein welliges Profil. Die Anstiege sind aber angesichts der bereits zurückgelegten Wegstrecke nicht zu unterschätzen. Es geht hinüber auf das Kreuzeck, wo von rechts unten der wenig bekannte Weg über den Bettlerrücken aus der Spielmannsau nach oben führt.

Anzeige:

Über die weiten, oft mit bunten Blumen bewachsenen Hänge, baut sich im Hintergrund der felsig-graue Allgäuer Hauptalpenkamm auf. Es geht nun immer leicht fallen zu den sogenannten Krottenspitzen, wo das grasige Terrain kurz felsigem Untergrund weicht. Schließlich kommt ab dem Fürschießersattel tief unten die Kemptner Hütte in Sicht.

Unterhalb des Muttlerkopf erreicht man in einer langezogenen Kurve die zweite Übernachtungsmöglichkeit auf dieser Tour: die Kemptner Hütte.

Kemptner Hütte mit Kratzer
Kemptner Hütte mit Kratzer

Tag 3: der Abstieg nach Oberstdorf

Am dritten Tag steht lediglich der Abstieg über den Sperrbachtobel auf dem Plan. Es geht über die bewirtschaftete Alpe Oberau zum Gasthof Spielmannsau. Der letzte Teil der Tour führt durch das Tal der Trettach. Es geht über den Christlessee und die Weiler Dietersberg und Gruben an den südlichen Ortstrand von Oberstdorf und letztlich zum Bahnhof in der Ortsmitte.

Weg Richtung Spielmannsau
Weg Richtung Spielmannsau – Blick zurück

An- und Abreise

Hinterstein erreicht man am besten mit dem Bus vom Bahnhof Sonthofen zum Busbahnhof in Bad Hindelang (Bus 48) und von dort weiter mit Bus 49 nach Hinterstein »Grüner Hut«. Zwischen dem Wanderparkplatz in Hinterstein »Auf der Höh«und dem Giebelhaus im Talschluss des Hintersteiner Tals ist ein Busverkehr eingerichtet. Er fährt tagsüber stündlich, die letzte Fahrt ist im Sommer gegen 18 Uhr. Die aktuellen Fahrpläne findest Du unter wechs.net/busverkehr. Von Oberstdorf aus geht es mit dem Zug zurück.

Weitere Tourenvorschläge rund um die Unterkünfte

Rund um die beiden Alpenvereinshütten gibt es zahlreiche Touren, die man mit ein, zwei Extra-Tagen noch einplanen kann. So ist der Hochvogel ab dem Prinz-Luitpold-Haus sicher ein Highlight. Von der Kemptner Hütte hat man einen relativ schnellen Zustieg zum höchsten Berg der Allgäuer Alpen: den Großen Krottenkopf.

 

 

Anzeige:
Folge uns Björn von Bergparadiese.de:

Blogger, Fotograf & Autor - "Life begins when you step outside!"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.