Aufstieg am Morgen

Hochvogel über den Kalten Winkel, 2592m

Die Bergtour auf den Hochvogel ist die mitunter schönste Tour in den Allgäuer Alpen! Hier wird Dir alles geboten: eine Höhenwanderung, ein Firnfeld und eine Kraxelei. Im Gegenzug erfordert die Tour Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit.

Für die beschriebene Variante über das Prinz-Luitpold-Haus solltest Du zwei Tage einplanen. So lassen sich die vielen Eindrücke ausgiebig genießen. Die erste Etappe führt auf das auf 1.846m hoch gelegene Prinz-Luitpold-Haus.

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Aufstieg zum Prinz-Luitpold Haus

Vom Giebelhaus, das mit dem zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus erreicht wird, geht es den Schildern nach in Richtung Prinz-Luitpold-Haus. Im Bärgündele Tal biegst Du noch vor der Materialbahn links ab. Über den Bärgundele Bach geht es an einem Wasserfall hinauf zu den gleichnamigen Alpen. Die Untere Bärgündele Alpe ist bewirtschaftet.

Im Anschluss steigt der Weg auf eine weite Ebene um die Weiden der Oberen Bärgündele Alpe an. Im Anschluss an die Ebene geht es nochmals bergauf. Zunächst durch einen Latschenhang, bevor es ein wenig felsiger die letzten Meter hinauf zur Alpenvereinshütte geht. Nach etwa drei Stunden das Prinz-Luitpold-Haus erreicht ist.

Das Prinz-Luitpold-Haus
Das Prinz-Luitpold-Haus

Über den Kalten Winkel zum Hochvogel Gipfel

Nach einer Nacht auf der Hütte, lohnt es sich, den Aufstieg zur Balkenscharte (2157m) sehr früh in Angriff zu nehmen. Nach der Scharte geht es ohne große Höhenunterschiede in einer genußvollen Höhenwanderung zum Firnfeld am Kalten Winkel.

Liegt Schnee im Kalten Winkel, ist wegen seiner Steilheit beim Aufstieg Vorsicht geboten. Das Schneefeld hat in den vergangenen Jahren aber mehr und mehr gelitten. Im Anschluss geht es an einem Felsband und über einige Platten um den Bergstock herum, bevor der finale Aufstieg erfolgt. In leichter Kletterei geht es hinauf zum Gipfel.

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Der Rückweg erfolgt auf gleicher Strecke, wobei Du an der Kaltwinkelscharte auch über einen mit Drahtseilen versicherten Steig zur Kreuzspitze (2.367m) gehen kannst. Beide Wege führen wieder zurück zum Prinz-Luitpold-Haus. Der Abstieg zum Giebelhaus rundet diese schöne Tour ab.

Der Kalte Winkel
Der Kalte Winkel

Hinweis: Die Variante über den Bäumenheimer Weg war mindestens genauso schön, ist aber aufgrund der geologischen Veränderungen des Berges wegen akuter Felssturzgefahr gesperrt. Dennoch findest Du in der Wegbeschreibung des Bäumenheimer Wegs einige schöne Gipfelaufnahmen einer Spätherbstbesteigung des Hochvogel.


 

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6 Antworten

  1. C.L.

    ……step outside, so sehen wir das auch mein Kater und ich, 🙂 häufiger Wegbegleiter auf einsamen Pfaden im Gebirge, bis tief in die Nacht hinein…..Glück pur………

  2. Andreas

    Kann man denn die Tour schon Mitte Juni machen, oder liegt da für gewöhnlich noch Schnee?

    • Björn von Bergtouren-im-Allgäu.de

      Hallo Andreas! Das hängt natürlich vom Winter ab. Im
      vergangenen Jahr wäre das zu der Zeit nicht möglich gewesen. Im Kalten Winkel liegt ohnehin immer Schnee. Früh im Jahr dürfte auch der teils schattige Aufstieg zur Balkenscharte noch schneebedeckt sein. In der Literatur findet man den Juni aber durchaus als geeigneten Monat für die Besteigung. Ich persönlich warte immer noch den Juli ab. LG

      • Erika

        Hallo Björn , ich bewundere deine Touren
        Ich bin auch eine leidenschaftliche Bergwanderer , je höher desto besser
        Leider diese Leidenschaft teilt mein Mann nicht mit mir ,aber ich habe zur Zeit eine Kolegin die mitgeht und genießen wir die ausgesuchte Touren!
        Unsere Ziel irgendwann ist Zugspitze und Hochvogel , wenn wir auch jemand finden der sich gut auskennt.
        Viel Erfolg für die weitere Touren

        • Björn von Bergparadiese.de

          Hallo Erika,
          freut mich, dass Dir die Touren gefallen! Ich freue mich immer über Feedback 🙂
          Beide Berge sind wunderschön und lohnen sich richtig. Zumindest die Touren nach oben. Die Zugspitze haben wir über den „Stopselzieher“ gemacht (https://bergparadiese.de/ueber-den-stopselziehersteig-auf-die-zugspitze). Ein herrlicher Aufstieg zur Wiener Neustädter Hütte und danach ein vergleichsweise einfacher Klettersteig. Aber alleine der erste Teil der Tour ist sehr beeindruckend! Oben angekommen kam allerdings der „Kulturschock“. Menschenmassen und viele Bausünden. Das Gegenteil dazu ist der Hochvogel. Früh angegangen ist man auch noch relativ alleine.
          Viel Spaß bei Deinen weitern Touren!
          Liebe Grüße, Björn

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